Über 400 GrandCentral-Kunden verlieren ihre Handynummer

Grand Central
Der von Google übernommene Handydienstleister GrandCentral bietet seinen Kunden neben jeder Menge Sonderfunktionen für das Mobiltelefon auch eine lebenslange Telefonnummer. Diese Nummer wird einmalig vergeben, kann auf verschiedene Handys weitergeleitet werden und soll so das lästige Nummer-Wechsel beim Provider-Wechsel ersparen. Doch so lebenslang wie angekündigt ist diese Nummer scheinbar doch nicht…

Genau 434 User von GrandCentral wurden gestern überraschend per Mail darauf hingewiesen, dass ihre Nummer in 8 Tagen abgeschaltet wird und sie sich erneut bei GC registrieren müssten – wenn überhaupt – und sich auf eine neue Nummer einstellen. Ein Grund dafür wurde, zumindest in den eMails, nicht genannt – wurde dann aber später per TechCrunch nachgereicht:

I want to assure everybody that we are NOT disconnecting anyone?s service. Unfortunately we received word recently that one of our partners was stopping their service in part of the country and since that time we?ve been working to port those phone numbers to other partners. We?ve done this successfully for the vast majority of those users but unfortunately there were approximately 400 users whose numbers could not be ported (434 to be exact). As soon as we found out these users could not be ported to other partners, we contacted those users, set up an alternative GrandCentral number in the same area code for them, and gave them a reply email to request additional GrandCentral number choices.

Ehrlich gesagt verstehe ich die Aussage nicht so ganz. Die Nummer konnte also zu keinem anderen GrandCentral-Partner weitergegeben werden weil sich kein passender Kooperationspartner gefunden hat. Und wenn andere Partner ebenfalls abspringen? Was ja Zweifelsohne sicherlich irgendwann einmal passieren wird. Dann wäre die Nummer wohl genauso lebenslang wie die eMail der Deutschen Post (ePost). Hier sollte GC bzw. Google kräftig nachrüsten und sich eine Alternative überlegen.

Übrigens hat sich Google wieder einmal nicht lumpen lassen und kräftige Entschädigung angeboten. Bei der Schließung des Google Video Stores gab es ganze 2$ – und diesmal erklärt sich Google bereit die Kosten für die Erstellung neuer Visitenkarten zu übernehmen. Na das entschädigt doch für alles 😉
Der Krisen-Manager kommt hoffentlich bald aus dem Sommerurlaub zurück…

[TechCrunch]


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comment ommentare zur “Über 400 GrandCentral-Kunden verlieren ihre Handynummer

  • GrandCentral ist immerhin noch BETA…

    Also kann wohl niemand gross was bemängeln. GrandCentral ist immer noch ein bemerkenswerter Service.. in Amerika *g*

  • Neue Visitenkarten zur Entschädigung ist zwar ein Anfang, aber bei einem Verlust der Nummer innerhalb von 8 Tagen mehr ein Witz.

    Überlegt doch mal selbst wie häufig ihr all eure Kontakte die eure Handynummer haben seht. Doch wohl eher selten – da reicht eine neue Visitenkarte eher kaum aus…

    Wie wäre es mit:
    – Visitenkarten (sowieso)
    – Kostenlose Informations-SMS an Freunde wg. Handynummernwechsel
    – Noch X Wochen nach der Umstellung eine Bandansage mit der neuen Nummer
    – …

    Beta zu sein ist in letzter Zeit IN und nicht wirklich eine Begründung.

  • Ich finde den Dienst total toll und 400 Nummern sind nicht die Welt. Sowas kann passieren und die Leute die den Dienst nutzen haben doch eh bei der Rufnummernübermittlung die neue Nummer stehen. Ein Großteil der Freunde wird somit sowieso beide oder nur „die Richtige“ Nummer abgespeichert haben. Ich denke nicht das dies dramatisch ist.

    Und gratis Visitenkarten ist doch toll, gerade für Leute die normalerweise gar keine Visitenkarten haben *gg*

  • Im Text muss es heissen „anscheinend“ statt des gewählten „scheinbar“. Denn scheinbar würde zum Ausdruck bringen, dass dem gar nicht so ist. Da es aber doch so scheint, als ob die Rufnummer eben nicht lebenslängliche Geltung hat, muss „anscheinend“ in diesem Kontext gewählt werden. Keine Bange den Fehler machen auch die Profis der tagesschau gerne 😉

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