Anfang letzten Jahres fiel der Startschuss zu Google Video, anfangs konnte man dort nach Zitaten und Fotos aus verschiedenen TV-Shows suchen, später kam das hochladen von eigenen Videos dazu und schlussendlich werden darüber jetzt auch komplette TV-Sendungen verkauft. Und dabei hat Google still und heimlich die Suche nach vergangenen TV-Sendungen eingestellt. Die Suche bot die Möglichkeit nach jedem gesprochenen Wort das im TV gefallen ist, zumindest bei teilnehmenden Sendern, zu suchen, und sich dazu auch gleich das entsprechende Foto anzusehen. Ein sehr interessanter Service, nur leider ist er nie über Amerikas Grenzen hinaus gekommen, aber vielleicht wird es dass ja dann beim zweiten Anlauf. Google begründete diesen Schritt damit das die Benutzer bewegte Bilder erwarten und nicht nur Screencaps. Deshalb hat man sich dazu entschlossen das ganze erst einmal abzuschalten, versprach aber diesen Service so bald wie möglich wieder anzubieten. Man sei zu Gesprächen mit den TV-Sendern bereit, was wohl bedeutet das es dann demnächst auch die kompletten vergangen Sendungen zum Download geben wird.
Aufgrund der Übernahme von dMarc will ich die Zukunft von Googles Werbetätigkeiten noch einmal etwas näher beleuchten. Es scheint ganz so als wenn Google in den nächsten Jahren zu einem richtig großen Werbenetzwerk wird, was das ganze aber mit dem eigentlichen Kerngeschäft zu tun hat ist fraglich... Internet Im Internet hat Google zur Zeit eines der stärksten Werbenetzwerke und baut dieses kontinuierlich weiter aus. Die Werbung erreicht eine hohe Klickrate, stört nicht während des surfens und schüttet dem Webmaster einen recht hohen Gewinn aus. Außerdem ist diese Werbung kontextbasiert und erreicht somit einen noch höheren Personenkreis und bedeutet auch für den Inserenten mehr potentielle Kunden. Printmedien Vor einiger Zeit erst wurden die Publication Ads in den USA gestartet, zwar bisher wenig erfolgreich doch das Konzept ist relativ viel versprechend. Google kauft komplette Anzeigenserien einzelner Zeitungen auf, und vermietet diese an die eigenen Kunden weiter. So lässt sich für die Werber ein niedriger Preis erreichen, und Google organisiert entsprechend die Verteilung der Anzeigen. So kümmert man sich darum das Mercedes nicht unbedingt direkt unter dem neuen BMW werben kann, und organisiert das ganze auch soweit das die Mercedes-Anzeigen nur im Automobil-Teil der Zeitung erscheinen, und nicht zwischen den Kreuzworträtseln zu finden sind. TV-Werbung Hier verhält es sich genauso wie bei den Printmedien, Google kauft wieder komplette Werbeblöcke und vermietet diese an die eigenen Kunden weiter. Aber hier wird es wohl keine Kontrolle der Reihenfolge der Spots geben, denke ich zumindest, noch ist ja nichts raus. Bisher ist das ganze noch in der Planungsphase und wird wohl auch in den nächsten Monaten noch nicht gestartet, doch es wird ganz sicher kommen. Der TV-Bereich verspricht natürlich auch die höchstmöglichen Gewinne, schließlich ist kein Medium für Werbung effektiver als das Fernsehen. Radio Eigentlich war es ja ein logischer Schachzug, doch gerechnet hat damit dennoch keiner dass es jetzt so schnell geht. Durch den Kauf von dMarc verfügt Google nun gleich vom Start weg über eine gute Position in diesem Markt und wird diesen wohl auch schnell erweitern können. Das Prinzip funktioniert natürlich wieder genauso wie schon bei den ersten beiden Punkten. Weitere Details zu dem Kauf gibt es bei heise. Googles Werbenetzwerk Das einzige Problem an den 3 neuen Werbemöglichkeiten ist, dass die Erfolgsrate nicht direkt gemessen werden kann. Doch finanziell gesehen braucht man dies auch nicht, da das Geld komplett an die Verlage und Sender geht, unabhängig davon wie gut die Anzeigen ankommen. Nur hatte man eben bisher einen besseren Überblick über den Erfolg einer Kampagne, gerade das ist ein entscheidender Faktor für Googles Werbenetzwerk. Google baut sich also ein komplettes Werbenetzwerk auf und kann seinen Kunden bald eine große Auswahl geben. Somit dürften auch so ziemlich alle Zielgruppen erreicht und die Dienste noch einmal beliebter werden. Schon eine interessante Vorstellung wenn große Firmen demnächst ihre Werbekampagnen direkt abwickeln können und alles ganz dynamisch und mit voller Kosten- und Erreichbarkeitskontrolle. Und selbst Privatleute wären so in der Lage Spots im Radio oder TV zu schalten, sofern man genügend Geld auf der hohen Kante hat. Und das alles ganz einfach vom heimischen PC aus, schöne Vorstellung ;-) Mal schauen wann Google den ersten Spezialisten für Außenwerbung oder Product-Placement aufkauft, weit ist der Weg bis dahin jedenfalls nicht mehr...
