Eric Schmidt: Googles größter Konkurrent ist Amazon

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In vielen Märkten ist Googles Suchmaschine die unangefochtene Nummer 1 und in einigen Ländern, wie etwa Deutschland mit über 90% Marktanteil, sogar die dominierende Suchmaschine. Auf den weiteren Plätzen folgen in den meisten Ländern dann ebenfalls die gleichen Namen wie Yahoo! oder Bing, aber einen Konkurrenten haben wohl nur wenige auf der Rechnung: Laut Eric Schmidt sieht man bei Google tatsächlich Amazon als größten Konkurrenten.


Die Erklärung dafür, dass Schmidt Amazon als Hauptkonkurrenten ins Visier gefasst hat, liefert er natürlich auch gleich mit und setzt dabei vor allem auf die Herangehensweise der Suchmaschine: Laut Schmidt liefert Amazon seinen Nutzern einfach „die Ergebnisse die sie erwarten“ und hat sich in der doch sehr großen Nische der Produktsuche etabliert. Wer ein Produkt sucht bzw. Online kaufen möchte, sucht es in vielen Fällen ohnehin gleich bei amazon und würde Google umgehen.

Eric Schmidt

Schmidt sieht ohnehin die Gefahr der Nischen-Suchmaschinen als sehr viel größer an als den Konkurrenzdruck unter den allumfassenden Suchmaschinen. Die Nutzer würden immer weiter dazu übergehen, ihre Produkte direkt bei amazon, ihre Reisen direkt bei einem Spezialanbieter mit Preisvergleich und lokale Suchanfragen ebenfalls auf entsprechenden Webseiten zu suchen. Wahrscheinlich hat er dabei auch gar nicht so unrecht, und liefert auch gleich den Grund mit, warum Google all diese Angebote ebenfalls integrieren muss – sehr zum Leidwesen der Konkurrenz.

Wichtig sei es aber, zu wissen „dass irgendjemand irgendwo in einer Garage auf uns lauert“ und Google im Kerngeschäft angreifen wird. Neue Suchmaschinen sprießen ständig aus dem Boden, und eines Tages wird vielleicht wieder ein Anbieter etwas sensationell neues bieten. „Ich weiß das, weil es nicht lange her ist, dass wir in dieser Garage saßen“. „Die Geschichte hat gezeigt, dass Größe und vergangene Erfolge kein Garant für die Zukunft sind“ sagt Schmidt und verweist dabei auf Unternehmen wie Yahoo!, Nokia und BlackBerry – und sogar Microsoft.



Google sieht sich laut Schmidt selbst von Konkurrenten umgeben und müsse sich daher ständig wandeln, womit er gleichzeitig wieder einige Integrationen rechtfertigt um die eigene Suchmaschine immer intelligenter zu gestalten und mit den StartUps und Nischenanbietern aus allen Bereichen mitzuhalten.

[futurezone]



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