Street View: Vorerst nicht in Schleswig-Holstein

Street View

Am Wochenenden wurde berichtet, dass einige Gemeinden in Schleswig-Holstein die Street View Autos verbieten lassen wollen. Unter Berufung auf die Straßenverkehrsordnung wolle man den Street View Autos, die Nutzung der Straßen untersagen. Wie nun Google per Brief den Datenschützer in Kiel mitteilte, werde es vorerst keine Street View in Schleswig Holstein geben wird.

Der Kieler Datenschützer hatte Google Deutschland per Brief dazu aufgefordert, „künftig eine Datenerhebung in Schleswig-Holstein zu unterlassen“ und keine Street-View-Bilder des Landes im Internet zu veröffentlichen.

Google Deutschland sah sich nicht zuständig und nun teilte Google aus Mountain View mit: „Für dieses Jahr steht bereits definitiv fest, dass Aufnahmen in Schleswig-Holstein nicht stattfinden werden.“ Allerdings stellte Google gleichzeitig dar, dass „die Erstellung der Aufnahmen von Straßenzügen für eine Straßenansicht in Deutschland“ rechtmäßig sei.

Thilo Weichert, Datenschützer von Schleswig-Holstein, zeigte sich erfreut und stellte abermals dar, dass Google sich an die Bundesdatenschutzgesetz in ganz Deutschland beachten muss.
Heute sprach Weichert vor Innen- und Rechtsausschuss des schleswig-holsteinischen Landtags über Streetview. Dort stellt er die rechtliche Bewertung dar. Demnach verstößt Google Streetview, wegen der Erfassung von Wohnungen und Grundstücken zum Zweck der Internetveröffentlichung, gegen das Bundesdatenschutzgesetz: „Hierdurch erhält der Betrachter eine optische Vorstellung über die Art und Natur der Bebauung, die äußere Gestaltung von Haus, Wohnung und Garten mit Rückschlussmöglichkeit auf Ausstattung, wirtschaftlichen Wert, Zugänglichkeit, Diebstahlmöglichkeit und vieles mehr.“

Tillo Guber, Fachanwalt für Verwaltungsrecht, sagte dem Stern, dass die Rechtslage unklar sei. Es gebe derzeit kein Gesetz, dass die Google Praktiken untersagt, auch ist nicht festgelegt, ob der Kamerawagen eine Sondergenehmigung brauche. Laut seiner Aussage, könnte Google sogar klagen, wenn man ihnen das Benutzen von öffentlichen Straßen verbieten würde, das Benutzen von Straßen und Wegen zur Fortbewegung und Kommunikation erlaubnisfrei sei und keine Sondernutzung darstelle.

Guber teile aber Googles Rechtsansicht nicht: „Wenn Google meint, man sehe auf den Aufnahmen nicht mehr als jeder Fußgänger“, ist das nicht überzeugend, da es einen „Unterschied zwischen bloßem Zurkenntnisnehmen im Vorbeigehen und dauerhaftem Speichern und Abbilden“ gebe.

[Golem]

Daraus könnte man ablesen, dass Google Street View noch 2008 starten könnte, allerdings ohne Schleswig-Holstein. Anderseits könnte Google auch noch warten, bis die Rechtslage endgültig geklärt ist oder man sich mit allen Datenschützern geeinigt hat.

PS: Thilo Weichert hat auch schon Google Analytics als datenschutzfeindlich bewertet.

Teile diesen Artikel:

comment ommentare zur “Street View: Vorerst nicht in Schleswig-Holstein

  • Richtig so… wenn, dann muss man einzeln ZUSTIMMEN, aber nicht davon ausgehen, dass jeder damit einverstanden ist.

  • was Analytics betrifft… teile ich Weicherts Meinung. Keiner weiss wirklich was mit den Daten passiert und wie weit sie weiterverkauft werden… wer GA einsetzt (als Firma!), ist nicht sehr seriös, da man den eigenen Kunden nicht mal mitteilen kann was überhaupt gespeichert wird.

    Am besten sind die ganz winzigen Hinweise in den Datenschutzbestimmen der Unternehmen…

    „… wir setzen GA ein. Bitte sehen Sie von Anfragen ab, da wir keinerlei Möglichkeit haben Daten zu löschen… “

    PROFESSIONELL!

