Street View: Finne verklagt Google

Street View

Ein Finne hat gegen Google Klage eingereicht. Der sitzt ohne Hose auf einem Schaukelstuhl in seinem Garten. Obwohl das Gesicht verfremdet ist, ist durch die Adresse, die oben links angezeigt wird, eine Identifizierung recht leicht möglich.

Der Mann klagt nun wegen Verletzung seiner Privatsphäre und Preisgebung der Lächerlichkeit. Der Mann hatte erst durch Presseberichte erfahren, dass er abgelichtet wurde. Einer der Kritikpunkte an Street View ist, dass die Kamera zu hoch montiert ist und so ein Blick über den Zaun geworfen werden kann. Aus diesem Grund musste Google die Aufnahmen von Japan mit einer niedrigeren Kamera erneut fotografieren.

Die Aufnahmen sind inzwischen von Google entfernt worden.

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comment ommentare zur “Street View: Finne verklagt Google

  • Welcher normaler Mensch sitzt schon ohne Hose auf einem Schaukelstuhl? Ich kenne das Bild…
    Selbst schuld! Man man man

  • Naja eigentlich darf der Mann auf dem Schaukelstuhl sogar Sex haben… stell dir vor du hast es nötig, musst aber Angst haben, dass Google vorbei fährt? 😀 Da muss man dem Guten schon Recht geben. Allerdings hat ein Präzedenzfall wie dieser wieder einen Haken: falls denn der Mann recht bekommt, wie viele Leute setzen sich dann ab heute nackt auf die Veranda, nur damit sie durch eine womögliche Klage gegen ein womögliches Streetviewauto in ihrer Gegend ne Menge Geld bekommen?

  • ja… ich bin kein gegner von Street View im gegenteil – finde den Dienst Hammer!

    Aber was mein Garten angeht, da kann ich wohl rumlaufen wie ich will!! Schliesslich ist es mein Privatbereich!

    Servus!!

  • @so ist das
    Was redest du für gequirlte Scheiße? Warum ist der Mann selbst schuld, wenn er in seiner Privatsphäre gestört wird? Jeder besitzt das Hausrecht. Google verstößt eindeutig dagegen!

  • Ich habe gegen den Dienst gar nichts. Würde es aber befürworten wenn Google die Kamaras Niedriger montiert.

    Kenne auch das Bild, kann daran aber nichts verwerfliches erkennen. Der könnte ja auch ne Shorts o.ä. tragen – man erkennt es ja nicht wirklich.

  • Ich finde Streeview auch toll. Aber ich denke die StreetView mitarbeiter sollten die Bilder wirklich besser kontrollieren.

    Finde es allerdings auch albern, da gleich mit Millionenklagen ran zu gehen. Okay weiß jetzt in diesem Fall nicht wie hoch der Streitwert angesetzt wurde – aber die meisten Leute freuen sich doch wenn Google „Mist“ baut, weil sie auf ein Geldregen hoffen.

  • Jedes Bild zu kontrollieren, ist unmöglich. Angenommen Google macht alle 10 Meter ein Bild, das sind dann auf einem Kilometer 100 Bilder, auf zehn Kilometer 1.000…

  • nan genau das ist das umstrittene Bild (jetzt überlege mal warum das Bild entfernt wurde? – Titel sagt es ja: „Finne verklagt Google“)

    Ich würde da nichts erkennen

  • @75066:
    Wenn man gegen Recht verstößt, ist es unerheblich, ob die Behebung des Rechtsverstoßes viel oder wenig Aufwand ist.

  • @75073:
    das mag ja sein, wenn man jetzt nur die Autobahn nehmen würde:
    USA: 75.376 km (Interstate Highway System)
    China: 45.400 km (National Trunk Highway System)
    Deutschland: 12.550 km

    (Ja wir Deutschen haben eins der dichtesten Autobahnen der Welt (Platz 3) )

    Wenn wir die Daten nehmen, die ich eben nannte und die Pascal schieb dann sind wir bei: 13.332 Bilder NUR für Autobahnen dann wird es teilweise 2-3x abgefahren, weil ggf LKW im Weg war o.ä. dann wären wir bei 26.664-39.996 Bildern.

    Zudem erkennt man auch nicht immer ob es sich dabei um ein Rechtsverstoß handelt oder nicht.

  • @stadtjunge

    Google kann das Hausrecht nicht verletzt haben, zumindestens nicht indem sie das Gelände betreten habe, aber es mag Gesetze geben, die den Begriff Hausrecht weiterfassen, aber Hausfriedensbruch hat Google nicht begangen.

  • Nachdem das Grundstück umzäunt ist, ist es eine Verletzung der Privatsphäre, da die Kamera ja über den Zaun schaut.
    Hätte sich der Mann ohne Hose aber vor sein Haus ohne Zaun gesetzt, wäre es was anderes.

