Google Chrome: Neue Technologie soll lästige Sprünge beim Laden einer Webseite verhindern

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Mit der Chrome Version 56 gab es nicht nur viele Verbesserungen in punkto Sicherheit sondern auch eine weitere Verbesserung, die Google nun erst jetzt bekannt gemacht hat: Das Scrollen während des Ladevorgangs wurde auf allen Plattformen verbessert und soll nun keine unvorhergesehenen Sprünge mehr machen, die den Lesefluss negativ beeinflussen oder gar unmöglich machen.


Schon wenige Tage nach der Veröffentlichung von Chrome 56 Anfang des Jahres hatten die Entwickler einen Einblick in die Verbesserung der Rendering Engine gegeben, die unter anderem neue CSS-Methoden mit sich gebracht hat, mit denen Webmaster Elemente leichter positionieren können. Außerdem sollen Webseiten deutlich schneller geladen und nur wirklich notwendige Bereiche neu gezeichnet werden.

Jetzt haben Googles Entwickler verraten, dass es noch eine weitere Verbesserung gegeben hat, die wohl bisher noch niemandem aufgefallen ist. Dabei geht es um das oft unvermeidbare Springen der Webseite beim Ladevorgang. Bis alle Elemente und Scripts aus externen Quellen geladen sind, kann es oftmals eine zeitlang dauern, obwohl der eigentliche Content schon längst sichtbar ist. Als Nutzer kann man dann im Normalfall schon beginnen sich die Inhalte anzusehen oder den Text zu lesen.

Wird dann oberhalb des Textes ein Werbebanner oder etwas anderes geladen, ist der Text bisher plötzlich nach unten gesprungen und der Lesefluss war unterbrochen. Aber auch unterhalb des Textes konnte ein großer neuer Content (wie etwa DISQS-Kommentare) für einen Sprung in die andere Richtung sorgen. Dies soll nun der Vergangenheit angehören und seit der Version 56 nicht mehr passieren. Obiges Video zeigt auch, dass man nun auch während des Ladevorgangs einfacher und schneller scrollen kann.



Erreicht wurde dieses neue Verhalten dadurch, dass der Browser nun nicht mehr die absolute Scroll-Position auf der Webseite zur Anzeige verwendet, sondern sich an bestimmten Elementen orientiert. Wenn ein Textfeld oder ein Bild also oben stand, dann bleibt es auch oben, egal was davor oder dahinter passiert. Das kann im Alltag allerdings bei einigen Webseiten zu Problemen führen, falls sie JavaScripts im Hintergrund laufen haben die ebenfalls auf die Scrollposition einwirken oder diese abfragen.

Um die eventuell auftretenden Probleme zu verhindern, wurde auch ein neuer CSS-Wert eingeführt, mit dem dieses Verhalten im Browser deaktiviert werden kann. Dazu muss einfach nur der Wert overflow-anchor deaktiviert werden. Bei komplexen Webseiten mit interaktivem Layout soll der Browser disen Wert automatisch deaktivieren, aber ob diese Erkennung wirklich zuverlässig funktioniert wird sich erst im Laufe der Zeit zeigen.

» Ankündigung im Chrome-Blog

[9to5Google]



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