Google Knowledge Graph: Unternehmen und Personen können jetzt die Kontrolle über den Eintrag übernehmen

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Der Google Knowledge Graph hat sich im Laufe der Jahre zu eine der wichtigsten Informationsquellen in der Google Websuche entwickelt und kann viele Recherchen durch die direkte Darstellung von Informationen stark verkürzen. Jetzt möchte Google den Personen und Organisationen mit einem solchen Eintrag erstmals die Möglichkeit geben, den Auftritt etwas zu überarbeiten bzw. Änderungen oder Erweiterungen vorzuschlagen.


Google verfügte schon seit vielen Jahren über strukturierte Informationen und konnte diese direkt in den Oneboxen über den Suchergebnissen anzeigen. Diese Informationen stammen zu großen Teilen aus der Wikipedia, werden aber auch von einigen offiziellen Organisationen bezogen, die strukturierte Daten anbieten. Diese werden dann in aufbereiteter Form zum Knowledge Graph zusammengestellt und werden von vielen Menschen vermutlich auch als „offizielle“ Informationen wahrgenommen, die aber von Google in endgültiger Form nicht überprüft werden.

google knowledge graph

Der Knowledge Graph hat mittlerweile auch die Rolle als eine Art Profil eingenommen, das aber eben vollautomatisch erstellt wird und der Person oder Organisation dahinter keine Möglichkeit zum Eingriff gibt. In Zukunft soll dieser Bereich nun stärker unter die Kontrolle der Akteure im Hintergrund gestellt werden. Dazu gibt es unter jedem Eintrag nun einen Link, mit dem man sich als Organisation oder Person dahinter registrieren kann. Anschließend kann dann darauf Einfluss genommen werden.

Die Verifizierung erfolgt über verschiedene Wege, die davon abhängig sind, welche Inhalte an dieser Stelle verlinkt sind. Man kann sich über die Search Console, über YouTube oder auch über Google Maps verifizieren. Hat man dies durchlaufen, können Änderungen „vorgeschlagen“ werden, die aber nicht direkt übernommen werden. Alle Informationen werden von Google überprüft und erst nach Bestätigung freigeschaltet. Es eignet sich also nicht als kostenlose neue Werbefläche.

Derzeit können nur die Knowledge Graphp-Einträge übernommen werden, die bereits vorhanden sind. Für Personen und Organisationen die noch keinen Eintrag haben, bleibt vorerst weiter das Warten darauf, dass die Funktion ausgebaut wird oder sich durch steigende Popularität ein solches Infoportal von selbst anlegt.



Geändert werden können die Fakten, das Vorschaubild und einige weitere Informationen. Nicht angetastet werden können der Wikipedia-Auszug, der Untertitel, weitere Bilder sowie die Verknüpfungen mit anderen Personen und Organisationen. Die Endkontrolle und die meisten Inhalte verbleiben also bei Google, aber immerhin ist es ein erster Schritt hin zu mehr Kontrolle. Die Google Maps haben vor vielen Jahren ähnlich begonnen und mittlerweile haben die meisten Unternehmen die Kontrolle über ihre eigenen Einträge übernommen.

Google hatte die Eingriffe in den Knowledge Graph in der Vergangenheit bereits getestet und etwa Politikern die Möglichkeit gegeben, dort Botschaften zu verbreiten. Die Verifizierung erfolgt im Rahmen des Programms Posts on Google, das in Zukunft noch mehr Eingriffe in die Websuche erlauben soll. Wird noch ein spannendes Thema werden.

» Ankündigung im Google-Blog
» Support: Identität auf Google bestätigen

Siehe auch
» Tipp: Neue Chrome-Extension bringt die Encylopedia Britannica in den Google Knowledge Graph
» Wegen Knowledge Graph: Wikipedia verlor 550 Millionen Google-Besucher in nur sechs Monaten


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