  • Durch die „Berner Übereinkunft zum Schutz von Werken der Literatur und Kunst“ existiert in Deutschland eine sogenannte Panoramafreiheit (siehe hierzu:

    Zitat:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Panoramafreiheit

    ). Darauf kann sich Google grundsätzlich berufen. Darum muss Google grundsätzlich auch keine Sondergenehmigung o.ä. anfordern. Jedoch könnten trotzdem Probleme mit Persönlichkeitsrechten (also Datenschutzprobleme) wie oben beschrieben entstehen. Im stern-Interview wird aber auch erwähnt, dass dies nur dann eintritt wenn personenbezogene Daten zu sehen sind und nicht nur sachbezogene, wie etwa Gebäude, Gärten usw. Google sollte also argumentieren, dass das Unkenntlichmachen von Personen und KFZ-Kennzeichen ausreichend für den Schutz personenbezogener Daten sein sollte.

  • > da man den eigenen Kunden nicht mal mitteilen
    > kann was überhaupt gespeichert wird.

    Klar kann man das. Ist doch in GA enthalten.
    Nicht gespeichert in GA wird bspw. die IP.

    Wohl wird diese aber, was von des DS als kritisch gesehen wird, an Google übertragen.
    Wäre dies, die Übertragung der IP an Dritte, illegal so haben wir in Deutschland ein echtes Internetproblem.

    Mehr auch hier:
    http://www.werning.com/blog/2008/07/das-problem-datenschutzer-prufen-die-rechtmasigkeit-von-google-analytics/

    Zu Streetview:
    Warum wird nur google belangt?
    http://maps.live.de/LiveSearch.LocalLive in der „Vogelperspektive“ kann man bis in den Garten schauen…

    Grüße
    Thomas

  • aber sich hinterher ärgern wenn man mit seinem geschäft nicht in google maps oder earth bzw street view vetreten ist.

    es hat einfach mehr vorteile als nachteile.

    langsam schäme ich mich bürger eines so rückständigen staates zu sein.

    ginge es nach so leuten wie dem Kieler Datenschützer
    würden wir heute noch in höhlen hausen und uns gegenseitig die läuse aus dem pelz kratzen.

  • @Horst: Ich bin volkommen deiner Meinung.
    Aber so ist halt Deutschland…
    U.a. diese Allgemeine Pingelichkeit und Bürokratie ist der Grund, warum ich dieses Land „verabscheue“ (hart ausgedrückt).

  • @Michael: oh wie recht du hast, wäre ich nicht schon 50 zig, hätte ich diesem land schon lange den rücken gekehrt…gerade uns kleinen freiberuflern wird das leben ganz schön schwer gemacht.

    ich denke doch das wir alle alt genug sind um zu entscheiden was wir wollen und was wir nicht wollen

    ICH BRAUCHE KEINEN Kieler Datenschützer !!!!

  • @thomas
    Warum nur google belangt wird? Ganz einfach. Früher hat man gerne über Microsoft gelästet, heute wissen wir, das das Betriebsystem täglich nach Hause telefoniert. Je erfolgreicher ein Unternehmen, desto mehr Neider.
    Ich darf mir also via google maps oder earth den hinteren, meist mit Hecken oder Zäunen abgegrenzten Garten ansehen,aber den Vordereingang via Streetview nicht.
    Ich denke, die Tourismusbranche, den Immobilienmarkt u.s.w. von anderen Bundesländern wird es freuen, das Schleswigholstein nicht will.

  • @US38259P5089, ich finde es erschreckend welche Züge die aufgehetzte öffentliche Reaktion z.B. in Schleswig-Holstein angenommen hat.
    Erschreckend, aber nicht überraschend. Deshalb will ich auf keinen Fall dazu beitragen daß der durchschnittsdeutsche Dummnörgler zu früh davon Wind bekommt (Extras, fällt seit April niemandem auf). Verstehste?

  • Es ist interessant, dass beim Einsatz neuer Techniken die einen nur die Vorteile sehen wollen und die anderen nur die Nachteile. Woran liegt das nur? Ist es allein die Persönlichkeit? Ist es entscheidend, wie gut man das Medium nutzen und damit einschätzen kann? Oder liegt es an unterschiedlichen Interessenlagen? Ich nehme an, dass die meisten Befürworter beim GWB keine Hausbesitzer sind. Auch vermute ich, dass die meisten Hausbesitzer (noch) keine intensiven Internetnutzer sind.

