Google Fotos: So lassen sich die Grenzen sprengen und sehr viel Speicherplatz beim HD Video-Upload sparen

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In wenigen Monaten wird bei Google Fotos der kostenlose Speicherplatz eingestellt und die Nutzer bei Überschreitung ihres Kontingents zur Kasse gebeten. Bis es soweit ist, kann man sich schon einmal Gedanken machen, wo auch große Videos in Zukunft kostenlos in der Cloud gesichert werden können – und dazu muss man das Google-Ökosystem gar nicht verlassen. In manchen Fällen kann man darüber nachdenken, die Videos stattdessen bei YouTube hochzuladen – auch heute schon.


Google Fotos bietet noch bis Anfang Juni 2021 kostenlosen unbegrenzten Speicherplatz, wenn man in puncto Qualität zu einigen Abstrichen bereit ist. Genau das ist bzw. war das Erfolgsrezept von Google Fotos, von dem man sich aber in Kürze verabschieden wird. Als Nutzer sollte man diese Zeit des Übergangs dafür nutzen, sich entweder eine neue mediale Heimat zu suchen oder bei Bedarf schon einmal die Google One-Pakete anzusehen. Aber vielleicht kommt ihr auch drumherum.

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Google Fotos hat seine Grenzen
Bei Google Fotos hat man als Nutzer seit Beginn an die Möglichkeit, den kostenlosen Speicherplatz zu beanspruchen oder das Kontingent volllaufen zu lassen und dafür die beste Qualität zu erhalten. Diese Wahl wird man auch in Zukunft haben, entscheidet dann aber nur noch, ob viel oder wenig Speicherplatz verbraucht wird und hat kein Fass ohne Boden mehr, das endlos gefüllt werden kann. Heute wie morgen kann es sich lohnen, eine andere Plattform für den Video-Upload zu verwenden.

Wer schon heute mehr als 1080p-Videoauflösung möchte, kann bereits zu YouTube wechseln und dort von den höheren Qualitätsstufen profitieren. Spätestens im kommenden Jahr wird dieser „Trick“ dann aber fast schon zur Pflicht, denn dann können selbst komprimierte Videos in großer Anzahl sehr schnell den Speicher füllen. Und wenn es erst einmal soweit ist, bekommt ihr nicht nur bei Google Fotos, sondern auch bei Google Drive und GMail Probleme.

Nutzen sollte man das auch so lange, wie es überhaupt noch geht. Schon vor einigen Tagen hatte ich darüber spekuliert, dass YouTube den Speicherplatz begrenzen könnte und ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass man das – wenn überhaupt – zeitnah zur Google Fotos-Kappung tun könnte.

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Hinter Google Fotos und YouTube stecken nicht nur völlig unterschiedliche Konzepte, sondern auch der verbrauchte Speicherplatz wird anders berechnet. Während ihr bei Google Fotos, wie bereits erwähnt, Einschränkungen hinnehmen oder Bezahlen müsst, sieht das bei YouTube ganz anders aus. Auf der Videoplattform gibt es derzeit noch keine Beschränkungen und auch keinen Maximalspeicherplatz, sondern angemeldete und verifizierte Nutzer können nahezu grenzenlos Videos hochladen – und diese müssen noch nicht einmal öffentlich zugänglich sein.

YouTube bietet mehr Freiheiten
Vorab: Auch bei YouTube gibt es Grenzen, aber diese sind deutlich großzügiger gewählt: Ein Video darf maximal eine Länge von 12 Stunden haben und die maximale Dateigröße liegt bei 128 Gigabyte. Das war dann von den Datei-physischen Einschränkungen schon alles, aber dennoch darf man nicht vergessen, dass YouTube vom Konzept eine offene Videoplattform ist, was viele weitere Einschränkungen mit sich bringt. Mehr dazu am Ende des Artikels.

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So nutzt ihr YouTube als Videospeicher

Habt ihr nun euer 20 Gigabyte-Urlaubsvideo in 4K-Qualität vorliegen, könnt ihr es statt bei Google Fotos einfach direkt bei YouTube hochladen. Geht dazu einfach auf den YouTube Upload und nutzt den Vorteil, dass es drei verschiedene Möglichkeiten für die Zugriffsrechte auf das Video gibt. Wählt noch vor dem Upload aus, ob ihr das Video Öffentlich, Privat oder Ungelistet hochladen möchtet.

  • Öffentlich: Jeder kann das Video sehen und über die Suchfunktion finden. Es kann außerdem vorgeschlagen werden und wird mit ziemlicher Sicherheit von Personen gesehen, die ihr nicht persönlich kennt.
  • Privat: Nur ihr als Uploader könnt das Video aufrufen und ansehen. Diese Einstellung entspricht am ehesten dem Standard von Google Fotos.
  • Nicht gelistet: Jeder der die URL des Videos kennt, kann es aufrufen. Es wird aber nicht in der Suchfunktion, den Vorschlägen oder in eurem Kanal auftauchen. Ideal, um halbwegs private Videos mit anderen Personen zu teilen.

Nutzt die für euch passende Variante und ladet euer Video einfach hoch. Seid ihr ein YouTuber oder Influencer, wollt ihr eure Fans vielleicht teilhaben lassen und nutzt ohnehin „Öffentlich“. Möchtet ihr das Video nur mit einigen Freunden und Familie teilen, ist „Ungelistet“ das Richtige für euch. Und wer einfach nur das Video für sich selbst sichern möchte, lädt es „Privat“ hoch. In den beiden letzten Fällen müsst ihr keine Sorgen haben, dass andere Personen das Video sehen. Natürlich kann die URL „erraten“ werden, aber bei den vielen Milliarden an YouTube-Videos kann man das praktisch ausschließen.




Habt ihr das Video hochgeladen, ist die ganze Sache auch schon wieder erledigt. Es liegt nun in Originalqualität auf Googles Servern und kostet euch keinen Speicherplatz. Nun könnte man einen Schmarotzer-Vorwurf erheben – über den ich natürlich auch bei diesem Artikel nachgedacht habe – aber YouTube muss als öffentliche Videoplattform ja keine privaten Videos mit nahezu unbegrenzter Größe erlauben. Und wenn man es doch tut, dann muss man sich nicht wundern, dass es genutzt wird. Außerdem gibt es sogar eine Importfunktion aus Google Fotos, die zwar nur sehr instabil funktioniert, aber dennoch vorhanden ist. Von daher sehe ich es eher als Lifehack.

Aber weil YouTube eine öffentliche Videoplattform ist, gilt es die Regeln zu beachten. Die immer strengeren Vorgaben von YouTube gelten auch für die privaten Videos. Jedes Video wird durch die Content ID-Filter gejagt und auf durch die Algorithmen auf Verstöße überprüft. Geschützte Musik im Hintergrund kann dafür sorgen, dass das Video in vielen Ländern gesperrt wird. Das ist einmalig kein Problem, denn ihr als Besitzer könnt das Video weiterhin sehen und auch im Original wieder herunterladen. Wer es damit aber übertreibt, riskiert einen Strike oder gar eine Kanalsperre.

Nutzt diese Funktion also nur dann, wenn es unbedingt notwendig ist. Sollte einmal ein Video die Grenzen von Google Fotos sprengen, ist YouTube eine mögliche Alternative, es ist aber NICHT dazu gedacht, nun die gesamte Videosammlung auf die Videoplattform auszulagern. Nutzt es einfach mit Bedacht, ladet keine all zu privaten Videos hoch und schon habt ihr keine Probleme.

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