Street View: Online-Tool ab sofort verfügbar

Street View

Das von Google angekündigte Tool für Unkenntlichmachungen von Wohnungen und Häusern in Street View steht ab sofort online zur Verfügung. Die Bedienung ist kinderleicht. Einen Widerspruch hat man binnen wenigeren Minuten eingereicht.

Auf der ersten Seite bekommt man einige Infos präsentiert, bis wann der Widerspruch eingegangen sein muss und welche Folgen dieser hat. Da die Daten unwiderruflich gelöscht werden, ist es nicht möglich Bilder wiederherzustellen, wenn es sich einer anderes überlegt. Auf Seite 2 erfolgt dann die Eingabe der Adresse. Wichtig ist es dann, dass man den Marker auf sein Haus zieht und nicht auf der Straße belässt.

Anschließend bittet Google noch um eine Beschreibung. Mit dieser sollte es möglich sein, dass man im Zweifel das Haus bzw. die Wohnung eindeutig identifizieren kann. Die Beschreibung ist freiwillig, aber unter Umständen ist ohne diese eine Bearbeitung des Antrags nicht möglich.

Im dritten Schritt muss man noch seine Mail-Adresse angeben sowie seinen Namen. Google versendet per Post an die Adresse dann einen Bestätigungscode und per Mail einen Link zum passenden Formular. Dies soll Missbrauch ausschließen.

Ausschnitt aus der Webseite für Widerspruch

Da Street View zunächst in den Städten Berlin, Bielefeld, Bochum, Bonn, Bremen, Dortmund, Dresden, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, Mannheim, München, Nürnberg, Stuttgart und Wuppertal gestartet wird, müssen Anträge für Gebäude in einer dieser Städte bis 15. September 2010 24:00 bei Google eingehen und bis 06. Oktober 2010 per Code bestätigt werden. Andernfalls kann es sein, dass der Widerspruch nicht vor der Veröffentlichung bearbeitet wurde.

Für alle anderen Städte in Deutschland ist der Widerspruch ebenfalls möglich. Hier muss der Code bis 31. Dezember 2010 bestätigt werden.

Weiterhin ist – wie seit April 2009 der Widerspruch via Post an Google Germany GmbH, betr.: Street View, ABC-Straße 19, 20354 Hamburg. Google Germany wird diesen dann an Google Inc. weiterleiten.

Der Widerspruch wird über eine verschlüsselte Seite übermittelt. 

» Infoseite mit Widerspruch

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comment ommentare zur “Street View: Online-Tool ab sofort verfügbar

  • Also bei würds funktionieren des Formular, aber ich würd nie auf die Idee kommen es auch zu benutzen 😉

  • Die Probleme sind jetzt gelöst, wie uns Lena Wagner, Pressesprecherin von Google mitteilt:
    „Einige Nutzer hatten heute Schwierigkeiten, Zugriff auf das neue Online-Tool zu bekommen, welches die Google Maps API nutzt. Der technische Fehler in Google Maps ist mittlerweile behoben. Wir bedauern die entstandenen Unannehmlichkeiten.“

  • All diejenigen, die das Tool benutzen um ihr Haus unkenntlich zu machen, sollen dann auch die Finger von Street View lassen.
    Ganz originell , das eigene Haus unkenntlich machen, aber selbst den Dienst benutzen. Sie sollten sich am besten gleich von Google abwenden und sich eine neue Suchmaschine suchen.

  • @79111:
    Kann es ein das nur die Deutschen mal wieder so verklemmt sind das sie anfangen zu weinen wenn sie ihr Haus im Internet sehen? Das kann doch auch jeder auf der Straße machen. Und es werden wohl nicht tausende Menschen auf ein Haus gucken.

  • Ein Freund machte mich auf eine Merkwürdigkeit aufmerksam, wo ihr vielleicht mal bei Keuchel o.ä. nachfragen könntet:

    Das Onlineformular behauptet auf der ersten Seite (Hervorhebung von mir):

    Zitat:
    Da wir einem Missbrauch dieses Dienstes vorbeugen müssen, ist eine Verifizierung Ihrer Angaben erforderlich. Dazu schickt Google Ihnen einen Verifizierungscode an die angegebene Postanschrift sowie eine E-Mail mit einem zur Verifizierung benötigten Link. Über diesen Link können Sie den Vorgang abschließen.

    Aber auf Schritt 3 (nach der Auswahl eines Grundstücks) gibt es dann die folgende Option: Brief an eine andere Adresse schicken.

    Heißt das jetzt, dass ich selbst die Google-Zentrale in Hamburg blurren lassen kann, wenn ich den Verifizierungscode an meine Adresse schicken lasse??

    Finden in dem Fall, dass der Widersprecher eine abweichende Adresse angibt, zusätzliche Kontrollen statt? (Nachweis des Grundbucheintrags oder sonstwas)

    (und keine Sorge, weder ich noch der genannte Freund denken daran, den Widerspruch zu nutzen- wir haben nur mal das Formular getestet)

  • Meine Güte, wie paranoid. Gibt es keine anderen Probleme mehr? Wenn einer mein Haus sehen will, braucht er nur dran vorbeizufahren. Dann sieht er dasselbe wie auf Streetview. Man könnte grad meinen, halb Deutschland murkst in seinen Vorgärten kleine Kinder ab oder baut Drogen an.

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