Morgan Stanley: Google wird 2 Milliarden Dollar Umsatz mit den Pixel-Smartphones erwirtschaften – in diesem Jahr

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Seit gut sechs Wochen sind die Pixel-Smartphones von Google nun schon im Handel erhältlich, und noch immer gibt es keine offiziellen Zahlen über den Erfolg oder Misserfolg der beiden Smartphones. Die Investmentbank Morgan Stanley hat nun einen Bericht veröffentlicht, in dem man von einem großen Erfolg ausgeht und allein in diesem Jahr einen Umsatz von über 2 Milliarden Dollar mit dem Verkauf der Geräte erwartet.


Man kann nicht sagen dass Google nicht ordentlich die Werbetrommel gerührt hat: Sowohl nach der Vorstellung als auch schon mehr als eine Woche vor der Präsentation hatte man weltweite Marketing-Aktivitäten gestartet, um die Smartphones – und die anderen Geräte – unter dem Hashtag #madebygoogle zu bewerben. Offizielle Zahlen bleibt man allerdings schuldig, den einzigen Hinweis gab es wenige Tage nach dem Verkaufsstart, in dem von einer überraschend hohen Nachfrage berichtet wird.

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Da Google keinerlei Zahlen veröffentlicht, können die Analysten und Marktforscher mal wieder schön ins blaue raten und Verkaufsszahlen würfeln. Wenn allerdings ein Unternehmen wie Morgan Stanley einmal (vorausgesagte) Zahlen auf den Tisch legt, dann haben diese schon etwas mehr Gewicht – und stammen möglicherweise aus zuverlässigeren Quellen. Die Banker gehen davon aus, dass Google in diesem Jahr mehr als drei Millionen Pixel verkaufen und damit einen Umsatz von etwa 2 Milliarden Dollar erwirtschaften wird. Angesichts des Weihnachtsgeschäfts sicherlich eine gute Prognose.

Aber auch im nächsten Jahr soll es genau so weitergehen: Für 2017 prognostiziert MS noch weitere 5 bis 6 Millionen Geräte und einen weiteren Umsatz von 3,8 Milliarden Dollar – und das allein durch den Geräteverkauf. Dazu sollen natürlich noch Folgeumsätze entstehen, wie etwa die weitere Verbreitung der Android-Plattform und damit auch noch mehr potenzielle und kaufwillige Kunden für den Play Store. Außerdem können die Smartphones natürlich die Marke Google im Bereich stärken.



Im Vergleich zu anderen Smartphone-Herstellern ist der Umsatz natürlich lächerlich gering, aber für Google ist es immens wichtig, endlich Einnahmequellen neben der Werbung zu finden – was die Analysten und Anleger bereits seit mehr als einem Jahrzehnt fördern. Mit der eigenen Hardware könnte man einen solchen Markt gefunden haben, der noch dazu das Kerngeschäft stärkt und bestens in die Strategie passt. Dass man dabei einen hohen Einstiegspreis angesetzt hat, ist dann vielleicht nicht die dümmste Strategie gewesen.

Natürlich wird man sich auch noch weitere Effekte erhoffen und durch die „madebygoogle“-Smartphones auch weitere Geräte wie die VR-Brille, Google Home oder auch den WLAN-Router zu verkaufen. Es wird vielleicht noch eine Zeit dauern bis Google auch als Hardware-Hersteller in den Köpfen der Menschen angekommen ist, aber mit dem nun eingeschlagenen Weg ist man diesem Ziel ein großes Stück näher gekommen.

[WinFuture]



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