AIY Projects: Google stellt neues Open-Source Hardware-Kit für den Google Assistant & Android Things vor

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Vor wenigen Tagen hat Google das Assistant SDK veröffentlicht und möchte es mit dieser API ermöglichen, den Google Assistant auch auf viele weitere Geräte und Plattformen außerhalb des Smartphones zu bringen. Um die Bastler und Entwickler dabei möglichst gut zu unterstützen wurden nun die AIY Projects vorgestellt, mit denen ein solches Gerät sehr einfach und günstig selbst gebastelt werde kann – aus einem Pappkarton.


Mit dem Assistant SDK ist es sehr leicht eine eigene Anwendung auf Basis des Assistenten zu schreiben: Die API übernimmt praktisch die komplette Arbeit und liefert alles von der Spracherkennung über die Verarbeitung bis hin zur fertigen Antwort als Audio-Datei mit. Mit den Actions on Google lassen sich die Fähigkeiten des Assistenten erweitern, so dass er auch den eigenen Bedürfnissen entspricht. Aber auch in punkto Hardware hat Google eine einfache Lösung gefunden.

aiy projects

Mit den neuen AIY Projects (Die Abkürzung dürfte für Artificial Intelligence Yourself stehen) hat Google nun eine einfache Lösung vorgestellt, um selbst in der Entwicklung aktiv zu werden und ein Stückchen Hardware in der Hand zu haben um eigene Projekte darauf zu entwickeln. Dabei handelt es sich in erster Linie um eine Reihe von Komponenten zur Erweiterung eines Raspberry Pi, der die Grundvoraussetzung bildet. Oben drauf kommt das Herzstück Voice Hardware Accessory on Top (HAT) und der Rest besteht dann nur noch aus Komponenten wie einem Mikrofon, einem Lautsprecher und auch einem Schalter.

aiy projects screenshot

Interessant ist aber wie die ganze Hardware an Ort und Stelle gehalten und in ein fertiges „Gerät“ verwandelt wird: Dazu setzt Google wieder auf den guten alten Pappkarton, der einfach zusammengefaltet wird und eine Reihe von Aussparungen für die Anschlüsse und die Befestigung der einzelnen Komponenten bietet. Nach etwa eineinhalb Stunden Arbeit sind alle Komponenten verbaut und das erste AIY Voice ist fertig und bereit zum Start. Anschließend geht es zur Einrichtung der Software und schon kann es losgehen.



Theoretisch hat man sich durch dieses Kit dann einen eigenen Google Home gebaut und kann mit diesem herum-experimentieren, weitere Komponenten anschließen und einfach das Bastlerherz höher schlagen lassen. Auf der Software-Seite kommt Android Things zum Einsatz, das genau für solche Zwecke konzipiert wurde und sich bisher noch in der Developer Preview befindet. So langsam aber sicher setzen sich aber die einzelnen Puzzleteilchen zusammen, und Google kann mit diesem Kit nun sicherlich die ersten Entwickler für die neue Plattform gewinnen.

Dass man wieder auf einen Pappkarton setzt, so wie schon beim Cardboard ist natürlich eine geniale Idee, denn für die Entwicklung braucht es keine teure Hardware oder einen schönen Designer-Rahmen rund um die einzelnen Komponenten. Vorerst wird es das Kit aber nicht zu kaufen geben, sondern wird lediglich an ausgewählte Tester verteilt und liegt der nächsten Ausgabe des hierzulande nicht erhältlichen Magazins MagPi bei.

Voice dürfte dabei nur das erste Projekt sein, und wir dürfen gespannt sein welche Geräte und als nächstes erwarten.

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[9to5Google]


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