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Es hatte sich bereits Anfang Juli abgezeichnet dass Google eine Rekordstrafe von 22,5 Mio Dollar an die amerikanische FTC im Streit um die Cookie-Umgehung zahlen muss. Jetzt wurde das Urteil öffentlich und die Zahlung der Summe bestätigt – doch der Imageschaden für Google dürfte sehr viel höher ausfallen.


Im Februar 2012 ist dem Wall Street Journal eine Praxis von Google aufgefallen, welche das Verbot der Cookie-Setzung im Safari-Browser umgeht und diese durch einen Trick dennoch speichert. Wenige Tage später ist ein ähnlicher Trick auch im Internet Explorer aufgetaucht und die amerikanische Regulierungsbehörde FTC hat angekündigt den Fall zu untersuchen.

Standen anfangs sogar Strafzahlungen im Wert von mehreren Milliarden Dollar im Raum, nämlich 16.000 pro User und Tag der Verletzung, wurde die Strafe schnell auf nur 10 Millionen Dollar runter verhandelt – am Ende wurde diese Summe jetzt aber durch eine Einigung verdoppelt und Google wird zu einer Strafzahlung von 22,5 Millionen Dollar verurteilt.

Image-Schaden sehr viel größer
Wer sich die Quartalszahlen von Google ansieht, wird schnell feststellen dass die Strafe das Unternehmen nicht ganz so hart trifft – viel mehr wird durch das Urteil am Image der immer noch sympathischen Suchmaschine gekratzt. Das Vertrauen und die Sympathie der User sind sehr wichtig und demnächst dürfte dann wohl eine neue Image-Kampagne anstehen.

Dass sich Google in seinen Blogs oder Kanälen auf Social Networks über dieses Thema ausschweigt zeigt nur dass man dieses Urteil schnell unter den Tisch kehren und vergessen machen möchte. Verständlich.

GoogleWatchBlog » Themenübersicht: Cookie-Umgehung bei Safari & IE

[Spiegel Online]



Dieses Posting wurde von Jens verfasst.
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