Pull-to-Refresh: Vom Smartphone bekannte Geste kommt in die Desktop-Version von Google Chrome

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Im Laufe der Zeit haben sich auf den Smartphones und Tablets einige Gesten etabliert, mit denen die Apps und Oberflächen schneller und auch komfortabler bedient werden können. Obwohl auch auf dem Desktop mittlerweile immer mehr Touchscreens zu finden sind, gibt es dort allerdings kaum Gesten. Google möchte das nun ändern und arbeitet an einer ersten Geste für den Chrome-Browser, mit dem eine Seite schnell neu geladen werden kann.


Die zwei wohl bekanntesten Gesten auf dem Smartphone sind wohl „Pinch-to-Zoom“ und „Pull-to-Refresh“: Erstes beschreibt nichts weiter als das auseinanderziehen von zwei Fingern auf dem Display um den dazwischen liegenden Bereich zu zoomen. Zweites findet sich eher in Apps mit aktuellen Daten oder auch im Browser und erlaubt das aktualisieren des Inhalts durch das bis über den Rand hinaus nach oben scrollen. Letztes wird nun bald Einzug auf dem Desktop halten.

pull down to refresh

In einem Chromium-Commit ist jetzt ein Hinweis darauf aufgetaucht, dass das Pull-to-Refresh schon sehr bald auch in die Desktop-Version des Browsers kommt. Damit könnte man dann auch auf dem Laptop oder am Desktop-PC bis über den Rand hinaus scrollen und so die aktuell angezeigte Webseite aktualisieren. Da praktisch kaum noch ein Laptop heutzutage ohne Touchscreen ausgeliefert wird, ist das zumindest aus Gründen der Kompatibilität kein großes Problem.

Ehrlicherweise muss man aber wohl sagen, dass nur die wenigsten Nutzer den Touchscreen ihres Laptops nutzen (zumindest geht es mir so). Aber natürlich kann man das ganze ja auch ohne Touchscreen bewerkstelligen, in dem man einfach nur bis über den oberen Rand hinaus scrollt und so den Reload auslöst. Das ist am Anfang vielleicht gewöhnungsbedürftig, aber es geht in den meisten Fällen sicherlich schneller als das erreichen des entsprechenden Buttons in der Menüleiste des Browsers oder das Drücken von F5 auf der Tastatur.

Eine genaue Umsetzung und ein Zeitplan ist derzeit noch nicht bekannt, aber ich gehe davon aus dass man auch die Scrollmethode unterstützen wird, um die Funktion auch halbwegs intuitiv auf den Desktop zu schleifen.



Natürlich macht dieses Feature vor allem auch bei den Convertibles Sinn, die sich einfach durch das Drehen des Displays oder Abnehmen der Tastatur in ein Tablet verwandeln – wodurch man als Nutzer im Kopf dann direkt auf die mobilen Gewohnheiten umschaltet. Wirklich Touch-freundlich ist der Chrome-Browser trotz einiger Anstrengungen seitens Google bis heute nicht geworden, aber das muss er auch gar nicht sein. Die Unterstützung solcher Gesten reichen für einen ersten Schritt schon einmal aus.

Mittlerweile haben sich die Gewohnheiten der Nutzer stark verändert und sind häufig auf die Nutzung eines mobilen Betriebssystems ausgelegt. Während ich persönlich die Möglichkeiten und Oberflächen am Smartphone vor einigen Jahren noch gewöhnungsbedürftig fand, fehlen mir solche Dinge wie Pull-to-Refresh oder einfach auch ein schneller Teilen-Dialog am Desktop mittlerweile mehr als dass ich Desktop-Features am Smartphone vermisse. So schnell können sich die Zeiten ändern.

Und wenn sich jetzt noch Microsoft dazu entschließen würde, ein Pinch-to-Zoom vernünfig in Windows zu unterstützen, dann wären schon die ersten Usability-Probleme zwischen den beiden Plattformen, die man ja gerne zusammenführen würde, gelöst 🙂

[9to5Google]


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