Google Maps Navigation: Nutzer müssen ihre Daten freigeben, um die Navigation weiterhin nutzen zu können

maps 

Mit der Google Maps Navigation lassen sich viele Millionen Nutzer von Kartenplattform an das Ziel führen – und das in den meisten Fällen auf dem schnellsten Weg und mit zuverlässig prognostizierter Ankunftszeit. Damit das so bleibt, fordert die App nun viele Nutzer dazu auf, ihre bei der Navigation genutzten Daten freizugeben. Wird dies abgelehnt, ist die Live-Navigation nicht mehr nutzbar.


google maps logo new

Google Maps verfügt über zahlreiche Datenquellen, die für die diversen Angebote der Kartenplattform verwendet werden und führt diese an vielen Stellen zusammen. Das gilt auch bei der Navigation, denn dort kommen nicht nur die Kartendaten zum Einsatz, sondern auch viele Signale der Nutzermassen. Dass Google Maps die Daten aller Nutzer zur Stau-Prognose verwendet, dürfte hinlänglich bekannt sein – aber das ist längst nocht nicht alles. Auch die Live-Navigation sammelt ständig Daten und nun lässt sich Google das Ganze noch einmal zusätzlich abnicken.

Google uses your and other people’s navigation data to improve Maps for everyone.

As you navigate, Google collectes details, such as GPS location and the route you took. This data may by used make information, including real-time traffic conditions and disruptions, visible to others and help them find the fastest route.

These updates to the map won’t be associated with your Google Account or device.

Viele Nutzer sehen in diesen Tagen vor dem Start der Navigation eine Infobox, die darüber informiert, dass die bei der folgenden Navigation gesammelten Daten in anonymisierter Form an die Google-Server gesendet und dort ausgewertet werden. Dabei werden Informationen wie etwa die genutzte Strecke oder die Fahrgeschwindigkeit verwendet, um die Prognosen für alle Nutzer zu verbessernk, die Routenqualität zu bewerten und viele weitere Dinge, die nicht im Einzelnen beschrieben werden. Auf folgendem Screenshot könnt ihr sehen, wie das aussieht und was passiert, wenn ihr das ablehnt.




google maps navigation datensammlung

Obiges Popup erscheint unmittelbar vor dem Start der Navigation. Stimmt man dem zu, geht es direkt weiter. Lehnt ihr das hingegen ab, wird die Live-Navigation deaktiviert und ihr seht ihr nur noch die statische Ansicht mit den einzelnen Anweisungen. Weil viele Menschen es beim Start der Navigation naturgemäß eilig haben, dürften sie das wohl schnell und ohne lesen sowie nachdenken abnicken. Das ist aus Google-Sicht geschickt gemacht und dürfte dafür sorgen, dass die Masse aller Nutzer das in den nächsten Tagen abnickt.

Diese Datensammlung sowie die Nutzung der Informationen ist nichts “Schlimmes” und wird seit jeher betrieben. Google Maps dürfte sich nun wohl einfach noch einmal zusätzlich absichern und durch Zustimmung belegen können, dass alle Nutzer davon gewusst haben. Dass man bei Ablehnung direkt die gesamte Live-Navigation abschaltet, ist dann doch eher fraglich. Zeigt aber, dass Google Maps auch eine Crowd-Plattform ist, die von und mit den Nutzern lebt.

Derzeit scheint es diese Abfrage nur in englischer Sprache zu geben, zumindest habe ich sie bei mir noch nicht erhalten und die Support-Seite ist in deutscher Sprache nicht verfügbar. Die Daten werden aber auch hierzulande gesammelt und analysiert.

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[9to5Google & Google Support]


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