YouTube startet Musik-Suche

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YouTube hat eine neue Musik-Suche gestartet: Unter www.youtube.com/music kann man ab sofort ein wenig Musik aus allen Genres hören. Leider gibt es in Deutschland einen kleinen Haken: Jeder zweite Klick führt ins Nirwana, da die GEMA und andere Lizenznehmer nicht mit YouTube zusammenarbeiten. 

Im Herbst 2007 hat Google mit der Gema einen Vertrag ausgehandelt um YouTube auch auf Deutsch anbieten zu können. Diese ist im März 2009 ausgelaufen, woraufhin Google damit begonnen hat, Musikvideos – auch solche, die von den Labels selbsthochgeladen werden für deutsche Nutzer zu sperren. Im Mai 2010 wurden die Verhandlungen von der GEMA abgebrochen, obwohl Google zu weiteren Gesprächen bereit ist. Auch aus diesem Grund macht YouTube Music in Deutschland wenig Sinn, da die meisten Hits unter den Fittichen der GEMA sind. Auch Viacom hatte sich mit YouTube gezankt, am Ende aber nicht Recht bekommen. Dabei sollte Alles so schön werden…

YouTube Music: Zwischen GEMA und Verträgen

YouTube Music ist als Konkurrenz zum Last.FM oder MySpace gedacht: Künstler, Neuentdeckungen und Stars sollen ihre Videos auf YouTube stellen (sofern die GEMA diese nicht wieder löscht) und der Nutzer soll sich dann aus den Mengen an Musik seine Favoriten zusammenklicken. Ganz logisch gedacht ist das die Fortsetzung von Googles Musik-Kategorie, die etwas nach Genres aufgehübscht wurde und hier und da einige Extras bekam. 

Fazit: Im Grunde ist die Idee Klasse und die Stars und Videos sind auch da. Leider hakt es in Deutschland an den unzähligen Rechteinhabern, die sich fast alle einig sind: YouTube ist böse und nimmt den Profit weg. Da kann man nur sagen: Lang leben die unabhängigen Künstler. 

Mehr zum Thema:
» GEMA
» Viacom
» Vevo
» YouTube wird zur Disko

Was andere dazu schreiben:
» Focus
» ZDNet.de 

» YouTube Blog

comment ommentare zur “YouTube startet Musik-Suche

  • Ich als Künstler (nicht Musiker) wunder mich immer wieder über die schlecht reherchierten Beiträge zum Thema YouTube und Musik. Nicht nur hier, obwohl das hier mal wieder ein Musterbeispiel ist. Es liest sich immer so, als wären die Texte von blauäugig unkritischen Google-Fanboys geschrieben.

    Es ist nicht so, dass die GEMA oder andere Rechteinhaber nicht mit YouTube arbeiten wollen. Im Gegenteil. Aber YouTube will halt keine Kohle für die Musik zahlen. Natürlich wird aber reichlich Kohle für Ads kassiert. Das geht halt nicht zusammen.

    Noch mal zur Recherche:
    1. nicht die GEMA, sondern YouTube sperrt Videos, um sich vor Ansprüchen der Urheber zu schützen. Ja, die wissen ganz genau, was sie tun.
    2. So weit ich weiß, hat die GEMA nie geklagt, sondern Verhandlungen abgebrochen – was immer das auch heißen soll. Weiß ja eh keiner, was da im Hintergrund geschieht.
    3. Nicht alles kann umsonst sein. Bitte mal lesen, was spiegel online zum Thema „unabhängige Künstler“ und internet geschrieben hat http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,689372,00.html
    So einfach, wie von den CC-Aktivisten propagiert, ist das Spiel leider nicht ganz.

  • @78541:

    Na na, bevor man so einen bösen Kommentar schreibt, sollte man aber auch ein bisschen recherchieren. Natürlich zahlt Goolge/Youtube für die Musikvideos. Das klappt in anderen Ländern (zB UK) problemlos und hat bis 2009 auch mit der GEMA geklappt. Die GEMA ist nur gierig geworden und möchte Beträge in einer Größenordnung, bei der Youtube Verluste schreiben würde. Natürlich machen sie das nicht.

  • YouTube war doch sowieso nie auf Gewinn ausgelegt. Das war einfach ne blöde Investition von Google. Und wenn die noch mehr Werbung draufspammen, haben die User nicht mehr lange Bock drauf.

    Ich habe außerdem gelesen, dass UK die große Ausnahme ist, was das Bezahlen von Content angeht. Ich bin mir recht sicher, dass Verwerter in anderen Ländern auch mit YouTube streiten. Die haben doch auch riesen Zoff in den USA.

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