  • ich bin mir ziemlich sicher das street view auch füt rettungsdienste interessant werden könnte, oder für feuerwehren, es ist doch nicht schlecht wenn ich vorher weiß wie es da aussieht wo ich hinfahre.

  • @US38259P5089, ich meine Deine Beobachtung bezüglich eines Apparats, den Du korrekt identifiziert hast. Ich glaube bevor man dem aufgehetzten Durchschnittsbürger die Harmlosigkeit der Technik klarmacht, werden die den Autos mit Fackeln und Mistgabeln hinterherrennen.

    Ich hab das Thema deswegen seit April lieber erstmal für mich behalten. Geschichten wie Schleswig-Holstein und die Kommentare in verschiedenen Foren bestätigen mich darin, lieber noch etwas zu warten bis die Streetview-Aufnahmen wenigstens für dieses Jahr fertig sind.

  • @thomas

    >> da man den eigenen Kunden nicht mal mitteilen
    >> kann was überhaupt gespeichert wird.

    >Klar kann man das. Ist doch in GA enthalten.
    >Nicht gespeichert in GA wird bspw. die IP.

    Die IP wird nicht gespeichert… wie erkennt GA denn die Kunden wieder, wenn Cookies deaktiviert sind?

    Nur mal so am Rande… das was der Nutzer bei GA zu sehen bekommt, ist nur 1% der Daten, die Google freigibt… womit soll Google denn bitte arbeiten und Geld verdienen, würden alle Daten kostenfrei freigegeben werden?

  • Navtec hat schon vor über 5 Jahren Routenplaner rausgebracht die Fotos von Straßen in Köln in ihren Planungen einsetzen. Streetview für Deutschland ist also ein ganz alter Hut…
    Fiel mir gerade mal eben so ein das ich da mal ne CD hatte auf der die Straßen in Köln, Bonn, Berlin usw. abfotografiert waren. Ähnlich wie Streetview.
    Gabs also schonmal…

  • Was für eine peinlich Provinzposse. Es herrscht in Deutschland Panoramafreiheit (siehe kommentar oben). Ich bin kein Jurist, aber so wie ich es verstehe kann jeder alles fotografieren, was er so sieht.

    Das spannende an dem Thema ist doch nicht das Aufnehmen der Fotos, sondern die Verknüpfung mit Geokoordinaten und Adressdaten. Wenn überhaupt, dann ist allerhöchstens letzteres bedenklich: Dass es einfach wird, zu einer Adresse das passende Foto zu finden.
    Nur darum dreht sich der Konflikt, es geht nicht um die Fotos an sich.

  • @Christian Stricker

    Nein, die Panoramafreiheit ist ein Schranke des Urheberrechts. Das heißt, die Panoramafreiheit erlaubt, fremde, urheberrechtlich geschützte Werke im Rahmen eines Fotos zu vervielfältigen. Mehr erlaubt die Panoramafreiheit nicht.

    Hier geht es aber um Probleme mit dem Datenschutz, mit dem Recht am eigenen Bild und insbesondere mit einer straßenverkehrsrechtlichen Sondernutzungserlaubnis. Das sind Themenfelder, in denen Google eine Einwilligung der Betroffenen, eine behördliche Erlaubnis und ähnliches braucht – das hat mit der Panoramafreiheit gar nichts zu tun.

    Die Love Parade zum Beispiel braucht natürlich eine Sondernutzungserlaubnis, um im Straßenverkehrsraum stattzufinden. Nur weil im Rahmen der Love Parade vielleicht fotografiert werden darf, heißt das also natürlich nicht, dass die gesamte Veranstaltung erlaubt ist. So ist es auch mit Street View: Nur weil Google grundsätzlich auf den Straßen fotografieren darf, heißt das nicht, dass sie systematisch die Straßen zur Erfassung abfahren dürfen. Das ist nämlich kein üblicher Straßenverkehr mehr.

    -Manni

  • Das Thema GoogleStreetView ist wirklich interessant. Ich denke, es geht einfach zu weit, wenn man einfach so auf auf dem Globus gefunden werden kann. Man wird ja nicht mal gefragt. Wenn jemand das Bedürfnis hat sich im Internet zu präsentieren kann er dies gerne auf Studivz, Facebook und co machen .. aber dann geschieht das aus freien Stücken. Obwohl ich glaube nicht jeder ist sich der Tragweite bewusst;)

    Ich habe den Google Streetview Wagen in Frankfurt gesehen und fotografiert – ich bin gespannt ob er das selbe auch mit mir getan hat … Bild gibts hier: http://www.kleiner-blog.de/20080701/google-streetview-in-deutschland/

  • @Manni2:

    Toller Vergleich, mit der Love-Parade. Komisch nur, daß Du zu dem Schluß kommst daß Google hier eine vergleichbare Sondernutzung in Anspruch nähme.
    So weit ich da informiert bin besteht die Love-Parade nicht aus einem einzigen Auto mit einem Masten drauf und ihre Auswirkungen auf Straßenverkehr und Anwohner unterscheiden sich auch deutlich.

