Similar Items: Googles Bildersuche zeigt jetzt Werbeanzeigen für ähnliche Produkte

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Über mehr als ein Jahrzehnt hat sich Google in der Bildersuche darauf konzentriert, die Suchergebnisse möglichst immer weiter zu verbessern und die Anfrage des Nutzers besser zu verstehen. Als eines der wenigen Suchtypen war die Bildersuche bisher stets werbefrei, aber das ändert sich nun langsam aber sicher. Ab sofort zeigt die mobile Bildersuche nun Werbung für ähnliche Produkte an, die auf den Bildern der Ergebnisse gefunden werden.


Googles Algorithmen sind sehr gut darin, Inhalte in Bildern zu erkennen und können nicht nur Personen sondern auch Orte, Gegenstände und auch Marken erkennen. Bisher nutzt man diese Fähigkeiten nur zur Sortierung nach Kategorien in der Photos-App und um die besten Ergebnisse für die Bildersuche herauszusuchen. Jetzt kommen diese Algorithmen auch zur Einblendung von passenden Werbeanzeigen zum Einsatz.

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Die neue Funktion nennt sich im englischen „similiar items“ und tut genau das, was man von ihr erwartet. In der Detailansicht eines Bildes gibt es Werbeanzeigen für Produkte die ungefähr dem entsprechen, was auf dem einzelnen Bild zu sehen ist. So werden unter dem Bild des sitzenden Mannes Produkte wie ein optisch sehr ähnliche Sonnenbrille oder auch die Schuhe angezeigt. Direkt in der Anzeige befindet sich noch der Produktname und ein Preis sowie die Angabe des Onlineshops. Mit einem Klick gelangt man direkt in den Onlineshop.

Diese neue Anzeige findet sich noch vor der Anzeige der optisch ähnlichen Bilder und kann dem Nutzer möglicherweise auch weiter helfen, um neue Looks zu finden. Zur Zeit funktioniert das vor allem für den Bereich Mode, aber ist natürlich auch in allen anderen Branchen denkbar. Ich persönlich habe es noch nicht geschafft eine solche Anzeige zu sehen, und das obwohl diese gleich global für alle mobilen Anfragen ausgerollt wird.

Right now, Similar items is available on mobile browsers and the Android Google Search App globally, and we plan to expand to more platforms in 2017



Interessanterweise bezeichnet Google diese neue Funktion nicht als Werbung, sondern eher als Feature. Das ist zwar Ansichtssache, aber da hier Nutzer an Onlineshops vermittelt werden und Google mit jedem Klick Geld verdient, kann man es wohl sehr eindeutig als Werbung bezeichnen. Den gleichen „Fehler“ hat man erst vor wenigen Wochen mit einem Werbespot in Google Home gemacht, und diesen ebenfalls nicht als Werbung bezeichnet.

Schon vor etwa einem Jahr hat Google damit begonnen die Bildersuche zu monetarisieren und Product Listing Ads direkt über den Suchergebnissen anzuzeigen. Diese sind zwar noch äußerst selten, werden aber auch nur sehr langsam ausgerollt und nur für wenige Branchen angezeigt. Solche Anzeigen machen sicherlich sehr viel mehr Sinn als klassische Bannerwerbung, aber Google sollte nicht den Fehler machen, dies als „Feature“ statt als „Werbung“ zu bezeichnen.

» Ankündigung im Google Webmasters Blog



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