Google plant mobilen Superspeicher

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Jeder von euch wird das Problem große Datenmengen zu transportieren kennen: Für wenige MB nimmt man das Internet, für 100 MB eine CD und für 2 GB muss eine DVD her – kein Problem. Was aber wenn es sich um etwas größere Datenmengen – sagen wir 120 Terabyte – handelt? Dann haben wir ein Problem – und Google möchte dies in Zukunft lösen.

Laut der BBC arbeitet Google derzeit an einem mobilen Datenspeicher der vorallem in Universitäten und Forschungseinrichtungen zum Einsatz kommen soll. Der Besitzer der Daten kann bis zu 120 Terabyte darauf speichern und Google verschifft dieses Gerät dann an den Empfänger und stellt dem diese Daten wieder zur Verfügung. Selbst per Highspeed-Leitung dürfte der Transport von solch einer Datenmenge nicht schneller gehen.

Google fungiert hier also, diesmal ganz klassisch, als Postbote oder Spediteur. Was das ganze denn kosten soll und wie schnell die Daten denn von einem Ort zum anderen transportiert werden steht bisher noch nicht fest – aber Google hat einen kleinen Haken eingebaut. Egal welche Daten verschickt werden, Google besteht darauf sich eine Kopie zu ziehen und diese ggf. zu verwenden.

Was Google mit diesen Daten dann anfangen möchte weiß ich zwar auch nicht, und es dürfte auch sehr problematisch sein – von wegen Lizenzbedingungen, Copyrights, geistiges Eigentum und co. Außerdem ist das natürlich der große Knackpunkt an der Sache welcher den Erfolg sehr stark dämpfen dürfe – denn niemand wird seine geheimen Forschungsergebnisse Google im Klartext zur Verfügung stellen wollen.


Die Idee ist im Grunde natürlich sehr gut, und so lange die weltweiten Datennetze noch nicht in der Lage sind TB-Dateien in sekundenschnelle zu verschicken – und das wird noch ein weilchen dauern – wird so ein Angebot sicherlich auch angenommen, wenn da eben nicht dieser sehr große Haken wäre. Aber warten wir es erst einmal ab, noch steckt das ganze erst in der Planungsphase…

» Artikel bei BBC

[heise]

Nachtrag:
» Google bekommt Patent für mobiles Rechenzentrum zugesprochen


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comment ommentare zur “Google plant mobilen Superspeicher

  • Nunja, man könnte die Daten ja auch einfach verschlüsselt auf dem Gerät speichern. Wobei die Verschlüsselung von 120TB mit einem vernünftigen Algorithmus schon auch seine Zeit in Anspruch nehmen wird.

  • Da hat Google vorgesorgt. Es dürfen nur Daten ausgetauscht werden die in einem „offenen“ Format gespeichert sind.

    Aber ich halte das für eine gute Idee. Wenn man Daten hat die man nicht weitergeben will/kann, dann muss man den Transport halt anderweitig organisieren.

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