Gemini: Google erhöht die Limits für alle Nutzer – Flash ist jetzt kostenlos, Pro wird genügsamer und mehr
Google hat erst vor wenigen Tagen damit begonnen, die Nutzung von Gemini für alle Nutzer einzuschränken, um sowohl exzessive Verwendung vorzubeugen als auch die Abo-Modelle zu bewerben. Jetzt schraubt man bereits an den Nutzungslimits, die bei vielen Nutzern nicht ganz so gut angekommen sind oder für Probleme gesorgt haben. Zunächst wird es großzügiger.
Es war zu erwarten, aber dass es so schnell geht, hätten wir auch nicht gedacht: Nur wenige Tage nach der Einführung der Gemini Nutzungslimits werden diese bereits angepasst. Bei den Limits handelt es sich um ein festes Kontingent von Rechenzeit, das alle Nutzer sowohl in einem fünfstündigen als auch einem wöchentlichen Intervall zur Verfügung haben. Je nach Abostufe steigert sich das Kontingent und jede Nutzung zwackt etwas davon ab. Alle Infos dazu findet ihr im verlinkten Artikel.
Offenbar waren die Limits für einige Nutzer zu niedrig gewählt oder wurden nicht korrekt berechnet, denn Google schärft jetzt nach. Es heißt, dass sich viele Nutzer beschwert haben, dass sie das Limit zu schnell erreicht hatten. Dem soll mit einigen Maßnahmen entgegengewirkt werden, die bereits ab sofort greifen:
Gemini Pro bekommt weniger Rechenpower
Um das Kontingent nicht zu schnell zu verbrauchen, hat Google jetzt eine Obergrenze an Rechenpower für Gemini 3.1 Pro eingeführt, sodass die Nutzer das Modell häufiger als bisher verwenden können. Das löst zwar das Problem, bedeutet im Umkehrschluss aber auch, dass die Antworten des Pro-Modells jetzt mit weniger Token auskommen müssen und zumindest in der Theorie qualitativ eingeschränkt werden. Das muss sich in der Praxis nicht unbedingt zeigen, sollte aber bedacht werden.
Mehr Details für Deep Research
Weil eine Deep Research-Anfrage viel Rechenpower benötigt, soll das schon bald durch umfangreichere Limitdarstellungen visualisiert werden. Bisher gibt es nur die zwei Balken ohne weitere Details.
Gemini 3.1 Flash ist jetzt kostenlos
Auch Anfragen an das schlanke Flash-Modell haben bisher Kontingent gekostet und bei einer etwas umfangreicheren Nutzung das Limit schneller als erwartet erreichen lassen. Das will man verhindern und bietet die Flash-Anfragen jetzt kostenlos an. Es heißt, dass diese nicht mehr das Kontingent belasten – das ist sicherlich ein großer und wichtiger Schritt. Wie bisher ist es so, dass nach Überschreiten des Pro- oder Deep Research-Limits automatisch auf das kostenlose Flash-Modell umgeschaltet wird. Gemini ist also jederzeit nutzbar, unabhängig von den Limits.
Google nimmt Fehler auf sich
Es gab wohl Berechnungsfehler bei der Nutzung von Gemini Omni, die selbst für Ultra-Abonnenten dafür gesorgt haben, dass nach zwei Anfragen das Kontingent verbraucht ist. Das hat man behoben. Außerdem heißt es, dass fehlgeschlagene Anfragen jetzt nicht mehr vom Limit abgezogen werden – ganz egal, welches Modell gewählt ist.
Google will Gemini weiter pushen
Ich denke, Google geht noch sehr gut mit diesen Limits um. Die Limits sind immerhin eine Gratwanderung, denn einerseits will man Gemini omnipräsent halten und die Nutzer zur Verwendung drängen, andererseits will man es aber auch zunehmend durch Abos monetarisieren. Dass man auf die Nutzerbeschwerden mit erhöhten Limits reagiert und nicht mit einer Aussage wie „die Nutzer können ein Abo abschließen“, zeigt, dass das Wachstum aktuell noch wichtiger ist. Hat man erstmal die Dominanz erreicht, würde eine solche Reaktion sicherlich eher nach zweiter Variante ausfallen…
» Alle Infos zu den Gemini Nutzungslimits
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