Raspberry Pi & Assistant SDK: So könnt ihr euch einen eigenen Google Home-Lautsprecher bauen

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Die deutschen Nutzer müssen sich noch etwas mehr als eine Woche gedulden, bis sie Google Home am 8. August endlich käuflich erwerben können – aber diese Wartezeit ist vielleicht gar nicht notwendig. Eine Anleitung zeigt jetzt, wie man sich mit nur wenigen Mitteln – die viele Hobby-Bastler vermutlich ohnehin zu Hause haben – einen eigenen Google Home basteln können. Dann vielleicht nicht ganz so schick, aber mit dem fast gleichen Funktionsumfang.


Wenn man sich die Aufbruchsstimmung der großen IT-Unternehmen und Elektronikhersteller ansieht, könnte man davon ausgehen dass schon in wenigen Jahren alle Menschen einen Heim-Assistenten zu Hause haben werden und sich diese genau so schnell verbreiten wie vor einigen Jahren das Smartphone. Wer sich noch nicht ganz sicher ist, kann sich nun die gut 150 Euro für einen Google Home ersparen und erst einmal mit „Hausmitteln“ einen solchen Assistenten nachbauen.

raspberry pi google home

Alles was für den Nachbau benötigt wird, ist folgendes:
– Ein Raspberry Pi (36 Euro bei amazon)
– Eine Micro-SD Speicherkarte
– Ein Lautsprecher
– Ein Mikrofon

Das Zusammensetzen der einzelnen Komponente muss aufgrund der Architektur des Raspberry wohl kaum erklärt werden, also können wir gleich zur Software-Seite weitergehen. Grob gesagt müssen lediglich zwei Downloads getätigt und einige kleine Anpassungen vorgenommen werden, was aber alles insgesamt keine große Hexerei ist.

Folgende Software wird benötigt:
– Das MicroSD-Image von Googles VoiceKit
Etcher.io zum flashen des Raspberry

Habt ihr das Image per Etcher auf die Speicherkarte geflasht, schiebt diese Karte einfach in den Raspberry Pi und startet diesen. Für die Einrichtung und Anpassung ist noch eine Maus sowie eine Tastatur und natürlich ein Monitor notwendig, die aber allesamt später zum Betrieb nicht mehr benötigt werden.



Wurde das Betriebssystem, eine angepasste Version von Debian, gestartet, muss noch ein ein neues Projekt direkt in Googles Cloud angelegt und die Assistant-API freigeschaltet und mit dem Raspberry verbunden werden. Die genaue Anleitung erhaltet ihr bei Interesse bei AndroidPit. Ist die Einrichtung dann abgeschlossen, kann der Assistant jederzeit mit einem Händeklatschen angesprochen werden. Ein Start über das berühmte „OK, Google“ ist nicht möglich, da Google sich dies natürlich exklusiv für die eigenen Geräte aufspart.

Früher oder später wird der Assistant vermutlich auch auf einer Reihe von anderen Geräten und vielleicht auch bei einigen Heim-Assistenten auftauchen – denn Google hat mit der Öffnung des Assistant SDK den Weg dafür freigemacht und ermöglicht dadurch auch jetzt die Einrichtung eines Assistant-Kontos auf dem Raspberry Pi.

Erst vor wenigen Tagen hat ein Bastler den Assistant in ein Radio Shack Intercom integriert und hat damit vielleicht den Weg für weitere Bastler freigemacht, die Googles Tool in immer weitere (vielleicht auch sinnvollere) Geräte integrieren. Praktisch wäre natürlich ein Assistant im Smart Mirror, den wir euch im vergangenen Jahr schon einmal vorgestellt haben.

Wer sich nun selbst ein Google Home mithilfe des Raspberry Pi nachbauen möchte, findet die Anleitung in der Quelle bei AndroidPit.

[AndroidPit]


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