Bericht: Google plant Übernahme von WhatsApp

whatsapp 

Bei Google könnte demnächst eine milliardenschwere Übernahme anstehen – und der potentielle Kaufkandidat ist kein Unbekannter: Laut „internen Quellen“ plant Google die Übernahme der populären Messaging-App WhatsApp und soll mit den Verhandlungen bereits in der Endphase sein.


WhatsApp ist in den letzten 2 Jahren praktisch aus dem Nichts entstanden und hat mittlerweile bei vielen Nutzern die SMS und auch die eMail abgelöst. WhatsApp ist nicht nur eine Chat- und Messaging-Plattform sondern erlaubt auch den einfachen Austausch von Dateien aller Art und ist damit für viele zur wichtigen Kommunikationsplattform geworden.

Laut durchgesickerten Informationen handelt es sich bei der geplanten Übernahme um mehr als nur ein Gerücht und die Verhandlungen sollen bereits so gut wie abgeschlossen sein. Lediglich der Kaufpreis soll noch nicht unter Dach und Fach sein, dürfte aber mehr als 1 Milliarde US-Dollar übersteigen. Die Gründer pokern hoch, da sie wissen was für ein Juwel sie derzeit in Händen halten.

Für Google würde die Übernahme durchaus Sinn ergeben und das Unternehmen mit einem Schlag wieder zu einer wichtigen Kommunikations-Plattform machen. Das eigene Google Talk ist zwar auf jedem Android-Smartphone vorinstalliert, wird aber zugunsten von WhatsApp und dem Facebook Messenger von kaum einem Nutzer aktiv genutzt.

Babble
Außerdem steht Google kurz vor der Vereinigung aller seiner Kommunikationswege unter dem Namen Google Babble – und eine Integration von WhatsApp würde dem geplanten Angebot wohl den Schub geben den es benötigt um vor allem Facebook ordentlich Sorgen zu bereiten. Gerüchten zufolge hat auch schon Facebook versucht WhatsApp zu übernehmen, ist dabei aber aus unbekannten Gründen gescheitert.

Eine Übernahme würde für Google viel Sinn ergeben und passt gut in den derzeitigen Schwerpunkt die eigenen Kommunikations-Dienste zu pushen. Von daher dürfte eine Übernahme nur noch eine Frage der Zeit sein…

[Digital Trends]

Nachtrag:
» WhatsApp dementiert Übernahmegespräche mit Google



comment ommentare zur “Bericht: Google plant Übernahme von WhatsApp

  • Pingback: Anonymous
  • Finde auch WhatsApp passt gut in`s Portfolio. Bei Google wird es sicher auch kostenfrei bleiben. Gefällt mir sehr gut, insbesondere weil hier die Klarnamenregelung weitergeführt werden kann. Die Forderung von Klarnamen trägt zur besseren Netzkultur bei.

    • Gibt es zu der Aussage, dass die Klarnamenregelung zur Netzkultur beiträgt, irgendein Indiz, Beweis oder Beispiel? Oder ist das nur deine persönliche unbegründete Meinung. Dann hast du mit deinem Kommentar niemandem geholfen.

      Grüße, Alex.

      • Schau dich bei Facebook um. Die meisten Trolle haben Phantasienamen. Und werten wollen wir doch nicht oder!? Abwertung stellt doch lediglich die eigene desolate Stellung dar-))

    • Klarnamen bei WhatsApp? Verpass ich da was? Das läuft doch eh über Handynummern und somit weiß man wer hinter den Namen steckt 😉

    • Dass Klarnamen zu besserer Netzkultur führen halte ich für Quatsch. Es gibt genug Gegenbeispiele – es scheint vielmehr mit der Art des Angebots zu tun zu haben.

      Reddit ist z.B. die wohl umgänglichste Kommunikationsplattform, die ich im Internet kenne. Von Klarnamen keine Spur.

      Das Gegenteil ist bei G+ immer mehr der Fall. G+ ist noch harmlos, verglichen mit Facebook, aber auch da wird schon gerne gepöbelt was das Zeug hält.

