Shortwave: Neue App bringt das damalige Google Inbox wieder zurück – Bundles, Pins & Snooze sind wieder da

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Viele Nutzer werden sich noch an Google Inbox erinnern, das vor gut zwei Jahren endgültig eingestellt wurde und offenbar eine Lücke hinterlassen hat. Jetzt gibt es einen inoffiziellen Nachfolger, der alle bekannten Funktionen wieder im Gepäck hat: Bundles, eine Snooze-Funktion, das Anpinnen von E-Mails im Posteingang und sogar das Design ist vollständig dem damaligen Produkt nachempfunden. Und das ist noch nicht alles.


inbox google shortwave

Inbox wurde vor vielen Jahren als alternativer Posteingang zu GMail vorgestellt und erfreute sich trotz dieser Beschreibung und des ewigen Beta-Labels recht schnell großer Beliebtheit. Allerdings war es tatsächlich nur eine Spielwiese für die GMail-Entwickler, auf der diese einige Features ausprobieren konnten, die zum Teil den Weg zu GMail gefunden haben. Als diese Mission erfüllt war, hat Google zum Leidwesen vieler Nutzer den Stecker gezogen.

Mit der neuen App Shortwave könnt ihr Inbox wieder zurückbringen – und das nahezu vollständig. Das Design erinnert schon auf den ersten Blick an Inbox: Die Farbgebung, die Struktur, die gesamte Darstellung – alles. Natürlich ist die beliebte Bundle-Funktion im Gepäck, die mehrere E-Mails in Gruppen zusammenfassen kann. Das spart Platz, erhöht die Übersicht und schafft es relativ gut, ganze Themenbereiche abzubilden.

Dazu gibt es die Möglichkeit, E-Mails anzupinnnen, per Snooze zurückzustellen oder einfach als erledigt zu markieren. Dabei setzt man sehr stark auf das eigene bzw. das damalige Konzept. Labels, das Archivieren und andere Organisationsmöglichkeiten aus GMail spielen bei Shortwave keine Rolle.




Shortwave greift auf GMail zu
Ihr müsst mit Shortwave natürlich nicht ganz von vorn beginnen, sondern es setzt – ganz dem damaligen Konzept von Inbox nach – auf GMail auf. Dementsprechend müsst ihr der Web-App sehr umfangreiche Zugriffsrechte auf euer Google-Konto einräumen, denn es muss auf alle E-Mails und Kontakte zugegriffen werden. Es ist derzeit gar nicht vorgesehen, auf andere E-Mail-Datenbanken zuzugreifen oder gar einen eigenen Maildienst anzubieten. Das könnte sich natürlich ändern, wenn sich der Erfolg einstellt.

Von ehemaligen Inbox-Entwicklern
Dass Shortwave sehr stark an Inbox erinnert, ist natürlich kein Zufall. Das Entwicklerteam besteht aus ehemaligen Inbox-Mitgliedern, die das damalige Produkt einfach noch einmal „nachgebaut“ haben. In etwas modernerer Form, aber alle damaligen Inbox-Nutzer werden sich sehr schnell zu Hause fühlen. Ich könnte mir gut vorstellen, dass das neue Produkt einige Fans finden wird. Wie nachhaltig es ist, muss sich zeigen.

Probiert es einfach einmal aus. Vielleicht wird es ja etwas und Google lässt sich davon noch einmal inspirieren, um selbst so manches Feature erneut anzubieten.

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comment 2 Kommentare zum Thema "Shortwave: Neue App bringt das damalige Google Inbox wieder zurück – Bundles, Pins & Snooze sind wieder da"

  • Interessant, wenn sowas lokal wäre. Aber so erlaubt man ja Vollzugriff auf sein komplettes Emailpostfach und weiss niemals was die mit den Mails anstellen. Daher lieber Finger.

Kommentare sind geschlossen.