Im Forum von SEW hat ein User mal wieder eine interessante Entdeckung gemacht. Eine Suche nach "Cookies" ergab eine kleine Leiste über den Suchergebnissen, genannt Quick Results. Hier schlägt Google einige verwandte Schlüsselwörter zu diesem Suchbegriff vor. Ich sehe zwar keine wirkliche Verbindung zwischen dem Wort "Cookies" und den vorgeschlagenen Wörtern, aber die ganze Sache ist ja erst einmal ganz interessant. Bei einigen anderen Suchmaschinen habe ich dieses Feature schon öfters gesehen, jedoch dort deutlich besser und somit sehr viel sinnvoller. Bei mir liefert diese Suche nur die normalen Ergebnisse, ich nehme also diesmal nicht an dem Test mit teil. Sieht es einer von euch vielleicht? » Posting bei SEW+Screenshots [Suchmaschinen News]
Seit gestern ist Googles Messenger Talk auch in der Lage sich mit anderen Clients, auch außerhalb von Jabber, zu verbinden und zu kommunizieren. Damit öffnet sich Google weiter gegenüber anderen Plattformen und bindet sie nicht mehr an den hauseigenen Messenger. Als Grundlage wird das XMPP-Netzwerk genutzt. Vorallem kam es den Entwicklern von Talk dabei auf die Kompatibilität zwischen den einzelnen Plattformen an, so könnte theoretisch auch ein Taschenrechner mit einem Cluster-PC kommunizieren, so fern denn jemand einen Messenger für beide Systeme entwickelt ;-). Google geht damit auf die eigene Lücke ein die sie dadurch geöffnet haben dass Talk bisher nur für Windows erhältlich ist. Wer selbst einen Messenger entwickeln möchte der mit Google Talk kompatibel ist muss sich nur an den Standard RFC 3920 halten, eine Kontaktaufnahme mit Google ist nicht nötig. Eine Liste der bekanntesten Clients hat Google auch gleich online gestellt: Klick. » Ankündigung im Talk-Blog
In der letzten Woche hat Google damit begonnen Anzeigen auf die Google Maps zu setzen, in Form von kleinen blauen Pins und den üblichen Anzeigen über den Suchergebnissen. Doch jetzt hat Google das ganze wieder zurückgeschraubt und die Pins entfernt, die Anzeigen in den Ergebnissen sind aber noch geblieben. Da die Anzeigen nie offiziell angekündigt wurden, kann davon ausgegangen werden dass das ganze wieder nur ein Test war. Oder es kamen zuviele Beschwerden von Benutzern, möglich wäre es natürlich auch das der Werbevertrag einfach beendet ist und bald die nächsten Anzeigen folgen werden. Über die Gründe kann bisher also nur spekuliert werden, ich halte aber die Möglichkeit dass es nur ein Test war für die wahrscheinlichste. Interessant wäre es jetzt wenn diese Anzeigen später so kontextbasiert wären wie die AdSense-Anzeigen. So würden diese Hotel-Anzeigen nur auf den Seiten zu sehen sein die sich auch mit Hotels beschäftigen. Und auf der Homepage von McDonalds darf natürlich auch keine Werbung von Burger King auftauchen. Da steckt noch viel Potential hinter, hoffentlich nutzt Google es richtig - nicht das irgendwann alle Maps mit Werbung vollgestopft sind..., Interessenten gäbe es ja sicherlich genug.