      Und zu guter letzt wird auf Facebook auch gepäbelt was das Zeug hält. Dort herrscht zwar keine Klarnamenpflicht, die meisten nutzen aber (max. leicht veränderte) Klarnamen. Das hält niemanden davon ab zu pöbeln.

        • die bilder der user kommen von gravatar.com 🙂 sprich wenn Du Dich dort mit der eMail-asresse, mit der Du hier postest, gegistriert hast, erscheint Dein gravatar-bild hier 😉

          Das war & ist ja der zweck von gravatar.com.

      • Das steht ja bereits im Artikel. Du hast du mit deinem Kommentar niemandem geholfen.

        • Du hast du mit deinem Kommentar niemandem geholfen.

          Ist das ein neues Meme von dem ich nichts mitbekommen habe? Das ist doch hier keine Service Hotline…

    • Wird es nicht geben, weil es dann kein WhatsApp mehr geben wird.
      Googles neuer Messenger wird an dessen Stelle treten und ist dann natürlich auch für Tablet und PC verfügbar

    • Eine Variante für Tablets(und PC) gibt´s doch schon lange. Sie nennt sich Mysms.
      Funktionalität ist haargenau so wie bei Whatsapp,ausser daß diese die europäischen Datenschutzrichtlinien einhält!!!! :))
      ..und noch einiges mehr kann…

  • Pingback: | bloggerholiker
  • Das heisst dann stehen hinter den zwei großen Kommunikationsplatformen Google Babble und Facebook Messenger jeweils riesige Datenkraken.

    Mit Jabber gibt es schon lange eine Alternative mit der man komplett ohne Mithilfe von irgendwelchen Konzernen kommunizieren kann. Leider ist den Leuten wohl wichtiger wie leicht man einen Chatclient einrichtet, als was mit ihren Daten passiert.

    • Ich glaube das Problem ist vielschichtiger, als nur schlechte Usability bei Jabber. Wenns nur das waere, koennte im Umkehrschluss Jabber im Handumdrehen den Markt erobern wenn sie nur die Bedinbarkeit der Clients verbessern wuerden.

    • Ich frage mich dabei immer, wieso es eigentlich so schlimm ist, wenn ein Unternehmen anonymisierte Daten von mir sammelt? Ich bekomme einen kostenlosen Dienst und ansonsten tut es mir auch nicht weh.

      • Die Anonymisierung ist meistens nicht so Anonym wie man denkt.
        Man braucht nur genug Daten und schon kann man deine Identität relativ gut rekonstruieren.
        Nehmen wir mal z.B. nur mal deine Bewegungsdaten. Daraus kann man schonmal ersehen wo du wohnst du wo du arbeitest. Damit ist deine Identität schnell geklärt.

        Dann kann man weiterreichende Informationen ermitteln. Wenn du z.B. häufig eine Arztpraxis aufsuchst dann könnte man davon ausgehen das du z.B. ein Chronisches Leiden hast. Nimmt man noch dazu Suchbegriffe die du bei Google eingibst dann kann man sogar sehr genau ermitteln was dir fehlt.

        Stück für Stück kann man so ein persönliches Profil von dir anfertigen.

        • Und wer tut das? Also klar, Google, aber wer dort genau, und warum, und hat derjenige nichts besseres zu tun? Und meine Identität ist zwar sicherlich herauszufinden, aber wer mich nicht persönlich kennt, kann damit auch eher nicht so viel anfangen. Ich frag mich auch hin und wieder, was an der ganzen Datensammelei eigentlich so schlimm ist. Jeder sagt das ständig, aber es passiert irgendwie nichts schlimmes.

        • @Yves:

          Bei Google haben die nicht unbedingt Interesse an deiner Identität. Eher an deinem Profil in Bezug auf Konsumverhalten angeht. So können sie effektiver Werbung schalten.

