Project Tango: Googles Technologie macht Ausstellungsstücke im Museum interaktiv

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Über drei Jahre nach dem Start des Project Tango scheint die Technologie endlich Reif für den Einsatz zu sein. In diesem Jahr möchte man die Entwicklung von Tango-Apps, die die Möglichkeiten der neuen Technologie ausnutzen, tatkräftig unterstützen und auch promoten. Nun zeigt man eines der ersten Anwendungsgebiete, in denen Tango tatsächlich im Alltag zum Einsatz kommt und sehr sinnvoll ist: Im Museum.


Mit dem Lenovo Phab 2 Pro und dem ASUS Zenfone AR stehen mittlerweile schon zwei Geräte für die breite Masse zur Verfügung, die über die nötige Anzahl von Sensoren und Kameras verfügen um Googles Zertifizierung als offizielles Tango-Smartphone bzw. -Tablet zu bekommen. Doch ohne der nötigen App-Auswahl und den Anwendungsmöglichkeiten im Alltag, bringen natürlich die besten Geräte nichts.

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Um einen Alltags-tauglichen Einblick in die Möglichkeiten von Tango zu geben, hat sich Google nun mit dem Detroit Institute of Arts zusammen getan und hat einige Ausstellungsstücke digitalisiert. Besucher können sich am Eingang des Museums ein Lenovo Phab-Smartphone geben lassen und dieses dann auf ausgewählte ausgestellte Stücke halten. Wie in den Animationen zu sehen, kann man so etwa in das Innere des Sarkophargs blicken, in dem einfach nur das Smartphone darüber gehalten und entlang geführt wird.

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Als weiteres Beispiel zeigt man ausgestellte Wandstücke, auf denen die bunte Bemalung und das Relief auf dem Display wieder deutlicher zum Vorschein kommt, so dass man sich sehr gut bildlich vorstellen kann, wie es einmal ausgesehen hat. Um noch etwas mehr Interaktion herein zu bringen, kann man mit einzelnen Dingen wie Schriftrollen auch interagieren und diese direkt auf dem Bildschirm ausrollen um die Inschriften lesen zu können.



Nun sieht das ganze auf den ersten Blick nicht besonders spektakulär aus, aber man muss bedenken dass es sich nicht um irgendwelche Live-Filter handelt oder Codes eingescannt werden müssen, sondern dass man das Smartphone einfach frei durch den Raum bewegen kann. Durch die vielen Sensoren und Kameras weiß das Gerät jederzeit ganz genau wo es sich gerade befindet und kann die entsprechenden Animationen abspielen bzw. das Bild verändern.

Das ist nun natürlich nur ein Anwendungsbeispiel von vielen, aber diese geben erst einmal die Richtung für zukünftige Entwicklungen vor. So wären solche Anwendungen und die entsprechende Hardware auch in vielen Geschäften denkbar. Außerdem macht man ganz nebenbei einen großen Schritt in Richtung Augmented Reality, denn um nichts anderes handelt es sich bei diesen Einsatzzwecken.

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