Die Luft ist raus: Google-Mutter Alphabet zieht Loon den Stecker – das Ballon-Internet ist gescheitert

alphabet 

Googles Mutter-Holding Alphabet wurde geschaffen, um die zahlreichen Moonshot-Experimente in geordnete Strukturen zu bringen und langfristig zum Erfolg zu führen. Bisher hat das nur sehr mäßig funktioniert und nun muss man das Ende eines weiteren Projekts bekannt geben, an dem über sieben Jahre getüftelt wurde: Loon wird in wenigen Wochen geschlossen und die Mission zur Versorgung der Next Billion-Nutzer aufgegeben.


project loon

Als Google im Jahr 2013 ankündigte, Ballons mit Satellitentechnologie in den Himmel aufsteigen zu lassen, hielten es viele für einen Scherz und ein irrwitziges Projekt, das niemals erfolgreich funktionieren könnte. Heute können wir sagen: Es hat funktioniert, aber es war nicht erfolgreich. Das vor einigen Jahren in Alphabet überführte Projekt, das erst vor zwei Jahren zu einem Unternehmen unter dem Alphabet-Dach geformt wurde, wird nun eingestellt.

Als Grund gibt man an, dass es nicht gelungen ist, das Projekt finanziell auf stabile Beine zu stellen und die Kosten für den Betrieb einfach viel zu hoch ist. Möglicherweise ist auch die Zukunftsperspektive sehr düster, denn man spricht nun von den “Last Billion”-Nutzern. Sobald diese stabilen Internetzugang haben, wird Loon nicht mehr benötigt. Ziel war es, das Satelliten-Internet innerhalb kürzester Zeit an jeden Punkt dieser Erde zu bringen.

Die Loon-Ballons wurden mehrfach in Katastrophengebieten eingesetzt und konnten einige Erfolge feiern, aber das war wohl nicht genug.

» Waymo: Die Fahrzeuge der Google-Schwester sind nun ‘autonom’ statt ‘selbstfahrend’ – ein großer Unterschied

[Medium]


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comment 1 Kommentare zum Thema "Die Luft ist raus: Google-Mutter Alphabet zieht Loon den Stecker – das Ballon-Internet ist gescheitert"

  • Und Loon wird nicht das letzte Moonshot-Projekt gewesen sein. Die nächsten Abschusskandidaten sind meiner Ansicht nach Fiber und Sidewalk Labs, auch Wing und Calico dürften gefährdet sein. Relativ sicher ist Deep Mind, Capital G und GV. Waymo und Verily dürften ebenfalls wackeln wenn sich deren Geschäfte nicht erheblich verbessern. Die Moonshot Werkstatt X könnte eventuell wieder bei Google landen, und rein experimentellen Charakter haben, ohne das es Projekte als Ausgründungen geben wird.

    Google/Alphabet kann und wird sich diese Moonshot Spielereien nicht ewig leisten wenn sie kein Geld bringen.

Kommentare sind geschlossen.