Steam für Chrome OS: Google will die Spieleplattform auf Chromebooks bringen – trotz Stadia (Bericht)

chrome 

Google ist mit Stadia groß in den Spielemarkt eingestiegen und dürfte in den kommenden Jahren sehr viele Ressourcen dafür aufwenden, die Spieleplattform zu etablieren und möglichst schnell zum Erfolg zu führen. Das bedeutet aber offenbar nicht, dass man dabei nicht nach Links und Rechts schaut. Laut einem Bericht arbeitet das Chrome OS-Team aktuell daran, die führende Plattform Steam im eigenen Betriebssystem zu unterstützen.


Googles Betriebssystem Chrome OS fokussiert sich seit Beginn an auf Cloud-Dienste und davon ganz speziell auf Web-Anwendungen. Spiele spielen bisher keine große Rolle und sind auf den Chromebooks dementsprechend eher eine Seltenheit – was sowohl an der Infrastruktur des Betriebssystems als auch an der häufig bescheidenen Ausstattung der Chromebooks liegt. Aber das könnte sich schon bald ändern.

chrome steam logo

Laut einem Bericht von AndroidPolice soll das Chrome OS-Team aktuell daran arbeiten, die von Valve betriebene bekannte Spieleplattform Steam zu unterstützen. Konkret konzentriert man sich auf die Linux-Version von Steam, die dank des Linux-Supports in vielen Chromebooks nativ ausgeführt werden und somit auch die Spiele ermöglichen könnte. Das gesamte Projekt soll sich noch in einem sehr frühen Stadium befinden und dürfte somit noch einige Monate benötigen, bis es tatsächlich erstmals nutzbar ist.

Das Problem dürfte aber weder die Umsetzung von Steam für Chrome OS sein, sondern die schwache Leistung vieler Chromebooks. Zwar gibt es auch einige High-End-Geräte, aber die dürften doch stark in der Minderheit sein und sind somit nicht unbedingt dafür ausgelegt, aufwendige und ressourcenhungrige Spiele auszuführen. Eigentlich könnte Google dieses Problem leicht mit der eigenen Spieleplattform Stadia lösen, die schon bald auch im Web deutlich verbessert werden soll.

Bisher hat sich Google nicht offiziell geäußert, die Informationen stammen direkt von einem Team-Mitglied des Chrome OS-Teams, das dies am Rande der CES ausgeplaudert haben soll. Wir dürfen sehr gespannt sein, wie sich das weiter entwickelt und ob sich Google tatsächlich mal wieder selbst Konkurrenz machen wird…

» Stadia: Google kündigt Neuerungen & neue Spiele für die Spieleplattform an – wird Stadia Base verschoben?

» Chrome OS: Google bringt Android 10-Gestensteuerung zu Chrome OS – so funktioniert es (Video)

[AndroidPolice]


Keine Google-News mehr verpassen: Abonniere den GoogleWatchBlog-Newsletter
GoogleWatchBlog Newsletter abonnieren


Teile diesen Artikel:

Facebook twitter Pocket Pocket

comment 2 Kommentare zum Thema "Steam für Chrome OS: Google will die Spieleplattform auf Chromebooks bringen – trotz Stadia (Bericht)"

  • Eine Allianz aus Steam und Stadia würde nicht nur lautmalerisch Sinn ergeben. Steam genießt das wesentlich höhere Vertrauen als Plattform für Verkäufe.
    Wenn Stadia die Lizenzen von Steam in der Pro-Version anerkennen würde, würden beide Seiten profitieren: Google verkauft mehr Abos und Steam hätte eine wesentlich breitere Basis. Spielen in HD auf einem Low Budget Chromebook mit pflegeleichtem Chrome-OS hätte sicher seinen Reiz. Ich hoffe nur, Google kommt nicht auf die Idee, Steam zu kaufen…

  • Steam auf Chromebooks würde durchaus Sinn machen. Streamen vom PC auf Smartphones, TVs und Laptops/Tablets lässt sich schon seit Jahren realisieren. Und Spiele wie Portal, Half Life oder Counter Strike brauchen keine Bombenhardware. Da Stadia jetzt DIE Möglichkeit für Chromebook Besitzer ist zu zocken will Valve natürlich nachlegen. Wenn man aber weiter denkt würde es durchaus Sinn macht wenn Google Valve kaufen würde. Eine Kooperation würde Google nämlich wahrscheinlich kaum einen großen nutzen bringen… Vermutlich wächst das Spiele Angebot bei Google eh noch gewaltig und irgendwann finden wir uns dann zwischen Playstation, Steam, Epic, Microsoft und Google wieder. Jeder Store mit seinen eigenen Perlen und Exklusivitäten. Konkurrenz belebt das Geschäft, aber mir würden 2-3 Anbieter Stores schon reichen 🙄

Kommentare sind geschlossen.