Google Maps: Nutzer veröffentlichen 20 Millionen Beiträge pro Tag – so werden Manipulationen verhindert

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Erst kürzlich hat sich gezeigt, dass Google Maps unter bestimmten Umständen für Manipulationen anfällig ist – das weiß auch Google selbst. In einem längeren Blogbeitrag hat das Unternehmen nun interessante Einblicke darin gegeben, wie die Nutzer Inhalte zur Kartenplattform hinzufügen und wie das Google Maps-Team sicherstellt, dass diese authentisch sind. Tatsächlich hat man sehr starke Systeme und löscht jährlich viele Millionen von den Nutzern hinzugefügte Inhalte.


Google Maps hat gerade erst den 15. Geburtstag gefeiert und ist für viele Menschen heute nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken. Dieser Status ist aber nicht nur der harten Arbeit des Google Maps-Teams zu verdanken, sondern auch den mehr als einer Milliarde Nutzern der Kartenplattform, die ihr Wissen mit der gesamten Nutzerschaft teilen und selbst Inhalte beisteuern. Und das in einem enormen Umfang.

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Jeder Google Maps-Nutzer mit einem Google-Konto hat die Möglichkeit, die Kartenplattform durch beisteuern eigener Inhalte zu den mehr als 200 Millionen Orten zu verbessern. Laut dem Google Maps-Team wird dies auch sehr rege genutzt, denn Tag für Tag gehen mehr als 20 Millionen Beiträge auf der Kartenplattform ein – mehr als sieben Milliarden pro Jahr. Dabei handelt es sich um Bewertungen, Rezensionen, Fotos, beantwortete Fragen, Veränderungen von Orten und vieles mehr. Um die Qualität von Google Maps zu bewahren, will das natürlich kontrolliert werden.

Um diese Datenmengen zu kontrollieren, setzt Google Maps auf mehrere Lösungen und Ebenen, die bisher einen sehr guten Job geleistet haben – Ausnahmen gibt es natürlich immer. Jeder einzelne neue Beitrag wird vor der Veröffentlichung von KIs überprüft. Außerdem gibt es eine Google Maps-Redaktion in unbekannter Größe, die viele Stichproben durchführt und die Hinweise aller Nutzer untersucht. Die dritte Stufe sind dann natürlich die wichtigen 120 Millionen Local Guides (!). Dieses System sorgt dafür, dass man den Inhalten auf der Kartenplattform zu großen Teilen vertrauen kann.

Das Google Maps-Team hat nun einen kleinen Einblick darin gegeben, wie gut diese Systeme funktionieren und wie viele der im Jahr 2019 über sieben Milliarden neu veröffentlichte Beiträge gelöscht werden mussten.



Die erkannten Manipulationen 2019

  • Wir haben mehr als 75 Millionen Rezensionen, die nicht unseren Richtlinien entsprechen und 4 Millionen gefälschte Geschäftsprofile entfernt. Durch die Verbesserung unserer maschinellen Lernmodelle und automatischen Erkennungssysteme können wir immer zuverlässiger Inhalte blockieren, die unsere Richtlinien verletzen. Zudem erkennen wir auf diese Weise Unregelmäßigkeiten, damit Mitarbeiter sie überprüfen können.
  • Da wir es Nutzern einfacher gemacht haben, unangemessene Inhalte zu melden, konnten wir mehr als 580.000 Rezensionen und 258.000 Geschäftsprofile entfernen, die uns gemeldet wurden.
  • Wir haben über 10 Millionen Fotos und 3 Millionen Videos, die gegen unsere Richtlinien verstoßen, überprüft und entfernt. Unsere Teams werden immer besser darin, Inhalte, die gegen unsere Richtlinien verstoßen, aber für automatisierte Systeme schwer zu erkennen sind (wie unpassende Fotos und Memes), direkt abzufangen.
  • Durch die Optimierung unserer Erkennungssysteme im Bereich des maschinellen Lernens sowie verbesserter Richtlinien und Trainings für unsere Mitarbeiter, konnten wir 475.000 fehlerhafte Nutzerkonten entfernen.

Spätestens jetzt kann niemand mehr sagen, dass Google Maps nichts gegen Manipulationen tut. Und auch die jüngste Manipulation der Staumeldungen wird sicherlich intern trotz der Aufklärung eine große Rolle spielen und wohl auch Folgen haben.


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[Google-Blog]


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