Google hat 2 neue Spots produziert um seine Produkte ordentlich in Szene zu setzen. Dabei handelt es sich jeweils um ein Werbevideo für Maps, und um eins für Talk, SMS und Scholar. Zur Zeit sind die Videos allerdings nur online, nämlich bei Google Video zu sehen. Ob sie irgendwann mal ins TV kommen bezweifel ich aber: Das erste Video ist witzig gemacht, aber es passt nicht wirklich zu Google... Und das zweite ist sowieso zu lang und auch eher langweilig, es soll darstellen wofür Google im Alltag verwendet werden kann. 1. Video 2. Video Siehe auch » Google startet TV-Spots [Suchmaschinen News]
Nach dem Internet, dem Fernsehen und den klassischen Printmedien fehlt Google jetzt bloß noch ein Bereich um in allen Medien-Werbemärkten aktiv zu sein: Das Radio. Google hat dafür den Betreiber einer Radio-Werbeplattform, dMarc Broadcasting, gekauft. Also wird es wohl bald auch möglich sein Werbung im Radio zu schalten, eine interessante Alternative zu den bisherigen Möglichkeiten. Ich bin ja mal gespannt in wie weit Google sich im Werbemarkt außerhalb des Internets überhaupt etablieren kann, erste Tests verliefen ja weniger erfolgreich... Der Kaufpreis betrug 102 Millionen Dollar und wurde in bar bezahlt. Morgen dann dazu mehr. Mehr bei: golem.de Nachtrag: » Erste Details über AdWords Radio
GWB-Dossier Übernahmen & Beteiligungen
Philipp Lenssen ist wieder mal in seine Zeitmaschine gestiegen und hat sich die FAQs von Google Robots aus dem Jahr 2030 angesehen. Und er hat sie uns netterweise mitgebracht und in seinem Blog zur Verfügung gestellt. 8 Jahre später hat er schonmal (das klingt sehr paradox) ein Interview mit Larry Page geführt, in dem es unter anderem auch um die Robots ging. » Google Robot FAQ
Viele Webmaster verwenden Google AdSense auf ihrer Website und finanzieren sich damit den Webspace und vielleicht auch noch ein paar Euros dazu. Dabei ist das System, nach dem Google den auszuschüttenden Betrag berechnet, nicht offen gelegt und so ist es bis heute ein Geheimnis wieviel Google selbst pro Klick verdient. Die New York Times haben aber trotzdem mal versucht das Geheimnis zu lüften. Die New York Times haben dabei errechnet das Google 78,5% an seine AdSense-Nutzer auszahlt, und Google selbst somit 21,5% bei jedem Klick mitverdient. Doch dieser Wert dürfte nicht so ganz richtig sein, da die großen AdSense-Kunden sicherlich zu besseren Konditionen ausgezahlt werden. Die Internetmarketing-News haben das ganze etwas ausführlicher geschrieben.
Die europäischen Regierungen haben jetzt genug von Googles Vormachtstellung auf dem Suchmaschinenmarkt und wollen dafür eine eigene Suchmaschine ins Rennen schicken. Der charmante Name der neuen Seifenblase: Quaero. Doch der neue Konkurrent spezialisiert sich nicht auf die Websuche, sondern auf den Medienbereich. Diese Suchmaschine soll, laut den ersten Informationen, ausschließlich nach Foto-, Video- und Audio-Dateien suchen. Somit kann man es eigentlich nicht wirklich eine Google-Konkurrenz nennen, schließlich besteht das Kerngeschäft immer noch aus der Websuche. Außerdem könnte es gerade in den Medienbereichen zu großen Klagen kommen, von wegen Copyright... Na wenn der Schuss mal nicht gewaltig nach hinten losgeht. Initiiert wurde die Suchmaschine von den deutschen und französischen Behörden und soll auch von Privatfirmen unterstützt werden. Auf deutscher Seite ist Bertelsmann, auf der französischen Thomson im Gespräch. Warum sich das ganze nun Google-Konkurrenz nennt ist mir irgendwie unklar. Erstens bedroht sie nicht das Kerngeschäft, und zweitens gibt es ja wohl noch viele andere Such-Maschinen. Siehe auch » Neomo: Gelbe Seiten greifen Google an [heise.de]
Google Martin Luther King Logo Diesen Doodle, anlässlich des Martin Luther King-Tages, war gestern auf der amerikanischen Google-Homepage zu bestaunen. Leider war das Doodle regional begrenzt, eben auf die Amerikaner. Mal schauen wann der Rest der Welt mal wieder in den Genuß eines Doodles kommt, spätestens zum Valentinstag würde ich schätzen ;-)
GWB-Dossier Doodles
Die Website sub-log.com hat eine Google Map eingerichtet in der einige bekannte Schiffswracks eingetragen sind. Man kann nach Schiffsnamen suchen oder sich selbst durch die Weltkarte klicken. Wurde ein Schiff gefunden werden einige Informationen dazu angezeigt. Unter anderem zeigt die Karte natürlich den Namen des Schiffes, das Datum der Versenkung, die Tiefe, die Anzahl der Opfer und auch die Position an. Bei einigen anderen Wracks gibt es auch noch weiterführende Informationen, klickt euch einfach mal durch. Bei meiner Testsuche wurde die Titanic gefunden, die Bismarck jedoch nicht. Aber vielleicht wird es noch weiter ausgebaut. Und auch Fotos der Wracks wären sicher ganz interessant. » Shipwreck Map [Google Maps Mania]
GWB-Dossier Google Maps Mashups