USA: Google startet neue Job-Suchmaschine direkt in der Websuche

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Auf der diesjährigen Google I/O gab es nicht nur 101 Ankündigungen rund um bestehende Produkte, sondern die Entwickler haben auch eine neue Job-Suchmaschine in Aussicht gestellt. Gestern ist diese nun offiziell in den USA an den Start gegangen und kann bei der Suche nach Jobs helfen. Außerhalb der USA ist sie zwar noch nicht verfügbar, aber ein erster Blick auf die Möglichkeiten sind natürlich trotzdem interessant.


Für häufig angefragte Kategorien hat Google im Laufe der Jahre eine Reihe von speziellen Angeboten gestartet, die die Daten aus passenden Portalen beziehen und übersichtlich aufbereitet darstellen. Als großer wichtiger Bereich wäre dabei etwa Google Travel zu nennen, aus dem Google in den vergangenen Jahren ein großes Portal rund um das Reisen aufgebaut hat, das Hotels, Flüge und andere Dinge finden und direkt in die Portale der großen Anbieter weiterleiten kann.

google job search

Es gibt viele große bekannte Job-Portale in denen man nach dem passenden Arbeitgeber und offenen Stellen suchen kann, aber offenbar bemühen auch immer noch viele Menschen Googles Websuche für solche Zwecke. Aus diesem Grund haben die Entwickler nun ein neues Portal direkt in die Websuche integriert, mit dem sich die Ergebnisse aus den diversen Job-Suchmaschinen sehr leicht auslesen und sortieren lassen. Die großen Portale wie Monster, LinkedIn, Glassdoor oder auch Facebook sind schon mit dabei und wurden automatisch von den Algorithmen integriert.

Die Oberfläche ist denkbar einfach: Der Nutzer kann sowohl Job-Titel als auch Ort auswählen und einige weitere Filter wie etwa das Alter der Anzeige oder der Umfang der Beschäftigung festlegen und sich dann alle Ergebnisse übersichtlich sortiert anzeigen lassen. Zu jedem Eintrag gibt es dan auch noch eine Detail-Ansicht, in der die weitere Beschreibung angezeigt weden kann. Mit einem weiteren Klick bzw. Touch gelangt man dann auf das Job-Portal und kann sich dann dort noch weitere Infos holen oder sich direkt bewerben.

Interessiete Portale können ihre Daten ebenfalls sehr einfach in Googles Job-Suchmaschine einpflegen und müssen die Daten dafür nur in einem passenden Format zur Verfügung stellen. Die Aufbereitung und Integration übernehmen die intelligenten Algorithmen und das Machine Learning.



Für die großen Job-Portale ist das ganze natürlich wieder einmal ein zweischneidiges Schwert: Einerseits können sie so möglicherweise noch mehr Nutzer gewinnen und müssen nicht unbedingt teure Werbeanzeigen schalten um die Job-Suchenden auf ihre Plattform zu bringen. Andererseits machen sie sich auf diesem Wege abhängiger von Google und werden komlpett austauschbar – mehr noch als zuvor. Eine kleine Änderung des Algorithmus und schon kann der Traffic enorm einbrechen – aber natürlich auch ansteigen.

Hierzulande steht das neue Angebot noch nicht zur Verfügung, und aufgrund des aktuellen EU-Verfahren ist es auch sehr gut möglich dass Google auch keine Pläne für einen Start in Europa hat. Zur Zeit muss man mit solchen Spezialsuchmaschinen sehr vorsichtig sein, gerade aufgrund der marktbeherrschenden Stellung. Google dürfte vom Start weg zur größten Job-Suchmaschine im Internet werden und dann eben die Nutzer nicht mehr auf die Startseiten sonderen direkt auf die Anzeigen weiterleiten.

Es ist auch gut denkbar dass Google eines Tages Geld für die Aufnahme der Anzeigen verlangen wird oder rundherum möglicherweise ein eigenes Portal startet. Beides hätte ungewisse Folgen für alle davon abhängigen Portale, und genau das dürfte auch dazu führen dass die Anbieter trotz des jetzt wohl zusätzlichen Traffics nicht ganz so glücklich über diesen Schritt sein dürften.

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