Google Maps: Restaurant-Gäste bleiben hungrig – Reservierungen sorgen für einige Probleme

maps 

Google Maps bietet allen Nutzern sehr viele Informationen und auch zahlreiche Fotos zu allen auf der Karte eingetragenen Orten. Zusätzlich gibt es auch noch einige Interaktionsmöglichkeiten, die sogar bis zur Reservierung eines Tisches in Restaurants reichen. Doch bei dieser Funktion sollte man vorsichtig sein, wenn man nicht unbedingt im Stehen essen möchte. Bei einigen Nutzern gab es in den vergangenen Tagen Probleme mit nicht zugestellten Reservierungen.


Restaurants können von Google Maps ganz besonders profitieren, denn sie werden nicht nur besonders hervorgehoben, sondern Nutzern über die neue Match-Funktion sogar empfohlen. Außerdem lassen sich in Maps Speisekarten hinterlegen, Events anlegen, Fotos von Mahlzeiten hochladen und selbst die Links zu den Lieferdiensten sind vorhanden. Einige Restaurants bieten sogar die Tisch-Reservierung an, aber das offenbar nicht ganz freiwillig und somit mit Problemen für den Gast verbunden.

google maps logo blur

Wer in Google Maps ein gutes Restaurant gefunden hat, kann sich in einigen Fällen direkt einen Tisch reservieren und sicherstellen, zum Zeitpunkt der Ankunft auch tatsächlich einen Platz zu bekommen. Das ganze System ist sehr komfortabel und macht es dem Nutzer sehr leicht, diese Aufgabe schnell zu erledigen: Einfach Datum und Uhrzeit eingeben, einen freien Time-Slot auswählen und mit einem weiteren Touch ist der Tisch reserviert. Wenn es denn funktioniert.

In mehreren nun bekannt gewordenen Fällen aus Wien hat das System nicht funktioniert, obwohl die hungrigen Nutzer sogar eine Bestätigung mit zwölfstelliger Nummer für ihre Reservierungen bekommen haben. Im Restaurant gab es dann aber die große Überraschung: Dort wusste man nichts von den Reservierungen und musste viele hungrige Fast-Gäste wieder nach Hause schicken, da in dem sehr beliebten Restaurant eben kein Tisch mehr frei gewesen ist.

Aber nicht nur die Reservierungen kamen nicht an: Die Besitzer des Restaurants wussten nicht einmal, dass über Google Maps Tische für ihre Lokalität reserviert werden können. Die Frage ist nun, wo der Fehler liegt. Und laut aktuellem Stand ist dieser bei Google zu suchen.



Google Maps wickelt diese Reservierungen nicht selbst ab, sondern arbeitet dafür mit lokalen Partnern zusammen, die ihre Dienste auch über Googles Plattform anbieten. Es gibt also vier Beteiligte: Der Nutzer, Google Maps, der Anbieter (in dem Fall HOSPITALITY.digital) sowie das Restaurant. Die Nutzer konnten ihre per E-Mail empfangenen Reservierungen vorweisen, im Restaurant kam die Anfrage niemals an und beim Vermittler schiebt man den schwarzen Peter zu Google. Google selbst hat sich, wie so oft, nicht offiziell dazu geäußert.

Fraglich ist, wie dieser Fehler passieren konnte. Wenn mal eine Reservierung verloren geht – kann passieren – ist das kein Drama. Doch dass Reservierungen überhaupt angeboten werden, wenn das Restaurant das gar nicht möchte, ist schon ein anderes Kaliber. Problematisch ist das vor allem deswegen, weil der verärgerte und hungrige Kunde im Restaurant steht und dem meistens herzlich egal ist, wo der Fehler geschehen ist. Das wiederum führt dann zu negativen Eindrücken und schlechten Bewertungen – Gift für jedes Restaurant.

In dem obigen Twitter-Verlauf ist noch zu lesen, dass Google Maps diese Reservierungsmöglichkeit einfach angeboten hat, ohne dass die Betreiber des Restaurants dies deaktivieren können – es wird einfach als Zusatz-Service verkauft. Kein Wunder also, dass die Reservierungen niemals ankamen, da es wohl keine echte Kontaktadresse gegeben hat. Mittlerweile ist der aktuelle Fall geklärt und es werden Schadensersatzklagen überlegt. Ist natürlich nur ein regionaler Fall, aber vielleicht sollte man sich in nächster Zeit nicht unbedingt auf Google Maps-Reservierungen verlassen und besser direkt im Restaurant anrufen 😉

Siehe auch
» Google Maps: Neue Darstellung der Fotos und überarbeitete Fotokategorien werden ausgerollt

» Google Maps: Fehler im Kartenmaterial sorgen in deutschem Stadtteil für scheinbar unlösbare Probleme

» Google Maps: Streetview zeigt viele schöne Aufnahmen vom Kakadu Nationalpark in Australien

[futurezone]


Keine Google-News mehr verpassen: Abonniere den GoogleWatchBlog-Newsletter
GoogleWatchBlog Newsletter abonnieren


Teile diesen Artikel:

Facebook twitter Pocket Pocket

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.