    Fotografieren ist keine Sondernutzung. Es gibt allenfalls eine Handhabe bei Drehgenehmigungen (=Film), ansonsten geht es das Land und die Kommunen absolut nichts an was man da in seinem Auto treibt, solange es mit der StVO konform geht.
    Alles andere wäre selektive Verfolgung, so wie Polizisten früher gerne mal Bürgerrechtler oder Farbige wegen „Störung des Landesfriedens“ nach Lust und Laune abgeführt haben.
    Juristisch hat Schleswig-Holstein keine Chance, die hoffen einfach darauf daß Google aus PR-Gründen die juristische Konfrontation nicht eingeht. Ich kann mir auch nicht vorstellen daß Google klagen wird, dafür sind die nicht bekannt.

    Bei Firmen, die für mehr juristische Streitlust bekannt sind ist das was anderes, da muckt Molfsee nicht auf. Deshalb Winke Winke von Microsoft!! (na, schon viele Einbrecher dagewesen?)

  • Wenn dem denn so ist, warum dürfen die überwachungskameras (die übrigens nur fotos machen in dem bereich) unserer firma nur auf das privatgelände, nicht aber auf den angrenzenden bürgersteig gerichtet werden ?

  • Du hast jetzt nicht wirklich Schleswig-Holstein mit Schwarzen verglichen, die vor 250 Jahren wegen Störung eingesperrt wurden? LOL

    Es geht nicht um das „einzelne Fotografieren“, sondern darum, dass DURCHGEHEND fotografiert wird. Ob das nun jetzt ja kommerziell genutzt wird oder auch nicht, spielt dabei keine grosse Rolle. Wer hat das Einverständnis dafür gegeben? Das ist ein privates Unternehmen… hoffe die werden entsprechend verklagt von Personen die auf Fotos erkennbar sind.

    Da werden hundert, zweihundert… 1000 Fotos pro Minute gemacht. Glaubst Du im ernst, dass Google die Fotos nur auf Maps zur Verfügung stellt?

    Die hochauflösenden bleiben unter Verschluss und gehen nur gegen viel Geld an die bekannten Firmen, wie Schufa und Co.

    Wenn, dann macht es nur Sinn, dass Unabhängige die Daten überprüfen und die Originale! unkenntlich gemacht werden (und dann nicht nur das Gesicht, sondern der ganze Körper… bei Autos entsprechend auch die komplette Windschutzscheibe).

  • naja, soweit ich weiss anonymisiert google die streetview-bilder ja – eure firma wird das wohl (verständlicherweise, es sind ja überwachungskameras) nicht machen – aber wie die genaue gesetzliche regelung aussieht weiss ich auch nicht, allerdings scheinen die anderen bundesländer keine rechtlichen bedenken zu haben, sonst wäre doch schon längst n verfahren gegen google angestrebt worden

  • Hallo Zeco,

    ich habe die StreetView-Erfassung nicht insgesamt mit der Love Parade verglichen, sondern lediglich verdeutlicht, dass das erlaubte Fotografieren im Rahmen einer Veranstaltung nicht auch gleich die Veranstaltung in jeder Hinsicht erlaubt.

    Nein, du kannst das Erfordernis einer Sondernutzungserlaubnis nicht ohne weiteres von einem StVO-konformen oder gerade nicht StVO-konformen Verhalten abhängig machen. Das sind unterschiedliche Bereiche.

    Eine Straße ist gewidmet für Verkehrs- und Kommunikationszwecke. Ist die systematische und kommerzielle Erfassung von Straßenzügen vom Zweck der Nutzung her etwas anderes, als würde einfach von A nach B gefahren werden? Das ist gerade nun einmal die Gretchenfrage.

    -Manni

  • Für Navigationssysteme fahren vorher spezielle Fahrzeuge, die die exakten GPS Positionen speichern. Auch diese Fahrzeugen fahren systematisch und kommerziell sehr viele Straßen ab.

