Neue App zeigt Googles enorme Reichweite: Piept bei jedem Kontakt zu einem Google-Server (Video)

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Google hat sich mit zahlreichen Produkten eine solch große Reichweite aufgebaut, dass es ohne Hilfsmittel kaum möglich ist, ohne Kontakt zu den Google-Servern im Internet unterwegs zu sein. Das sollte vielen Nutzern bekannt sein, aber welche Dimensionen das angenommen hat, kann man sich kaum vorstellen. Ein Bastler hat nun ein interessantes Projekt veröffentlicht, mit dem das Ausmaß sehr schnell deutlich wird. Bei jedem Kontakt zu einem Google-Server gibt es ein Piep. Und daraus wird ein ganzes Konzert…


Google Spy

Viele Google-Produkte haben eine sehr große Reichweite und in der Kombination ergibt es sich, dass man ohne Kontakt zu den Google-Servern praktisch nicht im Internet unterwegs sein kann. Dabei geht es längst nicht nur um die offensichtlichen Google-Produkte von der Websuche über Maps bis zu Drive, sondern auch um viele Millionen weitere Webseiten: Google-Werbung, Google-Analytics, von Google gehostete APIs (allen voran jQuery), Google Fonts, Google Material Design-Bibliotheken und einige weitere sind auf dem Großteil aller Webseiten zu finden. Nicht alle, aber oftmals mindestens eines davon.

Das alles führt dazu, dass Google kein Klick verborgen bleibt und auf den Servern registriert wird. Offiziell werden diese Daten zwar nicht zusammengeführt und zum größten Teil nicht mit Nutzerprofilen verbunden – aber wer weiß schon, was tatsächlich im Hintergrund geschieht? Ein Bastler hat sich diese Tatsache zum Anlass genommen, um eine aufschlussreiche Anwendung zu entwickeln. Diese läuft lokal auf dem Rechner und wertet jede Verbindung nach außen aus. Jedesmal, wenn der Computer einen Google-Server kontaktiert, gibt es ein Piep. Und wie ihr euch vorstellen könnt, piept es sehr häufig.

Schaut euch einmal die folgenden Videos an. Der Entwickler gibt lediglich eine URL in die Adressleiste ein und besucht die Webseite der niederländischen Regierung. Jeder Tastendruck führt durch die Autovervollständigung in der Adressleiste zu einem Piep. Aber auch jeder Klick auf der Webseite lässt es piepen, denn im Hintergrund setzt die Regierung Google Analytics ein, das jeden Klick registriert.




Kein Wunder, wenn man den GOOGLE Chrome-Browser zum Surfen verwendet. Das könnte die erste Reaktion vieler Nutzer sein, aber tatsächlich hat das nichts mit Googles Browser zu tun. Der Bastler hat das Video noch einmal mit Firefox aufgenommen und siehe da, auch hier piept es bei jedem Tastendruck. Das liegt daran, dass auch Firefox die automatische Vervollständigung von Google verwendet. Bei Aufruf der Webseite verwendet man außerdem Googles Safe Browsing. Das lässt sich zwar abstellen (sowohl bei Firefox als auch bei Chrome), aber standardmäßig loggen Googles Server jeden Tastendruck.

Wer die App „Googerteller“ selbst ausprobieren möchte, kann sie sich derzeit nur für die Linux-Betriebssysteme herunterladen.

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