  • Finde es ziemlich krass, wie hier manche Google vollkommen kritiklos anhimmeln.
    Ich weiß nicht, ob es wirklich so aufwändig wäre Street View einer abschließenden Prüfung zu unterziehen. Müssen doch noch nicht mal die Bilder sein für den Check, sondern die spätere Ansicht.

  • Ich finde es total behämmert von einigen Leuten, die hier schreiben. Der Mann ist selbst schuld. Ich flitze gerne nackt durch meinen Garten und hab meine Hecke genau so hoch geschnitten das dort keiner ohne Hilfsmittel rüberschauen kann. Dann möchte ich auch nicht, dass dann irgendjemand mit einem Auto + Dachmontage daherkommt und über meine Hecke fotografiert.

    Gegen 1,80m Augenhöhe aufnahmen habe ich nichts. Wenn ich nackig auf dem Dach sitzen würde, wo es alle sehen, dann wäre ich wohl selbst schuld, wenn das Foto bald im Netz auftaucht.

    Eigentlich sollte es echt kein Problem sein, die Street View aufnahmen durch Studenten überprüfen zu lassen. Ich würde mich auch freuen, wenn Street View endlich mal in Deutschland freigeschaltet wird.

  • Ich bin immer wieder überrascht, wie gedankenlos Google-Nutzer hier das „selbst schuld“ äußern.

    Wenn ich vor Eurer Hecke (und eben nicht „Häcke“) meine Leiter aufstelle und aus drei Meter Höhe Euer Treiben im Garten fotografiere, dann würdet Ihr rauskommen und mich verjagen. Wenn Google das serienmäßig macht, dann müssen sich in Euren Augen Leute dafür rechtfertigen, dass sie dort nackig rumsitzen. Und sie haben natürlich keinen Google-Schutzwall von vier Metern Höhe um das Grundstück gezogen!

    Die Posse um Buzz und den nicht vorhandenen Datenschutz zeigt doch das Problem auf. Oder glaubt Ihr, die tausenden von hochintelligenten Google-Mitarbeitern (bedenkt die Auswahlkriterien!) hätten die „Probleme“ nicht vorher erkannt? Glaubt Ihr, irgendein Google-Mitarbeiter würde sich freiwillig beim Sex im eigenen Garten fotografieren lassen wollen? Natürlich nicht, aber mit den anderen kann man es ja machen.

    Naive Menschheit…

  • @75074:
    Google fotografiert die halbe Welt und dabei den Hof eines Dritten, ohne Genehmigung. Das Foto wird veröffentlicht, ebenfalls ohne Genehmigung. Damit hat Google ganz eindeutig gegen das Persönlichkeitsrecht (oder auch gegen andere Rechte verstoßen) und dabei spielt es noch nicht mal eine Rolle, ob der gute Mann angezogen ist oder nicht.

    Der Rechtsverstoß ist also eindeutig, soweit sind wir konform, oder?

    Und da Google diesen Dienst nun mal betreibt, sind sie für alle Rechtsverstöße haftbar. Ob sie dann nun 500, 5 Mio. oder 5 Mrd. Bilder prüfen müssen, spielt keine Rolle. Man kann es natürlich auch laufen lassen, riskiert dann aber rechtliche und finanzielle Konsequenzen.

    Und auch wenn manche das nicht verstehen wollen: Googles „Wir machen etwas und wenn du es nicht willst, musst du dich melden bzw. es deaktivieren“ mag ja noch für das Crawlen von Internetseiten sinnvoll und rechtlich unkritisch sein, aber sobald es die Themen Datenschutz, Persönlichkeits- und Urheberrecht betrifft, sieht es ganz schnell anders aus. Denn da muss sich auch Google an geltendes Recht halten, welches in vielen Fällen vorsieht, dass man (Google) sich im Voraus eine Genehmigung einholt.

  • Naja – aber da würde ich google auch verklagen 🙂 Ich denke mal dass google hier ein wenig mehr Handarbeit durchführen müsste, damit solche Vorfälle sich nicht wiederholen. Ist eigentlich nicht zumutbar…

  • Zitat:
    Ist eigentlich nicht zumutbar…

    Scheiß egal, scheiß egal, scheiß egal… 😉
    Lies meinen Beitrag einfach noch einmal.

    Recht geht vor Aufwand, denn Google ist selbst Schuld, wenn es gegen Gesetze verstößt. Oder willst du jetzt dem Recht die Schuld geben, dass es Google im Weg steht 😉

  • @ca18804

    Ich glaube er meint eher, dass Google sich da mehr anstrengen muss, da es so wie es jetzt ist „eigentlich nicht zumutbar“ ist.