  • @Pascal

    … nur kann man da nicht sehen welcher Bürgr zu welcher Zeit an welchem Ort war… 😉

  • Das nicht, aber die Nutzung der Straße ist ja eigentlich die gleiche. Egal ob da ein Auto Fotos macht oder Geo Positionen speichert 🙂

  • Pascal,

    das ist natürlich richtig. Aber wenn einer Kommune der eine Dienst weniger passt als der andere, besinnt sie sich vielleicht auf Mittel und Wege, die bisher nicht genutzt wurden.

    Nur weil vielleicht Navteq _faktisch_ daherfährt, heißt das ja nicht, dass Google es _rechtlich_ auch darf.

    Kurz: Du hast völlig Recht. Nur kann Google daraus keinen Nutzen ziehen.

    -Manni

  • Was ist eigentlich mit den Menschen in Schleswig Holstein, die Street View wollen? Mir drängt sich da der Verdacht auf, dass eine kleine – aber laute – Minderheit über den Rest bestimmen will.

  • Zitat:
    Für Navigationssysteme fahren vorher spezielle Fahrzeuge, die die exakten GPS Positionen speichern. Auch diese Fahrzeugen fahren systematisch und kommerziell sehr viele Straßen ab.

    Sorry, aber diese Aussage ist absoluter Blödsinn.

    Die Vermessungsämter haben perfekte Karten, da wird einfach nur ein Raster drüber gelegt und fertig. Es gibt absolut keinen Grund dafür das irgendwelche Fahrzeuge Strassen abfahren um Koordinaten zu nehmen (mal abgesehen von Projekten wie OSM).

  • Ich gehe davon aus Ihr sprecht von OpenStreetMap ?
    Was bitte ist an OpenStreetMap mit googles Fotoschlacht zu vergleichen ?

    Und: Ich wage es zu bezweifeln, dass sich Kartendienste nicht auf die Daten von Katasterämtern verlassen können – die sind nämlich genau zu solchen zwecken eingerichtet (wird übrigens bei OSM unter anderem so gemacht) 😉

    Es bleibt dennoch eine entscheidende Lücke bei euch:
    Google macht das, um damit viel Geld zu verdienen (auf welchem weg sie es auch immer machen werden).
    OSM ist eine freies Projekt (außerdem fotografieren die nicht die halbe welt)

  • Also ich würde mich auch aufregen, wenn man mich plötzlich im Web sehen kann.

    Wenn hier und da ein paar zufällige Landschaftsfotos drin sind, dann geht es ja noch.
    Das gibts ja bei GoogleEarth bereits.

  • Also ich wohne im schönsten Bundesland der Welt *g also in SH :o) solange ich nicht auf den Fotos zu erkennen bin können sie meinetwegen alles knipsen.

    Man kann ja auch auf privaten Fotos anderer Leute nicht kontrollieren wo man da später landet (also z.b. online auf deren Seite).

    LG Sarah

  • @zeco

    Woher weisst Du wieviele Fotos pro Minute/Sekunde denn aufgenommen werden? Man muss doch einfach vom „schlimmsten“ ausgehen.

    >> Weil ich würde das so rechnen: Bei Streetview
    >> in Frankreich scheinen die Aufnahmepunkte alle
    >> zwischen 10m und 15m auseinanderzuliegen.

    Woher weisst Du das? Du glaubst nicht wirklich, dass ein Unternehmen sämtliche Daten zur Verfügung stellt, oder?

    Woher weisst Du, dass Daten nicht weiterverkauft werden? Jedes (normal denkende) Unternehmen würde mit diesen Daten Milliarden machen können. Achso, ich hab vergessen, dass Googles Dienste ja gemeinnützig sind *g*

    Wie auch immer… habe nichts gegen StreetView, sofern man vorab die Erlaubnis erteilt, bzw. halt im schlimmeren Fall über die Medien! (nicht über Google.de!) informiert wird, dass am XX… um XX ein Auto vorbeifährt, was ALLES aufnimmt was dort passiert.

  • @Sarah

    >> Man kann ja auch auf privaten Fotos anderer
    >> Leute nicht kontrollieren wo man da später
    >> landet (also z.b. online auf deren Seite).

    Nur kann bei Google gezielt! jeder nachschauen ob Du in Deiner Strasse grad warst oder vll aus dem Fenster geschaut hast. Das ist der „kleine“ Unterschied.

