Fuchsia: Dragonglass, Dugonglass & Flamingo – neue UIs für einen Inkognito-Start des Betriebssystems?

fuchsia 

Erst vor kurzem wurde bekannt, dass Google die bisher bekannte Fuchsia-Oberfläche vollständig zurückgezogen und aus dem Projekt entfernt hat. Stattdessen sollen nun gleich drei verschiedene Oberflächen in Arbeit sein, die wohl auf die verschiedenen Plattformen optimiert sind, auf denen das Betriebssystem ausgeführt werden soll. Dabei erhärtet sich der Verdacht, dass sich Fuchsia wohl tatsächlich „heimlich“ durch die Hintertür verbreiten wird.


Ein Betriebssystem ist sehr viel mehr als nur die Oberfläche, die der Endnutzer zu Gesicht bekommt und täglich interagiert. Dennoch ist das UI natürlich der Teil, mit dem das Produkt identifiziert wird, während die gesamte darunter liegende Struktur nur einen sehr kleinen Bruchteil der Nutzer überhaupt interessiert. Das wird auch bei Fuchsia nicht anders sein, auch wenn die darunter liegenden Komponenten doch einiges anders angehen als gewohnt.

fuchsia android logo

Bei Google befinden sich nach dem Aus von „Armadillo“, das nur als Testoberfläche herhalten musste, nun gleich drei UIs für Fuchsia in Entwicklung: Dragonglass, Dugonglass und Flamingo. Hinter diesen nichtssagenden Projektnamen steckt jeweils ein Produkt, das potenziell zukünftig von vielen Millionen Nutzern verwendet werden könnte. Doch der Codename „Dragonglass“ ist bei Fuchsia nicht zum ersten Mal aufgetaucht, sondern ist in diesem Jahr immer mal wieder aufgetaucht – und zwar im Zusammenhang mit den Smart Displays.

Es hat sich herauskristallisiert, dass „Dragonglass“ die interne Bezeichnung für die Smart Display-Oberfläche ist, ganz egal, welches Betriebssystem darunter liegt. Während die Dritthersteller auf Android Things setzen, kommt bei Googles eigenem Home Hub die Cast-Plattfrm zum Einsatz. Verschiedene Unterbauten für die gleiche Oberfläche. Dass jetzt auch Fuchsia exakt die gleiche Oberfläche bekommt, passt sehr gut ins Bild.

Schon vor einigen Wochen stellte sich heraus, dass der Google Home Hub das erste Fuchsia-Gerät ist und intern bereits damit getestet wurde. Damit ist es der perfekte Kandidat, um Fuchsia per Update auf ein Gerät zu bringen, dass die Nutzer bereits im Einsatz haben – ohne dass sie es merken.



Wenn Google dann im Mai 2019 (meine Prognose) Fuchsia offiziell ankündigt, kann man vielleicht schon sagen, dass es bereits Hunderttausende oder gar Millionen Nutzer hat, die von ihrem Glück gar nichts wissen. Und an dieser Stelle wird es dann interessant, denn es befinden sich ja noch zwei weitere Oberflächen in Entwicklung. Dugonglass oder Flamingo könnten genauso gut eine ziemlich exakte Kopie der Android- oder Chrome OS-Oberfläche sein.

Zwar lässt das Update-System von Android es nicht zu, dass Google einfach mal unbemerkt das Betriebssystem austauscht, aber zumindest bei den hauseigenen Pixel-Smartphones würde ich das nicht zu 100 Prozent ausschließen wollen. Den Android ist tot, hier ist Fuchsia-Moment möchte man aus nachvollziehbaren Gründen vermutlich in jedem Fall umgehen. Was wäre da einfacher, als den Austausch einfach vorzunehmen und es niemandem zu verraten?

Hier ist es wieder interessant, dass während der Pixel 3-Präsentation kein einziges mal das Wort „Android“ gefallen ist. Natürlich läuft Android auf den Smartphones, aber das muss bei den Pixel 4 nicht unbedingt der Fall sein. Vielleicht läuft dort nur Android AUF Fuchsia, was die Googler erst einmal für sich behalten und erst später verkünden werden. Klingt abenteuerlich, ist aber gar nicht so abwegig und würde perfekt zur ähnlichen Dragonglass-Strategie passen. Es bleibt spannend 🙂

[9to5Google]


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comment 2 Kommentare zum Thema "Fuchsia: Dragonglass, Dugonglass & Flamingo – neue UIs für einen Inkognito-Start des Betriebssystems?"

  • Haha, nette Theorie. Aber ich glaube nicht daran.
    Ich gehe davon aus, dass Google mit Fuchsia bzw. mit Google OS signifikante Verbesserung einführt (insbesondere für das derzeitig desaströse Update Problem). Das wird mit Sicherheit nicht heimlich gemacht, sondern von der Marketing Abteilung an die ganz große Glocke gehängt. 2 Jahre Update Garantie? Interessiert keinen mehr weil in Zukunft viel mehr der Standard sein wird.

    Auf der Google IO wird es dann die große Show geben. Was sollen sie dort sonst präsentieren, wenn sie alles heimlich unter der Haube umstellen?

    • Eine Update – Garantie wird es nicht geben. Schon deshalb nicht, weil die fehlenden Updates der einzige Grund sind, auch alle zwei Jahre ein neues Smartphone zu kaufen. Welcher Hersteller sollte ein Interesse daran haben, dass zu verändern? Technisch passiert auf dem Markt seit ein paar Jahren nichts wirklich neues mehr.

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