Sundar Pichai: Google Chromecast bald auch in „vielen weiteren Ländern“ erhältlich

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Im Juli letzten Jahres hat Google den TV-Stick Chromecast vorgestellt, mit dem sich Inhalte von einem Laptop oder mobilen Gerät in sekundenschnelle auf jedes TV-Gerät streamen lassen. Bisher wurde dieser Stick offiziell nur in den USA verkauft, soll aber nach Aussagen von Sundar Pichai schon in den nächsten Wochen in vielen weiteren Ländern erhältlich sein – sehr wahrscheinlich auch in Deutschland.


Die Funktionsweise des Chromecast ist genau so einfach wie genial: Der Stick wird einfach in den HDMI-Eingang des Fernsehers gesteckt und mit einem kurzen Kabel mit dem daneben liegenden USB-Ausgang des Fernsehers verbunden. Anschließend wird der Stick auf dem TV wie ein normales Mediengerät behandelt und genau so bedient. Der Stick loggt sich in das WLAN-Netzwerk ein und ist anschließend zum Streaming für andere Geräte bereit.

Google Chromecast

Wurde der Chromecast erfolgreich im hauseigenen WLAN-Netzwerk eingebucht, können andere Geräte ihre Inhalte auf den Stick, und damit auf den Fernseher, senden. Dazu gibt es unter anderem eine App für Google Chrome, die z.B. das gesamte Browser-Fenster oder YouTube auf den Stick streamt. Auf einem Android-Smartphone wird Chromecast von einigen Apps mittlerweile schon nativ unterstützt, so dass der bekannte Streaming-Button sofort zur Verfügung steht.

Die Auswahl der unterstützten Apps wird in den nächsten Wochen noch signifikant anwachsen, da Google erst Anfang Februar das Chromecast SDK geöffnet und für alle Entwickler zur Verfügung gestellt hat. Dank einiger Standards, die Google gleichzeitig mit dem SDK veröffentlicht hat, wird auch hier die Bedienung genau so einfach sein wie bei den bekannten Apps YouTube, Netflix & Co. Zum weltweiten Start dürften dann einige weitere Angebote bereit sein.


Auf der SXSW hat Android- und Chrome-Chef Sundar Pichai nun verkündet, dass der Stick in den nächsten Wochen in vielen Ländern erhältlich sein wird – wobei Deutschland im Normalfall auch zu „viele Länder“ gezählt wird. Einem offiziellen Start hierzulande steht also nichts im Wege, da die Inhalte nur von einem Endgerät aufs andere gestreamt werden sind auch keine Probleme mit der GEMA oder anderen Behörden zu erwarten die einen Marktstart verzögern könnten.

Der Chromecast erfreute sich von Anfang an sehr großer Beliebtheit und war damals nach der Vorstellung bereits nach wenigen Stunden restlos ausverkauft und erst Wochen später wieder normal erhältlich. In Deutschland war der Stick nur kurzzeitig bei amazon erhältlich, ist aber auch hier derzeit nicht mehr zu haben. Da amazon offensichtlich noch nichts von einer neuen Lieferung weiß, wäre es auch möglich dass Google in den nächsten Wochen eine verbesserte Version auf den Markt bringen wird.

[9to5Google]



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comment ommentare zur “Sundar Pichai: Google Chromecast bald auch in „vielen weiteren Ländern“ erhältlich

  • Genau so hatte ich das am Samsung TV mit einem RaspberryPI gemacht. Mit der Folge, dass der TV zwischendurch immer mal wieder an war: Der Fernseher „wacht auf“ für Updates oder Indizierungen, powert dabei auch die USB-Schnittstelle, dadurch startet der PI, der meldet per HDMI: „Schalt auf meinen Kanal“, was worauf der TV scheinbar auch im Halbschlaf reagiert und schwupps ist das Bild da und der Fernseher richtig an… :/

  • „…da die Inhalte nur von einem Endgerät aufs andere gestreamt werden…“
    Immer wieder der gleiche Fehler. Genau das stimmt bei Chromecast eben gerade nicht. Es findet kein Streaming vom Androiden statt, sondern der Stick wird angewiesen, welche Quellen er aus dem Netz (!) wiedergeben soll. Medien, die nur auf dem Smartphone gespeicherter sind, lassen sich daher nicht wiedergeben.

    • Da hast du natürlich Recht, aber es ist doch vollkommen egal ob es nun von der Quelle auf das Smartphone/Tablet/Laptop oder auf den Stick gestreamt wird.
      Wenn man also Smartphones/Tablets/Laptops verkaufen darf, darf man auch einen Chromecast verkaufen.

      • Sorry Jens, aber Deine Aussage bezüglich des Streamings ist und bleibt völlig falsch und unterstützt ein verbreitetes Missverständnis bzgl. der Funktion des Chromecast.

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