Android: Das sind Googles neue 3D-Emojis – so sind sie entstanden und dafür werden sie benötigt (Videos)
Vor wenigen Monaten hat Google die neuen 3D Emojis für Android angekündigt, die im Laufe des Jahres eingeführt werden und die bestehenden Bildchen ersetzen sollen. Die neuen 3D-Varianten lassen sich deutlich flexibler einsetzen und hatten daher in der Entwicklung eine hohe Priorität. Jetzt gibt man interessante Einblicke darin, wie die neuen Emojis aussehen und wie diese entwickelt wurden.
Emojis sind ein fester Bestandteil der modernen Kommunikation, auch wenn deren Einsatz gefühlt rückläufig ist (kann aber auch an meiner Social-Blase liegen). Google erweitert die eigene Emoji-Palette mit jeder neuen Android-Version und hat dieser seit dem Beginn mit den kultigen Blobs bereits zwei Neustarts spendiert – jetzt steht der nächst vor der Tür. Die nächste Runde wird von den 3D Emojis bestimmt, die uns perspektivisch lange erhalten bleiben dürften.
Die neuen 3D Emojis haben einen nicht nur einen modernen Look, sondern sind auch deutlich flexibler einsetzbar. Denn sie lassen sich von allen Seiten betrachten (was unter anderem für Android XR sehr wichtig ist), sie lassen sich gedreht einsetzen, könnten theoretisch animiert werden und sind durch den 3D-Vektor-Einsatz für alle Displaygrößen optimiert. Daher dürfte man nach dem geplanten Rollout in diesem Jahr wohl sehr lange Zeit an diesen festhalten.
Google spricht davon, dass das kommende Update die Emojis in eine dreidimensionale Zukunft katapultiert, statt sie in der Vergangenheit verharren zu lassen. Das Gehirn verarbeitet Emojis schneller als Text, daher reicht es nicht, einfach ein Design draufzuklatschen und fertig. Etwas zu gestalten, das Milliarden von Menschen Billionen Male am Tag nutzen, erfordert mehr Feingefühl – und dieses hat man bei Googles Emoji-Abteilung schon oft bewiesen.
Zunächst hat man breit angelegte Nutzerstudien durchgeführt, um zu untersuchen, wie sich Änderungen an Emojis potenziell auf die menschliche Kommunikation auswirken. Die Forschung brachte universelle Wahrheiten ans Licht: Nutzer bevorzugen eindeutig Ganzkörper-Tierdarstellungen gegenüber schwebenden Köpfen; zusätzliche Requisiten erschweren das Verständnis; und winzige Anpassungen (wie die Änderung der Richtung eines Zwinkerns) können leichte Verwirrung in unbeabsichtigte Empörung verwandeln.
Der Designprozess beginnt weiterhin mit einer 2D-Zeichnung, endet aber nicht mehr an dieser Stelle. Aus der 2D-Zeichnung wird ein 3D-Gittermodell, das anschließend mit der Textur überzogen werden kann. Dabei stellten sich Fragen, die bisher in der Emoji-Abteilung keine große Rolle gespielt hatten: Wie sieht die Rückseite eines Smileys aus? Ist sie eine konkave Maske, ein massiver, hüpfender Ball oder ein flaches Blatt Papier?
Die Emojis haben laut Google schon immer Ausdruckskraft dem Hyperrealismus vorgezogen. In dieser neuen 3D-Welt bedeutet das, dass die Designs Dimension haben können, ohne fotorealistisch zu sein. Sie brauchen Leben und Seele – nicht die kalte Präzision industrieller CAD-Modelle. Habt ihr euch schon einmal ein echtes Känguru genauer betrachtet? Sie sind laut Google furchterregend – doch tatsächlich sind die Tiere bekanntlich recht verspielt. Man braucht keine anatomische Perfektion. Mit der Kraft der Illustration lässt sich jetzt die wahre, verspielte Ausstrahlung eines Kängurus einfangen.
Das Problem mit den Hautfarben
Emojis mit sehr dunklen Hauttönen sind im Dark Mode oft schwer zu erkennen – das ist ein Problem für alle, die sie senden oder empfangen. Deshalb hat Google eine KI-basierte Lösung entwickelt, nämlich ein Kontrasttool, das jedes Emoji pixelgenau analysiert, zu niedrige Kontrastverhältnisse erkennt und Designern Lösungen für einen höheren Kontrast vorschlägt. Dadurch ergeben sich Kontraste und Farbverläufe, die gleichzeitig real wirken, sich aber auch vom Hintergrund abheben können.
Googles Designer haben alle 3977 Emojis neu gestaltet und werden diese vermutlich im September zuerst für die Pixel-Smartphones und in weiterer Folge für das gesamte Android-Ökosystem veröffentlichen.
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