  • @IchundDuMüllersKu: Ich hab mich seit dem ersten Erscheinen von Gmail schon öfter gefragt ob Google mit seinen Diensten entweder konkurs geht oder „evil“ werden könnte.
    Ich hab mir auch historische Beispiele angesehen wie zum Beispiel Enron über Jahre fantastische Gewinne produzierte wo keiner wußte wo sie herkamen (Buchhaltungstricks, Plünderung Kaliforniens) und mich gefragt ob Google sich auch mal als sowas wie Enron entpuppen würde.
    Ich bin aber mittlerweile ziemlich davon überzeugt, daß Google sich tatsächlich durch AdSense trägt, was man nicht zuletzt an den Leuten erkennt die als AdWords-Partner gut mitverdienen.

    Intelligent platzierte und dimensionierte Werbung wirkt Wunder. StreetView soll wahrscheinlich den Vorsprung von Google Maps vor den Konkurrenten sichern so daß Google den lukrativen lokalisierten Werbemarkt gut angreifen kann.

    Deshalb glaube ich nicht, daß man hier stets vom Schlimmsten ausgehen müßte. Es passt nicht in das Konzept, das Google bisher konsequent und ohne Skandale verfolgt hat.

    Und deshalb noch mal zu den 1000 Bildern pro Minute: Mir fällt nichts plausibles ein wozu Google die aufnehmen würde (würde viel höhere Kosten bedeuten) und ich sehe nicht wer an solchen Zwischenbildern ein gesteigertes Interesse hätte um den Kostenaufwand und den Vertrauensbruch rentabel zu machen.

  • Was zur hölle soll ein katasteramt für fotos stellen?
    es geht dabei um karten material. KARTEN. Das sind dieser dinger die weder mit satellitenfotos, noch mit luftaufnahmen funktionieren. Karten halt. Gabs früher auch gedruckt. Oder denkst du, die vermessung von google geschieht mit den Fotos ? Das ist die absolut lustigste ansage die ich je erlebt habe.

    Was ist denn der Mittelpunkt der Welt für Google ? Mikronesien ? Stimmt. Da gibts keine Karten. Natürlich sind die Staaten für Google am wichtigsten welche eine gut ausgebaute Infrastruktur haben. Und da gehört deutschland ganz klar zu.

    Es gibt übrigens wichtigeres als dir zusagen wann wo warum weshalb wer welche fotos von welcher straße gemacht hat und wann diese wo veröffentlicht werden. Übrigens ist es mir auch egal. Mich interessiert nicht wann welches Auto von Google fotos in frankreich gemacht hat. Mich interessiert nur das recht des einzelnen – z.B. das Grundrecht auf die digitale Intimsphäre, welches in deutschland seit einiger zeit existiert – und das wird durch google street view ganz eindeutig verletzt.

    Woher weißt du denn, womit google gewinne macht ? Sitzt du im Aufsichtsrat, oder bist du vielleicht sogar Vorstandsmitglied ?

    Es tut mir leid, aber du wirst in jeder diskussion sachen rein, die du nicht belegst und das finde ich dann doch ziemlich seltsam.

  • Ich wohne in Schleswig-Holstein und finde es GUT. Ich will nicht dass mein Haus für alle auf der Welt über das Internet zu sehen ist.

    Und ich kriege wirklich das kotzen wenn ich hier manche Kommentare lese. Dass ihr mit euren Daten umgeht wie Schweine ist eure Sache, deshalb muss nicht jeder der seine Privatsphäre schützen will ein Bürokrat oder was auch immer sein…

    tzz…

  • @US38259P5089

    Du kannst gut rechnen. Was ist an der Aufstellung nun so abwegig? Ein paar hundert TB Platten kosten im Einkauf nur wenige tausend Euro – und Geld ist wohl kaum ein Problem für Google vor allem wenn auf lange Zeit gesehen die Bilder Millionen wert sind?! OK, aber scheinbar bist Du nur naiv.

    >> genau, schufa und co. kaufen die für
    >> viel geld und es gibt sie auch auf maps
    >> gratis…

    Auf maps gratis? Google Maps oder was meinst Du? Auf Google Maps gibt es *einen Teil in schlechter Auflösung* gratis… das Google Firmen einen geschützen API-Zugang zu hochauflösende und unzensierte Fotos gewährt, ist wohl mehr logisch oder nicht?

Kommentare sind geschlossen.