Neue YouTuber-Statistik: So viel verdienen die größten deutschen YouTube-Kanäle pro Jahr (Infografik)

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In der heutigen Zeit halten sich viele Menschen, vor allem jüngere, für Social Media-Stars und kommen ohne Instagram und YouTube gar nicht mehr aus. Aber nur die allerwenigsten können von ihrem YouTube-Kanal leben und sich das Leben durch ihre Videos finanzieren. Eine neue Statistik mit groben Schätzungen zeigt nun, wie es um die Einnahmen der deutschen YouTuber bestellt ist.


Von YouTube zu leben und sich den Lebensunterhalt einfach nur durch das Einschalten der Videokamera zu finanzieren ist der Traum von vielen Menschen, aber nur für die allerwenigsten ist das Realität. Natürlich spricht niemand über seine Einnahmen, aber anhand von durchschnittlichen Werten, der Anzahl von Videoaufrufen und Abonnenten lässt sich ungefähr ausrechnen, wie viel Geld die großen Kanäle verdienen. Und das ist vergleichsweise wenig.

youtube money

Angenommen wird, dass ein YouTuber pro 1.000 Aufrufen eines Videos etwa 70 Cent verdient. Dieser Wert wird in der Branche als Mittel genommen und berücksichtigt auch schon die Verluste durch installierte Adblocker bzw. die Zuwächse durch spezielle Partnerschaften mit höheren Werbeeinnahmen. Die folgende Statistik zeigt nun, wie es ungefähr um die Einnahmen der deutschen YouTuber bestellt ist.

youtube einnahmen
(Infografik: Statista)

Wie man sieht, verdienen derzeit vor allem noch Unternehmen statt Privatpersonen sehr viel Geld mit den Videos. Natürlich steht auch hinter bspw. BibisBeautyPalace längst nicht mehr nur die Protagonistin selbst, aber dennoch liefert sie „private“ Videos (in dicken Anführungszeichen). An der Spitze steht einsam das Klatschportal promiflash, das auch mit der normalen Webseite ordentliche Umsätze erzielen dürfte. Interessant finde ich auch Platz 7, was vermutlich daran liegt dass Rammstein wohl bis heute die populärste deutsche Band im Ausland ist.

Gerade einmal 79 deutsche YouTuber kommen auf einen Verdienst von mehr als 100.000 Euro pro Jahr.



Im Vergleich zu den Einnahmen der US-YouTuber sind die Deutschen nur ein sehr kleines Licht. Das liegt natürlich zum einen an der Sprache, denn die Amerikaner werden weltweit gesehen und die Deutschen nur in den DACH-Ländern, aber zum anderen – glaube ich – auch daran dass sich die US-YouTuber einfach besser vermarkten als die europäischen Kollegen. Es ist also noch viel Luft nach oben, um auch in Deutschland neue Kanäle zu etablieren.

Was bei diesem Ranking nicht vergessen werden darf: Es werden nur die Einnahmen aus der Werbung in den Videos berechnet und jegliche weitere Verdienste außer acht gelassen. Da sich die meisten ja mittlerweile auch als „Influencer“ bezeichnen können, sind immer mehr Videos nur noch reine Werbeveranstaltungen für Produkte. Manche halten kein Produkt mehr in die Kamera ohne dafür Geld von der zuständigen Werbeagentur zu bekommen – und da dürfte dann wohl noch einmal mindestens das Doppelte bei herumkommen.

Neben YouTube betreiben viele auch noch ein Instagram-Profil und weitere Plattformen, mit denen sich ebenfalls Geld verdienen lässt. Und natürlich darf beiden großen auch das Merchandising oder Auftritte auf Veranstaltungen nicht vergessen werden. Zumindest bei Platz 2 bin ich mir ziemlich sicher, dass der Gesamtverdienst deutlich höher liegt als „nur“ die halbe Million. Unvergessen ist natürlich eines der meistgehassten Videos auf YouTube von Bibi.

Siehe auch
» 127 Mio. Dollar: YouTuber verdienen so viel wie nie zuvor – Gamer DanTDM stürzt PewDiePie vom Thron
» Rolle Rückwärts: YouTube zieht die Monetarisierungs-Sperre für Logan Paul schon wieder zurück
» Auf Rekordkurs: ‚How it is‘ von BibisBeautyPalace sammelt mehr als eine Million Daumen nach unten

[Basic Thinking]


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