Google Fotos: Wie kommen private Bilder in fremden Alben? Das solltet ihr bei geteilten Alben beachten

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Mit der Fotoplattform Google Fotos ist es sehr leicht möglich, einzelne Bilder oder ganze Alben mit anderen Nutzern zu teilen, wobei verschiedene Wege zur Verfügung stehen. Vielen Nutzern dürfte vielleicht gar nicht bewusst sein, dass man oftmals nicht nur die Medien zur Ansicht freigibt, sondern die eingeladenen Personen oder die Öffentlichkeit auch selbst welche hinzufügen kann. Ein kleiner Erfahrungsbericht.


google fotos logo

Wir bieten euch hier im Blog immer wieder Hintergrundbilder zum Download an, die normalerweise sowohl auf Google Drive als auch Google Fotos hochgeladen werden, damit ihr sie in voller Qualität betrachten und herunterladen könnt. Zur Galerie-Ansicht verwende ich seit Jahren Google Fotos. Einfach ein Album erstellen, für alle Nutzer freigeben, Link kopieren und ab in den Artikel – Fertig.

Für mich war das jeweilige Thema damit stets erledigt und weil ich für diese Alben ein Zweit-Account nutze, damit ich mein persönliches Google Fotos nicht voll mit Wallpaper habe, schaue ich mir das normalerweise auch nicht mehr. In den letzten Tagen habe ich das dennoch einmal getan und fiel aus allen Wolken – sprichwörtlich. Viele Alben enthielten nicht nur die von mir hochgeladenen Bilder, sondern auch Dutzende, zum Teil Hunderte, Bilder von anderen Nutzern.

Ich habe die Bilder der anderen Nutzer nicht im Detail angesehen, sondern nur überflogen. In den allermeisten Fällen handelte es sich ebenfalls um Hintergrundbilder, die mal mehr und mal weniger ansehnlich waren. Nichts, was dringend gelöscht werden müsste oder Spam, sondern einfach normale Bilder. Weil die Alben öffentlich sind, eine konkrete Sammlung darstellen und diese hier im Blog verlinkt sind, habe ich sie natürlich dennoch allesamt aus den Alben entfernt.




Was ist passiert?
Es lässt sich nicht nachvollziehen, warum Dutzende verschiedene Nutzer einen ganzen Schwung eigener Hintergrundbilder in meine Alben hochgeladen haben. Ich gehe aber davon aus, dass der überwiegende Teil dies nicht absichtlich getan hat. Viel mehr dürfte es sich wohl zugetragen haben, dass Google Fotos dies automatisch getan hat. Denn die Algorithmen können Alben-Themen erkennen und passende Bilder automatisch hinzufügen. Als Bildbesitzer wird man zwar informiert, aber nicht vorher gefragt. Und da die Nutzer meine Alben vermutlich heruntergeladen und in diesem Zuge (was oft passiert) beigetreten sind, werden auch diese Alben umfasst.

Ich gehe also davon aus, dass die Algorithmen die Alben gefüllt haben und nicht die Nutzer.

Was habe ich falsch gemacht?
Ich durchlaufe die oben beschriebenen Prozesse. Ich lade die Bilder hoch, gebe das Album über die Teilen-Funktion für „alle mit dem Link“ frei und das war es. Dass man dabei aber nicht nur den Bildzugriff freigibt, sondern auch Schreibrechte verteilt, geht aus dem gesamten Dialog nicht hervor. Daher war mir das nie bewusst, obwohl ich Google Fotos sehr häufig und mit unterschiedlichsten Konten für viele Zwecke nutze.

Mein Fehler war, dass ich dieses Recht nicht vorab entzogen habe, wozu es allerdings weitere Schritte benötigt.

google fotos teilen dialog

Wie lässt sich das verhindern?
Wenn ihr ein Album freigegeben habt, egal ob für die Öffentlichkeit oder für ausgewählte Nutzer, könnt ihr die Teilen-Einstellungen aufrufen. Erst dort lässt sich dann festlegen, was die anderen Nutzer dürfen. Standardmäßig ist es so eingestellt, dass andere Nutzer eigene Medien hinzufügen dürfen. Ihr könnt das über die Einstellung „Freigeben“ deaktivieren. Wäre natürlich schön, wenn man diese Einstellungen spätestens vor dem finalen Teilen-Schritt einmal zu Gesicht bekommt oder wenigstens verlinkt.




google fotos freigabe

Google Fotos informiert viel zu schlecht
Dummheit schützt vor Unheil nicht. Und in diesem Fall ich der Dumme, der sich offensichtlich nicht genügend mit der Teilen-Funktion beschäftigt hat. Aber warum auch, denn Google Fotos hätte mich meiner Meinung nach davor warnen sollen. Aber ich denke, dass weder ich noch die anderen Nutzer ausreichend informiert wurden:

  • Der Teilende Nutzer wird nicht darüber informiert, dass standardmäßig andere Nutzer Bilder hinzufügen können.
  • Andere Nutzer werden nicht darüber informiert, dass die Algorithmen automatisch ihre Bilder hinzufügen können.
  • Der Album-Besitzer (Ich) wird nicht informiert, dass neue Bilder hinzugefügt wurden (außer über die In-App-Benachrichtigungen, aber wer liest die schon)

Eine Warnung gibt es schon, siehe Screenshot oben, aber diese warnt lediglich vor der Freigabe und erwähnt mit keinem Wort, dass andere Nutzer etwas hinzufügen können.

Das ist nicht nur unschön für den Album-Besitzer, sondern auch für die Nutzer, deren vielleicht privat gewähnte Fotos plötzlich in fremden Alben auftauchen. Gut, in diesem Fall waren es nur langweilige Wallpaper, aber das hätte auch ganz anders laufen können. Wenn ich das System nicht ganz falsch verstanden habe und mich zu sehr hereinsteigere, dann denke ich, dass Google Fotos da dringend nachbessern sollte.

» Google Fotos: Das ist der gesperrte Ordner für sensible Medien – Bilder und Videos einfach verstecken (Video)

» Google Kalender: So könnt ihr sehr schnell mehrere Tage oder Wochen gleichzeitig im Kalender anzeigen

Letzte Aktualisierung am 24.11.2022 / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Affiliate Links, vielen Dank für eure Unterstützung!


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comment 1 Kommentare zum Thema "Google Fotos: Wie kommen private Bilder in fremden Alben? Das solltet ihr bei geteilten Alben beachten"

  • Interessantes Thema. Es war mir letztens aufgefallen dass ein einzelner Nutzer zu einem „offiziellen“ Pixel 7 Wallpaper Album ständig eigene Fotos, aufgenommen mit einem Pixel 6, hinzufügte. Da mich das ziemlich genervt hat, hab ich die Benachrichtigungen für Kommentare und neue Bilder in dem betreffenden Album deaktiviert. Wenn ich Bilder über Google Fotos teile (und das mache ich oft), dann wähle ich bewusst ein „Geteiltes Album“, um anderen die Möglichkeit zu geben Bilder hinzufügen, sonst erstelle ich ein „Album“ und teile den Link dafür. Dieser gibt dann lediglich Leserechte, keine Schreiberechte.

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