  • Ich stimme auch ca18804 voll zu: viele Nutzer wissen doch gar nicht wie Ihnen gerade geschieht. Wofür denn bitte die ganze Welt ablichten? Aber wenn Sie es schon tun und soooo viel Geld dafür ausgeben, dann muss auch das Geld dafür da sein, alles zu überprüfen. Solche Fehler dürfen einfach nicht passieren. Dann muss halt einfach wirklich JEDES Foto angesehen werden!

  • Zitat:
    Dann muss halt einfach wirklich JEDES Foto angesehen werden!

    Du begreifst immer noch nicht , dass es Millionen von Bildern sind!?

    Zitat:
    viele Nutzer wissen doch gar nicht wie Ihnen gerade geschieh

    Viele Nutzer wissen auch gar nicht , dass auch andere Unternehmen genau das tun wie google street view…
    Meine Garten/Haus/als Person selbst

    ist auf a zu sehen ist auf b zu sehen ist auf c zu sehen und auf google. Doch man tut alles nur die Bilder von Google zu löschen , aber nicht von den anderen.

    Wenn man etwas verbieten will , dann sollte das auf alle bezogen werden und nicht nur auf google!

  • So ist das: Ist doch SCHEISSEGAL wie viele Bilder das sind!!!!!!!!!!!! Die geben doch auch genug Geld dafür aus die Dinger zu schießen!!!!!!
    Wie viele Nutzer kennen sich denn wirklich so gut aus dass sie wissen WIE das alles funktioniert? Ich sag mal 90% in D checken die ganzen Dienste und Angebote nicht, sie nutzen sie nur weil sie da mal „reingestolpert“ sind. Genau DIE sind auch zu schützen! Das sind die schwächsten in unserer „Internet-Gesellschaft“.

  • Zitat von so ist das

    Zitat:
    Wenn man etwas verbieten will , dann sollte das auf alle bezogen werden und nicht nur auf google!

    Genau das ist das Problem, alle beziehen es NUR auf Google. Das es aber bereits AKTIVE Projekte gibt wo auch Deutschland abgelichtet ist sieht mal wieder keiner!

    Google hat für Deutschland noch kein einziges Streetview Bild veröffentlicht. Andere dafür schon ganze Städte!

    Wenn ich mich nicht recht erinnere, plant selbst die Deutsche Post so einen Dienst!

    Aber da meckert wieder keiner. Man müsste WENN überhaupt erst mal gegen die vorgehen, da die Bilder schon von Deutschland online sind.

  • Zitat:
    Genau das ist das Problem, alle beziehen es NUR auf Google. Das es aber bereits AKTIVE Projekte gibt wo auch Deutschland abgelichtet ist sieht mal wieder keiner!

    Naja, aber die unglaubliche Datensammelwut, die Google da macht, ist in meinen Augen schon erschreckend.

    Wenn man sich anguckt, was die alles besitzen:
    – Suchmaschine Google
    – Videoportal Youtube
    – Videoportal GoogleVideo
    – Freemail-Anbieter GMail
    – Statistikentool Analytics
    – GoogleStreetView
    – GoogleMaps
    – …

    Ist das nicht schon ein bisschen extrem?

  • Naja Google sollte seine Kameras wie in Japan etwas tiefer einstellen und gut ist. Keiner braucht über den Gartenzaun anderer zuschauen da kann ich den Finnen schon recht gut verstehen. Da man dort machen darf was man möchte… und da gibs sicherlich viele Leute die in ihrem Garten nur sehr ungern abgelichtet werden wollen. Allerdings sollte man von einer großen Strafe erstmal an Google absehen, da sonst die Gefahr von Nachamern zu groß wäre.

  • Hmm ist ein ganz schöner zwiespalt. Auf der einen Seite will jeder online sehen wie es vor ort aussieht aber niemand/wenige wollen, dass etwas privates drauf ist. Wie soll man soetwas verwirklichen?

  • @75066:
    Wenn Google die Bilder nicht kontrollieren kann, muss es die Aufnahmen unterlassen. Ein Jäger darf des Nachts auch nicht einfach auf alles schießen, was sich bewegt und sich, nachdem er das Nachbarskind zur Strecke gebracht hat, damit heraus reden, dass die genaue Nachprüfung nachts schlecht möglich ist.

    Google darf gern öffentliche Plätze fotografieren. Aber nicht in den Privatbereich hinein. Stelle man sich nur mal vor, die eigenen Kinder spielen nackt am Pool und Google knipst über die 2,60 m hohe Hecke hinweg…
    Ich wäre gern der Anwalt, der den Google-Vorstand wegen Verbreitung pornographischer Schriften nach § 184 I StGB iVm. § 14 StGB hinter Schloss und Riegel bringt.

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