Globale Gesichtserkennung: Neues Google-Produkt soll Promi-Gesichter erkennen und zuverläsig zuordnen

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Die Gesichtserkennung spielt bei Google in diesen Tagen eine sehr große Rolle – nicht zuletzt durch den Einsatz auf den Pixel 4-Smartphones. Jetzt hat das Team der Google Cloud eine neue Technologie angekündigt, mit der es möglich wird, Promis und bekannte Persönlichkeiten auf Fotos und Videos automatisch zu identifizieren und den Gesichtern Namen zuzuordnen. Es ist bereits die zweite Neuerung innerhalb weniger Tage, bei der Google voll auf die Promis setzt.


Gesichtserkennung ist längst keine neue Technologie mehr, aber sie wurde in den vergangenen Jahren sehr entscheidend verbessert und gilt zumindest in puncto Zuordnung als sehr zuverlässig. Mit populären Plattformen wie Google Fotos kann jeder die Gesichtserkennung für alle Personen aktivieren, von denen Fotos in der eigenen Datenbank schlummern. Prinzipiell wäre es Google, Facebook & Co. wohl auch möglich, globale Gesichtsdatenbanken aufzubauen und jeden Menschen zu erkennen – aber das ist genau der Punkt, an dem es dann strittig wird.

google ai gesichtserkennung

Google Cloud hat nun eine Celebrity Recognition angekündigt, mit der erstmals eine globale Gesichtserkennung angeboten wird – aber mit sehr strengen Regeln und einem extrem eingeschränkten Personenkreis. Konkret soll es diese Technologie ermöglichen, Promi-Gesichter auf Fotos und Videos zu erkennen und diesen auch einen Namen zuzuordnen. Dafür wurde die Datenbank mit Tausenden lizenzierten Fotos gefüttert und die Gesichter der Stars und Sternchen soweit analysiert, dass sie in den Medien zuverlässig erkannt werden sollen.

Nur für Promi-Gesichter
Google hat schon in der Planungsphase dieses Angebots externe Hilfe hinzugezogen, um nicht zu tief in die Privatsphäre der Menschen einzudringen und hat sich selbst viele Einschränkungen auferlegt. Es sind einzig und allein nur die Promis in der Datenbank gespeichert, die ein öffentliches Leben führen und die vor allem aus den Medien und dem Fernsehen bekannt sind. Sprich, die Promis, die sich nicht hinter dem Vorhang verstecken und quasi ein Leben in der Öffentlichkeit führen. Diese dürften kein Problem damit haben, von einer solch globalen Gesichtserkennung erkannt zu werden.

Haben Sie dann doch ein Problem damit, steht es den Promis frei, bei Google die Löschung des eigenen Profils zu beantragen und somit aus der Datenbank zur Gesichtserkennung zu entfernen. Dafür wird ein eigenes Formular angeboten.



Nur für ausgewählte Medien
Aber nicht nur die Datenbank ist extrem eingeschränkt, sondern auch der Zugriff. Die Technologie soll nur renommierten Unternehmen angeboten werden, die hochwertige Inhalte produzieren und ein solches Feature in ihrem Kerngeschäft benötigen würden. Beispiele wären also große Medienhäuser, die für ihre Berichterstattung sehr schnell die Namen der Promis auf den Bildern benötigen – diese aber nicht allen Redakteuren sofort bekannt sind bzw. auch um Irrtümer auszuschließen.


Vorerst ist es also nur ein Nischen-Produkt mit einer Nischen-Zielgruppe, die für den Endnutzer nicht weiter interessant ist. Dass sich Google selbst für den Start so strenge Regeln auferlegt, ist sehr positiv zu bewerten, aber das heißt ja nicht, dass es dabei bleiben muss. Überwachungsstaaten verfügen bekanntlich längst über globale Gesichtsdatenbanken und können Gesichter recht zuverlässig unter Millionen Menschen zuordnen. Googles Technologie könnte das sicherlich auch, aber man bietet es aus naheliegenden Gründen nicht an.

Eines Tages kann sich das aber ändern und so beginnt man nun mit dem erweiterten Training der Gesichtserkennung, die nicht mehr nur mit einem Menschen (auf dem Smartphone) oder einigen Dutzend Personen (Google Fotos) arbeiten muss, sondern aus Tausenden oder Zehntausenden Menschen die passenden Namen zu den Gesichtern zuordnen muss.

» Ankündigung im Google Cloud-Blog

Siehe auch
» Cameos: Neue Google-App bringt Videobotschaften von Stars & Promis direkt in die Google Websuche


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comment 1 Kommentare zum Thema "Globale Gesichtserkennung: Neues Google-Produkt soll Promi-Gesichter erkennen und zuverläsig zuordnen"

  • Wenn da nur offizielle Bildquellen verwendet werden… dann sind das doch nur „freigegebene“ Bilder der Stars, oder?

    Ich frag mich ob das System dadurch nicht eine Tendenz bekommt das Gesicht eher richtig zu erkennen wenn der Star geschminkt ist.. schließlich werden in solchen Quellen eher wenige Paparazzi-Bilder ungeschminkter Stars zu finden sein. Gerade letztere zu erkennen wäre aber für die Betroffenen vielleicht erst recht interessant – eben um eine Veröffentlchung solcher Bilder zu bekämpfen?

Kommentare sind geschlossen.