mod_spdy für Apache Server veröffentlicht

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Google hat ein Modul für Apache Server veröffentlicht, mit dem man den Support für Googles Protokoll SPDY – ausgesprochen „SPeeDY“ – auf seinem Server nachrüsten kann. SPDY bietet gegenüber von HTTP 1.0/1.1 einige Vorteile und ist komplett verschlüsselt. 

Mit mod_spdy kann man den Support recht einfach nachinstallieren. Google bietet vorgefertigte Debian und RPM Packages an. Das Modul greift nur die Verbindungen auf, die über HTTPS erfolgen. Unverschlüsselte HTTP-Verbindungen werden nach wie vor direkt übertragen.

SPDY wird nicht nur von Chrome unterstützt, sondern auch auf Android und in den neusten Firefox-Versionen. Vorteile von SPDY ist etwa:

  • HTTP-Headers können komprimiert werden und sparen so einige Bytes ein.
  • Pro TCP Verbindung können beliebig viele Ressourcen übertragen werden, was wiederum Netzverbindungen einspart.
  • Browser können alle Ressourcen auf einmal anfordern, was dazu führt, dass er sich Network Round-Trips sparen kann.

Den Quelltext des Modulshat Google veröffentlicht und stellt ihn unter der Lizenz Apache License 2.0 zur Verfügung. SPDY kann die Ladedauer einer Webseite um bis zu 50% verkürzen, was aber auch heißt, dass eine Webseite doppelt so schnell lädt.

Als Systemvoraussetzung ist mindestes Apache 2.2 nötig. Außerdem muss auf dem Server das mod_ssl installiert sein.

Das ist übrigens nicht das erste Modul für Apache, welches Google als Open Source zur Verfügung stellt. Ein weiteres ist mod_pagespeed. Dieses übernimmt die serverseitige Optimierung von CSS, JavaScript, HTML, HTTP-Headers für Cachen usw.

Weitere Details dazu gibt es in der Ankündigung auf Googles Developer Blog.

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