Google’s Ideological Echo Chamber: Diversitäts-Beauftragte reagiert & vollständiges Dokument geleakt

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Gestern haben Berichte über einen Google-internen Brandbrief die Runde gemacht, der sich innerhalb kürzester Zeit im gesamten Unternehmen verteilt und das Ende aller Diversitäts-Bemühungen gefordert hat. Jetzt gibt es erste Reaktionen aus der Konzernspitze, die diesen Brief verurteilen und die Bemühungen noch einmal unterstreichen. Außerdem ist nun das vollständige Dokument, von dem bisher nur grobe Inhalte bekannt waren, aufgetaucht.


Das 10-seitige Dokument mit dem Titel Google’s Ideological Echo Chamber hat für viel Ärger unter der Belegschaft gesorgt, da es nicht komplett verurteilt wurde sondern auch noch einige in den einzelnen Teams fand. Die nicht zeitnahe Reaktion der Konzernspitze sorgte dann für weiteren Ärger, so dass es sogar zu öffentlichen Kündigungsdrohungen gekommen ist. Und all das wurde via Twitter und anderen Netzwerken auch noch öffentlich gemacht.

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Jetzt gibt es eine erste Reaktion, und zwar von der neuen Vizepräsidenten für Diversität und Integration. Diese wurde zwar ebenfalls nur intern veröffentlicht, aber sicher dürfte auch Danielle Brown damit gerechnet haben, dass die Reaktion öffentlich wird.

Googlers,
I’m Danielle, Google’s brand new VP of Diversity, Integrity & Governance. I started just a couple of weeks ago, and I had hoped to take another week or so to get the lay of the land before introducing myself to you all. But given the heated debate we’ve seen over the past few days, I feel compelled to say a few words.
 
Many of you have read an internal document shared by someone in our engineering organization, expressing views on the natural abilities and characteristics of different genders, as well as whether one can speak freely of these things at Google. And like many of you, I found that it advanced incorrect assumptions about gender. I’m not going to link to it here as it’s not a viewpoint that I or this company endorses, promotes or encourages.
 
Diversity and inclusion are a fundamental part of our values and the culture we continue to cultivate. We are unequivocal in our belief that diversity and inclusion are critical to our success as a company, and we’ll continue to stand for that and be committed to it for the long haul. As Ari Balogh said in his internal G+ post, “Building an open, inclusive environment is core to who we are, and the right thing to do. ‘Nuff said. “
 
Google has taken a strong stand on this issue, by releasing its demographic data and creating a company wide OKR on diversity and inclusion. Strong stands elicit strong reactions. Changing a culture is hard, and it’s often uncomfortable. But I firmly believe Google is doing the right thing, and that’s why I took this job.
 
Part of building an open, inclusive environment means fostering a culture in which those with alternative views, including different political views, feel safe sharing their opinions. But that discourse needs to work alongside the principles of equal employment found in our Code of Conduct, policies, and anti-discrimination laws.
 
I’ve been in the industry for a long time, and I can tell you that I’ve never worked at a company that has so many platforms for employees to express themselves—TGIF, Memegen, internal G+, thousands of discussion groups. I know this conversation doesn’t end with my email today. I look forward to continuing to hear your thoughts as I settle in and meet with Googlers across the company.
 
Thanks,
Danielle




Die Geschichte ist damit natürlich noch lange nicht zu Ende, aber ich denke dass man nun wieder vernünftig sein und die Diskussion nach Innen und nicht nach Außen verlegen wird. Natürlich muss über ein solches Dokument gesprochen werden, aber es sollte nicht über die Sozialen Netzwerke nach Außen getragen werden – und ich kann mir vorstellen dass es aufgrund dessen viele Gespräche geben wird. Aber das soll uns dann nichts mehr angehen.

Lobenswert finde ich, wie Google mit diesem Fall umgeht: Statt das Dokument einfach zu löschen, was wohl kein Problem sein sollte, lässt man es Online und führt eine intern-offene Diskussion darüber. Viele andere Unternehmen würden es sicher totschweigen, was letztlich bekanntlich nicht zielführend ist.

Mittlerweile wurde auch das vollständige Dokument geleakt, von dem bisher nur einige Eckpunkte und die groben Inhalte bekannt geworden sind. Wer möchte, kann es sich unter folgendem Link anschauen und durchlesen. Wir haben es von Gizmodo kopiert und in ein eigenes Google-Dokument eingefügt, da es möglicherweise auch von Gizmodo wieder verschwinden könnte.

» Das Dokument

[Gizmodo]


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comment Ein Kommentar zu “Google’s Ideological Echo Chamber: Diversitäts-Beauftragte reagiert & vollständiges Dokument geleakt

  • Wenn Ihr englische Texte oder Auszüge in Euren Artikel packt, wäre es sehr nett, wenn ihr danach kurz auf deutsch erklärt, worum es darin geht und was die Kernaussage ist, anstatt einfach zu erwarten, dass jeder Leser das selbst kann und auch macht.

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