          Was aber sein kann ist das die Daten an andere verkauft werden die sehrwohl ein Interesse an deiner Identität haben. Deren Dienstleistung könnte es z.B. sein das sie aus verschiedenen Quellen die Daten zu einem noch umfassenderen Profil zusammenstellen. Dann wird das ganze komplett mit Identität an Interessenten weiterverkauft.

          Ein Interessent könnte z.B. eine Firma sein bei der du dich bewirbst. Die wüsste plötzlich mehr über dich als deine Nachbarn und das könnte dazu führen das du einen Job nicht bekommst weil denen von mir aus deine Politische Meinung, deine Religion oder deine Sexuelle Orientierung nicht gefällt. Oder noch schlimmer du verlierst deinen Job eben aus den genannten Gründen. Natürlich nicht offiziell aber ein offizieller Grund ist schnell konstruiert.

          Sowas kann das Leben eines Menschen massiv beeinträchtigen.

        • @Yves:
          Was Firmen mit deinen Daten tun, ist nicht einmal das große Problem. Firmen werden sorgsam mit deinen Daten umgehen. Jedes Datenleck oder Mißbrauch schlägt sich gewaltig auf den Umsatz, die Reputation und dann auch auf den Gewinn nieder. Das will kein Unternehmen.

          Das eigentliche Problem sind Regierungen. Liegen die Daten von dir erst einmal vor, kann eine Regierung – aus welchen Gründen auch immer – sie auch jederzeit, notfalls durch eine kleine Gesetzesänderung, abgreifen. Und dann schützt dich niemand und nichts mehr.

          Da sehe ich das eigentliche Problem.

    • Im Vergleich zur „befürchteten“ Zukunft, dass hinter zwei großen Messengerdiensten zwei große Datenkraken stehen, sieht es zur Zeit auch nicht viel besser aus:
      zwischen drei großen Messengerdiensten stehen drei große Datenkraken.
      WhatsApp hat sich doch nicht gerade beliebt gemacht, mit ihrer immer noch unverschlüsselter Nachrichtenübermittlung, dem Priorisieren von Smilies anstatt einem Mindestlevel von Datensicherheit, etc pp.
      WhatsApp hat mit Sicherheit eine weitaus größere Datenbank mit Mobilfunknummern/Namen, die fleissig gesammelt werden, und ist damit bei weitem nicht besser als Google/Facebook/werauchimmer

    • Wie sieht es bei WhatsApp denn inzwischen mit der Verschlüsselung und allgemeinen Sicherheit aus? Nein ernsthaft: Welches Interesse sollte Google an deiner Identität haben? Das Kapital Googles ist nicht die Identität hinter den Profilen, sondern die Informationen, die dort gespeichert sind. Google und andere Dienste werden sich hüten ihre User zu verkaufen, weil das Vertrauen der User für Google halt wichtig ist. Zumal Google im Vergleich zu vielen anderen Konzernen auch darüber aufklärt, wie die Daten verwertet werden und man ja z.B. ohne Probleme die Möglichkeit hat auch Informationen zu löschen (oder gar freiwillig zu ergänzen/anzupassen).

      Am Ende bleibt aber sowieso die Erkenntnis: 95% der User, wenn nicht sogar mehr, scheren sich einen Dreck um Datenschutz und sind was das angeht relativ uninteressiert.

  • Eine streut das Gerücht und schon wird es auf den einschlägigen Blogs verbreitet und sofort übernommen. T-Online hat sogar schon das „Ende von Whatsapp“ in die Überschrift mit aufgenommen.

    Typisches Beispiel von Panikmache!

    • Ich persönlich seh hier weniger Panik. Ich weiß, dass WhatsApp sehr beliebt ist, nutze es aber selbst nicht. Wenn Google das zu vernünftigen Bedingungen übernimmt, könnte daraus aber Google sehr beliebt werden, und daran bin ich eher interessiert, da ich es sowieso schon nutze, dann aber mehr Leute damit erreichen kann.

      Aber ich glaub das auch erst, wenn es soweit ist.

