Sex, Drugs & gefälschte Zahlen: Ex-Google-Mitarbeiter veröffentlicht angebliches Enthüllungbuch

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Es ist in vielen Fällen nicht unüblich, dass Ex-Mitarbeiter auf ihren Ex-Arbeitgeber nicht ganz so gut zu sprechen sind und kein gutes Haar an der ehemaligen Wirkungsstätte lassen. Doch was ein ehemaliger Google-Angestellter jetzt in einem Buch angeblich enthüllt hat, ist schon richtig harter Tobak: Laut dem Buch ist Googles Hauptzentrale ein wahrer Sündenpfuhl, in dem das Motto „Sex, Drugs & Rock’n’Roll“ so richtig ausgelebt wird.


Wohl in nahezu jedem Arbeitsvertrag gibt es Klauseln, das Interna nicht nach außen getragen werden darf, was in den meisten Fällen auch nach dem Ende des Arbeitsverhältnisses bestand hat. Ein ehemaliger Google-Mitarbeiter hat diese Klausel für sein Buch nun geschickt umgangen, in dem stets nur die Rede vom Suchmaschinen-Konzern „Show“ ist, der aber ebenfalls im Silicon Valley sitzt. Dazu garniert er das ganze noch mit der Aussage, dass 90% der Aussagen im Buch auf wahren Begebenheiten beruhen. Auch das Cover des Buches (siehe oben) verwendet wohl nicht ganz zufällig die Google-Farben.

the show

Drogen im Büro und auf Firmenfeiern
In dem Buch wird der Suchmaschinen-Konzern „Show“ beschrieben, der zwar Milliardenumsätze einfährt, aber bei dem es hinter den Kulissen längst nicht so gesittet zugeht wie man es nach außen hin gerne darstellt. In der Zentrale arbeiten sogenannte „Drug Lords“, die ihren halben Arbeitstag damit verbringen, von Büro zu Büro zu ziehen und Drogen an die Mitarbeiter zu verkaufen. Die Mitarbeiter sollen dabei nicht wählerisch sein, und alles konsumieren was ihnen angeboten wird: Kokain, Marihuana und andere Substanzen. Der Verkauf der Drogen soll relativ offen stattfinden, und nicht in irgendwelchen dunklen Ecken.

Der Grund für den hohen Drogenkonsum soll vor allem Langeweile und Unterforderung sein. Da bei dem Unternehmen die klügsten Köpfe der Welt arbeiten, diese aber natürlich nicht alle an „Moonshot-Projekte“ gesetzt werden können, fühlen sich diese dauerhaft unterfordert. Die anderen Annehmlichkeiten wie Swimming Pools, Massagen und Freizeiträume tun ihr übriges dazu, um die perfekte Wohlfühlatmosphäre zu schaffen – in der dann eben auch Drogen eine große Rolle spielen sollen.



Sex am Arbeitsplatz
Sex am Arbeitsplatz – gerade im Büro – ist moralisch vielleicht fragwürdig, ist aber längst schon nichts besonderes mehr. Auch bei Google dürfte das natürlich nicht anders sein, doch in dem Unternehmen soll das ganze schon ziemlich auf die Spitze getrieben werden: Da der Großteil der Mitarbeiter zwischen 25 und 35 Jahre alt ist und direkt von der Universität kommt, führen sie ihre Gewohnheiten angeblich genau so fort. Durch die Wohlfühlkultur des Unternehmens ist der Übergang zwischen Freizeit und Arbeitsleben fließend.

Syta beschreibt das ganze mit den einfachen Worten, dass das Universitäts-Leben bei Google einfacher weiter geht – nur dass man jetzt auch einen dicken Gehaltscheck dafür bekommt.

Gefälschte Zahlen
In dem Buch wird beschrieben, dass es in den Abteilungen völlig normal ist, die Kennzahlen zu fälschen. Wer seine Ziele auf dem Papier nicht erreicht hat, der ändert diese am Ende der Periode einfach ab und frisiert sie sich schön. Vorgesetzte hätten gerne gute Zahlen, die sie wiederum ihren Vorgesetzten präentieren können – und wenn diese nicht existieren, dann werden sie einfach erdacht. Ob diese am Ende tatsächlich so erreicht worden sind, interessiert hinterher niemanden mehr.

So lange die Zahlen auf dem Papier gut aussehen, werden diese auch nicht hinterfragt und von den Vorgesetzten niemals überprüft. Dadurch ergibt sich am Ende eine lange Kette von Lügen, die sich durch den ganzen Konzern zieht. Am Ende der Kette muss es dann natürlich auch einen großen Knall geben, der das gesamte Lügenkonstrukt zusammenbrechen lässt, aber wie dieses „Problem“ gelöst wird ist zumindest in der Quelle nicht beschrieben.



Autor Filip Syta selbst beschreibt in seinem Buch die Erlebnisse aus der Google Hauptzentrale in Mountain View, die er auf vielen Dienstreisen immer wieder besucht und den Alltag dort mitbekommen hat. Er selbst hat zwei Jahre in Dublin in der Anzeigenabteilung gearbeitet, in der es nicht ganz so skandalös zugegangen sein soll wie in seinen geschilderten Erlebnissen.

Das ganze ist natürlich mit Vorsicht zu genießen und dürfte für Syta sicherlich auch noch ein juristisches Nachspiel haben. Laut seinen Aussage soll das Buch aber zu etwa 90% auf wahren Begebenheiten beruhen. Wer sich für das Buch interessiert, kann es sich auch hierzulande im englischen Original bei amazon bestellen.

[Welt]



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