Android: Google zündet einen echten Turbo – so sollen Smartphones schneller werden und den Akku schonen

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Googles Entwickler arbeiten permanent an der Weiterentwicklung von Android und bringen immer wieder neue Funktionen oder verbesserte Features in das Betriebssystem. Jetzt will man nach längerer Zeit mal wieder den Turbo zünden und die Smartphone-Nutzung im Alltag beschleunigen. Dazu sollen im Hintergrund tiefgreifende Veränderungen vorgenommen werden, die auch noch den Akku schonen sollen.


android pixel update

Das Betriebssystem Android steht mal wieder vor tiefgreifenden Veränderungen, die im Hintergrund größere Umbauarbeiten erfordern und nicht nur die Stabilität erhöhen, sondern auch die Performance für den Endnutzer verbessern sollen. Mit dem neuen Performance-Boost AutoFDO soll die Akkulaufzeit verlängert und die Geschwindigkeit im Alltag erhöht werden. AutoFDO steht für „Automatic Feedback Directed Optimization“.

Was genau verbirgt sich hinter AutoFDO?
Normalerweise muss ein Smartphone-Prozessor im Hintergrund ständig tausende kleine Entscheidungen treffen. Bisher basierten diese Entscheidungen bei der Software-Erstellung (durch den Compiler) oft auf theoretischen Vorhersagen, die das reale Nutzungsverhalten nicht immer perfekt abbildeten. Oder anders gesagt, man hat bei diesen Kernel-Entscheidungen nicht unbedingt auf das beste Nutzererlebnis geachtet.

Mit AutoFDO ändert Google diese Herangehensweise: Das System nutzt nun reale Ausführungsmuster, um den Compiler zu steuern. Dafür haben die Entwickler in Labortests das Verhalten der 100 beliebtesten Apps simuliert. Das Ergebnis: Die am häufigsten genutzten („heißen“) Code-Pfade werden priorisiert und optimiert. Dadurch sinkt die CPU-Auslastung, es bleibt mehr Rechenleistung für andere Aufgaben übrig und der Stromverbrauch wird reduziert.




Die messbaren Vorteile für Nutzer
Erste Tests von Google zeigen bereits konkrete Verbesserungen, von denen Android-Nutzer direkt profitieren sollen:

  • 2,1 % schnellere Boot-Zeiten beim Starten des Smartphones.
  • 4,3 % schnellere App-Starts (sogenannte „Cold Starts“, bei denen eine App aus dem komplett geschlossenen Zustand neu geladen wird).
  • Eine insgesamt reaktionsschnellere Benutzeroberfläche und ein flüssigerer Wechsel zwischen verschiedenen Apps.

Das klingt auf dem Papier natürlich alles sehr schön, doch im Alltag dürfte davon bei den Nutzern wohl dennoch nicht viel ankommen. Wenn man bedenkt, wie lange eine durchschnittliche App für den Start benötigt, dann ist ein Zeitgewinn von 4,3 Prozent zumindest für die menschliche Wahrnehmung wohl eher im nichtmessbaren Bereich zu finden. Aus Entwicklersicht sieht das natürlich anders aus.

Diese Neuerungen sollen direkt in die neuesten Android-Kernel-Versionen (android16-6.12 und android15-6.6) sowie in das kommende Release android17-6.18 integriert werden. Standardmäßig soll das System auch weiterhin mit einer „konservativen“ Strategie unterwegs sein. Sollte ein Prozess einmal nicht in die neuen, optimierten Muster passen, greift das System automatisch auf die bewährten, älteren Methoden zurück, um Stabilität zu garantieren.

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[9to5Google]

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