Heim-Automatisierung: Nest-Produkte können jetzt in Deutschland & Österreich vorbestellt werden

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Über einige Jahre hat die ehemalige Google-Tochter Nest die smarten Produkte zur Heim-Automatisierung nur in den USA verkauft. Mittlerweile gehört das Unternehmen zur Google-Mutter Alphabet und ist nach einigen Schwierigkeiten im vergangenen Jahr nun auf Expansionskurs. Ab heute können drei der vier populären Produkte auch in Deutschland und Österreich vorbestellt werden und werden schon in wenigen Wochen auf den Markt kommen.


Das erste und wohl auch bekannteste Produkt von Nest ist das intelligente Thermostat, mit dem sich nicht nur die Wärme im Haus steuern sondern auch Energie sparen lässt. Doch schon bei der Übernahme durch Google für 3,2 Milliarden Dollar war auch ein intelligenter Rauchmelder im Sortiment. Mittlerweile ist das Sortiment durch die Übernahme von Dropcam auch um Überwachungskameras angewachsen.

Nest Produkte

Vor wenigen Stunden hat Nest nun angekündigt, dass man nach Europa expandiert und die eigenen smarten Geräte zur Heim-Automatisierung schon bald auch in Deutschland, Österreich, Spanien und Italien in den Regalen stehen werden. Anders als Spanien und Italien werden in den beiden deutschsprachigen Ländern aber nur drei der vier Produkte zur Verfügung stehen. Das smarte Thermostat wird voraussichtlich erst im September zu haben sein, da die Heizungssysteme hierzulande komplizierter sein sollen.

Hier die offizielle Preisgestaltung für Deutschland und Österreich. Die Produkte werden laut amazon ab dem 15. Februar verschickt und dürften auch im Einzelhandel ab diesem Datum zu haben sein.

» Nest Protect Rauchmelder (119 Euro)
» Nest Protect Rauchmelder 3er Pack (329 Euro)
» Nest Überwachungskamera Outdoor (199 Euro)
» Nest Überwachungskamera Indoor (199 Euro)

Im Google Store sind die Nest-Produkte hierzulande zur Zeit noch nicht gelistet



Im vergangenen Jahr stand es nicht wirklich gut um Nest: Die Belegschaft hat gegen Gründer und CEO Tony Fadell rebelliert, der kurz darauf das Unternehmen verlassen hat. Anschließend stand sogar ein Verkauf durch Alphabet im Raum, der dann aber dementiert wurde. Gleichzeitig wurden auch großartige und neuartige Produkte angekündigt, von denen wir bisher aber noch nichts gesehen haben.

Doch trotz der Expansion nach Europa scheint es um Nest noch immer nicht ganz so gut bestellt zu sein, denn Alphabet soll angeblich unzufrieden mit dem Entwicklungs-Tempo sein und das Internet of Things-Team zu Google versetzt haben, wo es wohl auch deutlich besser aufgehoben ist. Nest dürfte sich daher in Zukunft vermehrt auf die Entwicklung und den Verkauf der Hardware konzentrieren.

[Spiegel Online]



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