Android: Google bringt große Änderungen beim Nutzer-Tracking – Werbe-ID soll sich zukünftig entfernen lassen

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Google hat schon vor längerer Zeit angekündigt, beim neuen Betriebssystem Android 12 die Daumenschrauben weiter anziehen und das Tracking erschweren zu wollen. Das gilt allerdings nur für Drittanbieter, während man selbst fleißig Daten sammelt. Nun hat man den nächsten Schritt angekündigt und will die Werbe-ID auf Wunsch des Nutzers künftig vollständig entfernen.


android 10 dark mode logo

In Android findet sich seit sehr vielen Jahren die Android Advertising ID (AAID), die eine eindeutige Identifikation des Geräts zu Werbezwecken ermöglicht und in ähnlicher Form auch auf dem iPhone zu finden war. Apple hat sich nun unter Protest vieler Entwickler (allen voran Facebook) davon verabschiedet und auch Google wird nun bald diesen Weg gehen. Ende dieses Jahres möchte auch Google eine Möglichkeit schaffen, diese ID nicht mehr zurückzusetzen, sondern auf Wunsch des Nutzers vollständig entfernen zu können. Diese wird dann nur noch eine lange 0-Zahlenreihe ausgeben.

Dieser Schritt dürfte von vielen Datenschützern und Beobachtern begrüßt werden, allerdings darf man dabei nicht Googles Geschäftsmodell vergessen, das stark auf Tracking und Datensammlung basiert. Auch wenn das natürlich nirgendwo erwähnt wird, wird Google Mittel und Wege gefunden haben, die Nutzer unabhängig davon zu tracken – und das dann auch noch ohne Konkurrenz. Ein ähnliches Spiel wie das in den nächsten Monaten kommende FLoC-Tracking im Chrome-Browser, das Google schlussendlich noch mehr Macht verschaffen wird.

Das Entfernen der Werbe-ID soll zuerst unter Android 12 möglich sein und ab Mitte kommenden Jahres für alle Apps gelten, die über den Play Store verbreitet werden.

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[heise]


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