Google Glass: Datenschutz-Petition im Bundestag & Verbote in den USA

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Man kann nicht sagen, dass Google den Behörden weltweit nicht genügend Vorlauf zur Einführung von Google Glass gegeben hat. Da der Release-Termin, der immer noch nicht endgültig fest steht, näher rückt gibt es nun erste Forderungen für umfangreiche Datenschutzreformen. Unterdessen werden in den USA bereits Strafzettel für die Nutzung der Datenbrille am Steuer verteilt.


Das Thema Datenschutz ist gerade in Zeiten der NSA-Spionage aktuell wie noch nie und sollte dringend reformiert werden – so will es zumindest eine vor wenigen Wochen eingereichte Petition im Deutschen Bundestag. Durch die neuen technischen Möglichkeiten der vergangenen Jahre durch Smartphones, Tablets und bald auch Datenbrillen müssen völlig neue Grundlagen geschaffen werden – und das möglichst bald.

Google Glass

Die Petition weist vor allem darauf hin, dass Glass-Nutzer jederzeit ihre gesamte Umgebung aufnehmen und diese Daten auf einem US-Server verarbeitet werden. Dort ist dann nicht einmal gesichert wer auf diese Daten Zugriff hat und wofür sie verwendet werden. Deswegen fordern die Einreicher nun, dass hierzulande genau geregelt sein sollte was mit der Datenbrille erlaubt ist und was nicht – und das natürlich möglichst noch vor der Markteinführung.

Derzeit steht die Petition bei etwas über 200 Unterschriften, bis zum 6. Januar 2014 kann diese noch unterstützt werden. Erst bei 50.000 Unterschriften wird der Inhalt der Petition Thema im Bundestag. In der Petition wird Google Glass übrigens mit keinem Wort erwähnt, man bezieht sich lediglich auf den zukünftigen Markt der Datenbrillen. Die Spionage-Affäre der NSA hingegen wird ausdrücklich erwähnt und als größte Gefahr genannt.

» Petition im Deutschen Bundestag


Glass in den USA am Steuer verboten
Auch in den USA ist die Brille noch nicht erhältlich, ist aber durch einige zehntausend Explorer-Editions bereits im Umlauf. In den ersten Bundesstaaten wurden bereits Strafzettel an Autofahrer verteilt, die die Brille während der Fahrt auf der Nase hatten. Als Begründung wurde jedesmal genannt, dass die Brille den Nutzer ablenkt und er so das Fahrzeug nicht mehr sicher steuern kann.

Google widerspricht dem allerdings und sieht Glass eher als Ergänzung statt als Ablenkung:

Allgemein ausgedrückt ist Glass ausgelegt, um Menschen mit ihrer Umwelt näher zu verbinden, nicht um sie davon abzulenken

Das sehen die Gesetzeshüter in Kalifornien, Delaware, New Jersey und West Virgina anders – hier wurden bereits Verbote für Glass am Steuer erlassen.

[heise & futurezone]



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