  • Genau aus diesem Grund boykottierte ich WhatsApp. Es ist schon seit Jahren klar, dass WhatsApp von einer grossen Datenkrake übernommen wird (Facebook, Google, Microsoft). Zudem hatte (und hat?) WhatsApp Sicherheitsprobleme.

    Ich will keine transparente Google-Bürgerin werden. Mir sind kleine unabhängige Unternehmen lieber als ein Google-Monopolist.

  • Auch ich bin mir ziemlich sicher, dass Klarnamen zur besseren Netzkultur beitragen können. Wenn ich mir ansehe, wie sich das Aufeinanderrumgehacke in den letzten 15 Jahren entwickelt hat, wünsche ich mich schon manchmal Zeiten zurück, in denen Nick im Usenet verpönt waren aber dafür in aller Regel respektvoller miteinander umgegangen wurde.
    Auch heute gibt es noch ein paar Foren, wo der Klarname vorausgesetzt wird. Siehe da, auch dort ist in der Regel ein wesentlich besserer Umgangston zu finden.

    BTT: Mit Google gibt es dann vielleicht auch mal eine Verschlüsselung, die ihren Namen auch verdient.

  • „von kaum einem Nutzer aktiv genutzt“

    Wieder so ein unsinniger Spruch.

    So weit ich weiß ist Jabber/XMPP und damit auch GTalk, eine sehr verbreitet Plattform für Chats. Aber Hauptsache mal wieder WhatsApp Kiddies als einzig wahre Methode Nachrichten zu schreiben dargestellt.
    Wegen solchen Trugschlüssen installieren sich die Nutzer diesen Kram.

    Falls Google die Firma übernimmt ist die WhatsApp-Applikation auf jedenfall weg und geht auf in Google Babel. Wenn…

    • Weil es einfach Fakt ist. Ich kenne viele Leute, die sich intesiv mit Google Produkten auseinandersetzen, aber niemand von denen nutzt GTalk, und nahezu jeder meiner Bekannten nutzt Whatsapp. Es gibt sicher die ein oder andere Community, welche GTalk nutzt, aber die sind ganz klar in der Minderheit.

      • Bei mir ist es genau umgekehrt. Zum Glück ist da mein Bekanntenkreis etwas anders 🙂

  • Ein Unternehmen muss heute nur behaupten, das es die gesammelten Nutzerdaten anomysiert und schon ist der Mob zufrieden. Grasse Sch….

  • Sollte eine Übernahme erfolgen, muss Google vor allem zwei Sachen klären:

    1. Kann die Kritik an der Undurchsichtigkeit hinter den Kulissen inkl. der Sicherheitsbedenken beseitigt werden?

    2. Nutzt Google die Technologie von WhatsApp auch in Babble auf dem Desktop und greift damit Skype an?

    Sinnvoll wärs. Und Zuckerberg ärgert sich schwarz, weil auch Facebook angeblich WhatsApp haben wollte. Tja… da bleibt nur selbst entwickeln oder Microsoft wie bei Bing weiter in den Allerwertesten kriechen, um Skype zu unterwandern. 😉

  • Ich halte es, ehrlich gesagt, für ein Gerücht.
    Da warte ich lieber auf eine offizielle Meldung ab…

  • Und an die armen iOS User denkt niemand 🙁 Meine größte Sorge bei einer Übernahme von WhatsApp durch Google, wäre, dass Google die App nur mehr für Android-User bereitstellt und iPhone Besitzer sich nur mehr mit iMessage begnügen müssen…

    • iOS Usern ist nicht zu helfen 🙂
      Also ehrlich gesagt denke ich, Es würde davon auch eine App für iOS geben, aber wieso willst du das? iMessage ist ja nicht mal vom FBI knackbar, was willst du mehr?

      • Ja, iMessage ist schon super, aber die meisten Freunde von mir haben Android als OS und dann braucht man halt WhatsApp. 🙂 Wer will den schon noch SMS schreiben?? Ist ja verrückt 😀

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