Tracking von Kindern: US-Behörde ermittelt gegen YouTube – Auslagerung aller Kindervideos wird überlegt

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Für YouTube kommt es immer dicker: Erst gestern wurden Überlegungen bekannt, Inhalt von und für Kinder zu verbannen und vollständig auf eine eigene Plattform auszulagern – und jetzt ist auch der Grund hinter diesen Überlegungen bekannt. Die US-Handelsaufsicht hat Ermittlungen gegen YouTube aufgenommen, weil die Plattform sehr viele Kinder als Nutzer hat und diese genauso getrackt werden wie Erwachsene – aber das ist längst nicht das einzige Problem.


YouTube hat in der Vergangenheit einige Schritte unternommen, um den Schutz von Kindern zu verbessern und für diese die Videoplattform zu einem sichereren Ort zu machen. So werden Kommentare unter vielen Videos mit Kindern nicht mehr erlaubt, Livestreams sind nur noch durch Aufsicht eines im Bild befindlichen Erwachsenen erlaubt und mit der App YouTube Kids hat man längst ein eigenes Paradies für Kinder geschaffen. Aber das reicht noch längst nicht aus.

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Die US-Handelsaufsicht ermittelt nun gegen YouTube, weil die Videoplattform sehr bewusst auch Kinder trackt, ihnen passende Werbung anzeigt und gleichzeitig auch immer wieder unpassende Videos vorschlägt. Da sehr häufig nicht zu ermitteln ist, ob es sich bei dem Nutzer um ein Kind oder einen Erwachsenen handelt, lässt sich das aber sehr schwer umgehen. Die Videoplattform lässt sich bekanntlich auch ohne Google-Konto nutzen, bei dem das Alter abgefragt wird.

Es gäbe mehrere Auswege aus dieser Situation, aber keiner wäre wirklich zufriedenstellend. Man könnte die Plattform vollständig für Kinder sperren und nur noch Nutzer mit einem Google-Konto das Abspielen von Videos erlauben, eine echte Alterskontrolle einführen oder alternativ einfach alle Videos auslagern. Letztes soll intern bereits diskutiert werden, denn schließlich hat man auch die YouTube Kids-App im Angebot.

Aus finanzieller Sicht wäre das aber keine Lösung, sondern würde eher dafür sorgen, dass sehr viele Inhalte innerhalb kürzester Zeit verschwinden. Mehr dazu lest ihr im folgenden Artikel.

» Probleme nicht im Griff: Alle Video-Inhalte für Kinder sollen zu YouTube Kids ausgelagert werden (Bericht)

» Remastered: Google und Universal restaurieren 1.000 Musikvideos in HD – die ersten sind bereits verfügbar

[heise]


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