Wenn Google kostenpflichtig wäre: So viel würden die Nutzer für die Google-Dienste & YouTube bezahlen

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Ein Großteil aller populären Apps finanziert sich durch Werbung und spült den Entwicklern bei entsprechender Reichweite gutes Geld in die Kassen. Wie würde es aber aussehen, wenn die Apps den Nutzer mit monatlichen Gebühren zur Kasse bitten und vollständig auf Werbung verzichten würden? Dieser Frage ist eine US-Studie nachgegangen und kam zum überraschenden Ergebnis, dass die großen Unternehmen ihre Umsätze deutlich steigern könnten.


Das Finanzierungsmodell kostenlose Nutzung gegen Werbung funktioniert seit vielen Jahren sehr gut und ist das Geschäftsmodell hinter sehr vielen Apps. Google, Facebook und andere große Unternehmen fahren damit Milliardengewinne ein und das wird sich wohl auch in Zukunft nicht ändern. Doch die Zahlungsbereitschaft der Menschen steigt gefühlt immer weiter an, sodass man zumindest darüber nachdenken könnte, wie viel die populären Plattformen den Nutzern monatlich wirklich wert wären.

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Eine US-Studie hat nun über 2000 Nutzer befragt, für welche Apps sie bereits wären zu zahlen und wie tief sie in die Geldbörse greifen würden. Zur Auswahl standen populäre Google- und Facebook-Apps, aber auch einige andere Plattformen, die zum Alltag vieler Menschen gehören. Überraschenderweise schnitt Facebook mit einer Bereitschaft von nur 64 Prozent am schlechtesten ab, dicht gefolgt vom Facebook Messenger. Für die Tochter WhatsApp hingegen würden 89 Prozent der Nutzer bezahlen.

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Diese Statistik ist nach der Summe sortiert, die die Nutzer bereit wären zu zahlen. Drei Google-Apps führen das Feld an, denn für YouTube würden die Nutzer ganze 4,20 Dollar pro Monat zahlen, für Google Maps 3,48 Dollar und für Google Drive immerhin noch 3,31 Dollar pro Monat. Selbst Google Translate, das als App kein Geld verdient, könnte 2,29 Dollar pro Monat verlangen und für Google zur Goldgrube werden. Aber würde sich der Umstieg auf das Bezahlmodell für die Unternehmen lohnen?



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Die Zahlungsbereitschaft der Nutzer und der Durchschnittspreis wurden auf die aktuellen Umsätze der Nutzer hochgerechnet und miteinander verglichen. Allein YouTube könnte seine Umsätze durch das neue Geschäftsmodell um fast 2.000 Prozent steigern, die Reddit-Macher liegen gar bei weit über 10.000 Prozent. Das Schlusslicht ist auch hier Facebook, das mit 16 Prozent keine nennenswerte Steigerung erzielen könnte. Das Geschäftsmodell Werbung scheint für Facebook also zukunftsträchtiger zu sein.

Diese Daten sind zwar hypothetisch, aber dennoch sehr interessant. YouTube bietet bekanntlich mit YouTube Premium ein Abo-Modell für 9,99 Dollar im Monat und kompletter Werbefreiheit. Dieses Modell funktioniert aber nicht so gut – vielleicht deswegen, weil der Preis zu hoch ist. Auf YouTube Music können viele Nutzer verzichten und möchten einfach nur eine werbefreie Plattform. Würde Google mit 3,99 Dollar pro Monat also deutlich besser fahren als bisher?

Das lässt sich natürlich schwer beantworten, denn schlussendlich werden wohl nicht Dreiviertel der Nutzer tatsächlich monatlich Geld zahlen wollen. Dennoch sollte sich die Führungsetage diese Zahlen einmal genauer ansehen.

» Die Studie

Siehe auch
» 117 Milliarden Dollar in Bar: Kein Unternehmen hat höhere Bargeldreserven als die Google-Mutter Alphabet

» Wie viele Daten hat Google von mir? So könnt ihr euren gesamten verbrauchten Speicherplatz anzeigen

» Squoosh: Kostenlose Google-App verkleinert und verändert Fotos blitzschnell und Offline im Browser

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