Quick Draw: Google veröffentlicht kuriose Datenbank mit über 50 Millionen Nutzer-Zeichnungen

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Mit kleinen und größeren Experimenten zeigen Googles Entwickler immer wieder, was mit Künstlicher Intelligenz möglich ist und lassen die Nutzer oft auch Dinge ausprobieren. Erst vor einem halben Jahr wurde Quick Draw Veröffentlicht, mit dem die Algorithmen die Zeichnungen eines Nutzers erkennen und das Objekt erraten sollten. Jetzt wurden die Ergebnisse dieses Tools veröffentlicht, und es zeigt wie unterschiedlich Menschen einige Dinge zeichnen und wie schwer es dadurch für die KI wird.


Im vergangenen November hat Google das kleine Tool Quick Draw veröffentlicht, das auf den ersten Blick ein simples Zeichenprogramm ist, allerdings befindet sich dahinter eine KI-Demo in Form eines Spiels. Der Nutzer hat 20 Sekunden Zeit um ein Objekt zu zeichnen, und die Künstliche Intelligenz im Hintergrund versucht das Gemalte zu erkennen und ein Objekt vorzuschlagen. Ist das Ergebnis korrekt, geht es zum nächsten. Für einige Zeit kann das sehr kurzweilig sein und erfreute sich dadurch damals großer Beliebtheit.

quickdraw data

Aber Google wäre nicht Google wenn man mit solchen Demos nicht auch Daten sammeln und diese zu einem praktischen Zweck auswerten würde: Alle Zeichnungen der Nutzer wurden aufgezeichnet und gespeichert und können nun wieder bei einer anderen KI zum Lernen eingesetzt werden. Die Datenbank mit über 50 Millionen Zeichnungen von 15 Millionen Nutzern wurde jetzt veröffentlicht und zeigt, dass es bei sehr vielen Objekten viele verschiedene Ansätze zur Darstellung gibt.

Obiges Video zeigt etwa, wie die Menschen ein Gesicht malen und dass es auch dabei ganz unterschiedliche Ergebnisse gibt, die für einen Menschen leicht zu erraten sind, eine KI aber vor eine große Herausforderung stellen können. Auf der Webseite Quick Draw The Data gibt es einige Hundert Kategorien von Zeichnungen mit jeweils allen dort aufgezeichneten Kunstwerken der Nutzer. Beim ersten Aufruf der Seite werden alle Bilder automatisch gezeichnet, anschließend kann man jede Animation durch das Überfahren mit dem Cursor erneut abspielen.



Das Ergebnis ist aber nicht nur für die Nutzer interessant, sondern Google veröffentlicht die Daten auch in Form einer riesigen Datenbank und gibt Entwicklern Zugriff auf die Zeichnungen der Nutzer. Die Daten sind für die Verwendung aufbereitet worden und können so in anderen KIs verwendet werden. Eine solch große Datenbank mit über 50 Millionen tatsächlich von Menschen gezeichneten Skizzen dürfte derzeit wohl einmalig sein. Allerdings ist die Datenbank nicht vollständig geprüft und es können sich einige Fehler eingeschlichen haben, die man direkt auf der Quick Draw-Webseite melden kann.

Auch Google wird diese Daten natürlich weiter verwenden um die eigenen KIs zu trainieren und Eingaben von Nutzern in Form von Skizzen zu erkennen. Erst vor wenigen Wochen wurde z.B. Auto Draw veröffentlicht, das ebenfalls die Zeichnung des Nutzers erkennt und diese perfektionieren soll. Ein Algorithmus erkennt die Form eines Objekts und tauscht dieses dann gegen eines von Künstlern geschaffenen Objekts aus – mit gerade und erkennbaren Linien und in einer optisch schönen Form. Auch dabei handelt es sich nur um eine Demo, und vermutlich werden auch dort weitere Daten für die KIs gesammelt.

Die aufbereiteten Daten gibt es direkt auf der Quick Draw-Webseite, die Daten in Reinform findet ihr bei GitHub. Und wer noch nichts von Quick Draw gehört hat, kann natürlich auch jetzt noch teilnehmen und eine Runde spielen.

» Quick Draw: The Data
» Quick Draw-Daten bei GitHub

[The Verge]



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