Google Maps Streetview: Das ist die neue flexible Kamera – kleiner, leichter und mit sehr viel Potenzial

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Die Kamerafahrzeuge von Google Maps Streetview sind seit über 15 Jahren rund um die Welt unterwegs, um neue oder aktualisierte Bilder für die Kartenplattform aufzunehmen. Im Laufe der Jahre hat man auf viele unterschiedliche Fahrzeugformen gesetzt und jetzt gibt es ein großes Upgrade für das Kamera-Equipment, das dank moderner Technologie deutlich in der Größe geschrumpft werden konnte. Wir zeigen euch die neue Kamera.


google maps streetview kamera

Alles was es für Google Maps Streetview braucht, ist eine 360 Grad-Kamera sowie sehr exakte Standortdaten. Das ist leichter gesagt als getan, aber das Streetview-Team hat die Kamera im Laufe der Jahre nicht nur auf Autodächern platziert, sondern auch mit zahlreichen anderen Fortbewegungsmitteln vom Fahrrad über Snowboards bis hin zu tierischer Unterstützung oder Kamerarucksäcke gesetzt. Das möchte man in Zukunft verstärken, vor allem den Einsatz per Rucksack, und hat daher eine neue Kamera entwickelt.

Hier einmal die wichtigsten Eckpunkte zur neuen Kamera, die Google anlässlich von 15 Jahre Streetview vorgestellt hat und ab dem nächsten Jahr zum Einsatz kommen soll:

  • Es wiegt weniger als 15 Pfund. Dies bedeutet, dass es überall versendet werden kann. Dies ist besonders praktisch, wenn wir mit Partnern auf der ganzen Welt zusammenarbeiten, um Bilder von traditionell wenig kartierten Gebieten wie dem Amazonas-Dschungel aufzunehmen.
  • Es ist extrem anpassbar. Früher mussten wir ein völlig neues Kamerasystem erstellen, wenn wir verschiedene Arten von Bildern sammeln wollten. Aber jetzt können wir diese modulare Kamera mit Komponenten wie Lidar – Laserscannern – ergänzen, um Bilder mit noch hilfreicheren Details wie Fahrbahnmarkierungen oder Schlaglöchern zu erfassen. Wir können diese Funktionen hinzufügen, wenn wir sie brauchen, und sie entfernen, wenn wir sie nicht brauchen.
  • Es kann auf jedes Auto passen. Unsere neue Kamera kann an jedem Fahrzeug mit Dachgepäckträger befestigt und direkt von einem mobilen Gerät aus bedient werden – kein Spezialfahrzeug oder komplexe Verarbeitungsgeräte erforderlich. Diese Flexibilität wird die Abholung für Partner auf der ganzen Welt erleichtern und es uns ermöglichen, nachhaltigere Lösungen für unsere aktuelle Fahrzeugflotte zu erforschen – wie Plug-in-Hybride oder vollelektrische Fahrzeuge. Nächstes Jahr werden Sie unsere neue Kamera in lustigen Google-Farben zusammen mit unseren legendären Street View-Autos und Trekkern sehen.




streetview kakadu nationalpark titel

Nicht nur die Größe, sondern auch das Gewicht konnte deutlich reduziert werden. Dadurch lässt sich die Kamera noch flexibler als bisher einsetzen und dürfte wohl in Zukunft häufiger per Rucksack durch die Gegend getragen werden. Vermutlich hauptsächlich dort, wo Fahrzeuge schwer bis gar nicht hinkommen. Die Kamera soll sich aber auch sehr viel leichter als bisher auf Fahrzeugen befestigen lassen, sodass man jetzt auch mal mehr oder weniger spontan rund um die Welt losfahren kann, ohne auf die Verfügbarkeit der Fahrzeuge zu warten.

Ich denke, dass Google damit nicht nur die Flexibilität erhöht, sondern auch die Kosten enorm senken kann. Alles spricht dafür, dass Streetview weiter ausgebaut werden und noch mehr Orte abdecken soll. Vielleicht erhöht man aber auch die Aktualität der Aufnahmen und kann statt alle zwei oder drei Jahre in Zukunft jedes Jahr neues Material liefern. Das macht es dann auch bei der Zeitreise-Funktion spannender, wenn kleinere Zeitsprünge möglich sind.

Ob es Zufall oder Absicht ist, dass die Kamera wie ein sympathischer kleiner Roboter aussieht, wird nicht erwähnt. Vielleicht bilde ich es mir nur ein, aber ich kann eindeutig zwei große Augen, eine Gesichtsform, einen schwebenden Körper und zwei Arme erkennen.

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