Agoraphobic Traveller: Britin bereist die Welt mit Google Streetview und veröffentlicht Urlaubsfotos

streetview 

Schon seit über 10 Jahren sind Googles Streetview-Fahrzeuge auf den Straßen dieser Welt unterwegs und schießen Fotos von unzähligen Städten und Ländern, die wir Nutzer uns bequem von zu Hause aus ansehen können. Für eine Britin ist Streetview allerdings mehr als nur ein Zeitvertreib, denn es stellt für sie die einzige Möglichkeit da, die Welt zu entdecken. Und diese virtuellen Reisen teilt sie erfolgreich auf Instagram.


Google Streetview ist eine sehr gute Möglichkeit um sich ferne Orte etwas näher anzusehen, eine Ahnung von der Umgebung zu bekommen oder Aufenthalte im Urlaub zu planen. Mittlerweile ist Streetview für viele Nutzer so selbstverständlich geworden wie die Satellitenfotos in den Google Maps – aber natürlich hat nicht jeder die Zeit, stundenlang durch die Straßenzüge zu streifen und sich die Umgebung nur virtuell anzusehen.

streetview instagram

Die Britin Jacqui Kenny leidet an Agoraphobie, also Platzangst, und hat keine Möglichkeit, selbst die Welt zu bereisen. Flugzeuge und Züge kann sie nicht besteigen und so bleibt ihr natürlich auch die große weite Welt verschlossen. Die Krankheit hat sich langsam entwickelt und ist dann vor 8 Jahren endgültig diagnostiziert worden. In London hat sie dann aufgrund der Menschenmassen vielleicht nicht den perfekten Wohnort, aber sie verlässt das Haus ohnehin nur wenn es unbedingt nötig ist.

Da sie aber trotzdem die Welt entdecken möchte, hat sie vor einigen Jahren erstmals Google Streetview und dessen Möglichkeiten für sich entdeckt. Jeden Tag sucht sie sich ein neues Ziel aus, und bereist dann stundenlang virtuell die Straßen und Orte und schaut sich in der Umgebung um. Meist fokussiert sie sich dabei aber nicht auf große Städte, sondern eher auf kleine Orte, Wüstenstädte und große verlassene Landschaften – also eigentlich genau das, was laut ihrer Psyche ein sehr guter Ort für sie wäre.

Diese „Reisen“ teilt sie auf Instagram und hat dort mittlerweile fast 50.000 Follower, die die Fotos ebenfalls lieben. Interessant ist es, dass die Motive tatsächlich NICHT bearbeitet sind und rein aus Screenshots von Streetview bestehen. Ist tatsächlich eine beeindruckende Sammlung, schaut sie euch mal an 😉

Kenny dürfte dann wohl auch von Googles KI zur Verbesserung von Fotos profitieren, denn dadurch wirken selbst im vorbeifahren aufgenommene Fotos wie lange Zeit vorbereitete und bearbeitete Motive.

Streetview Portraits bei Instagram/

[Spiegel Online]


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