YouTuber: Eine ganze Branche schafft sich selbst ab – Creator können sich jetzt durch KI-Avatare ersetzen

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Die Künstliche Intelligenz ist längst auf Googles Videoplattform YouTube eingezogen und bekommt in diesen Tagen neue generative Möglichkeiten, die den YouTubern ganz neue Welten eröffnen sollen: Wir hatten bereits darüber berichtet, dass Creator einen Avatar von sich selbst anlegen und Videos mit diesem als Protagonisten erstellen können. Dabei dürfte vielen YouTubern klar nicht klar sein, was sie damit riskieren.


youtube new logo

Die Videoplattform YouTube hat schon sehr früh in ihrer Geschichte versucht, den Creatorn dabei behilflich zu sein, Inhalte zu erstellen und zu verbreiten. Was mit vielen Tipps und promoteten Kanälen begann, ging weiter zur Vernetzung über verfügbare physische Ressourcen in den YouTube-Studios und konzentriert sich jetzt immer stärker auf KI. Videos lassen sich schon seit längerer Zeit mit KI optimieren und erst vor wenigen Tagen hat man den nächsten Schritt eingeleitet: YouTuber können sich selbst durch KI ersetzen/a>.

Nutzer kopieren sich selbst als Avatar
Konkret geht es darum, dass die Nutzer einen Avatar von sich selbst erstellen können. Dieser wird von einer KI auf Basis von Kameraaufnahmen erstellt und steht anschließend als virtuelle Variante für alle möglichen Dinge zur Verfügung. Die YouTuber können per Prompt Kurzvideos erstellen, in denen dieser Avatar eine Rolle spielt, ohne dass die Creator selbst vor die Kamera treten müssen: Die KI kennt deren Antlitz durch das erstellte Avatar und auch auf Basis bisher veröffentlichter Videos sehr genau: Aussehen, Mimik, Gestik, Verhalten, Stimme und mehr.

Diese neue Funktion ist schon vor einigen Monaten erstmals aufgetaucht und wird seit dieser Woche für alle Nutzer außerhalb Europas ausgerollt. Derzeit beschränkt sich das zwar noch auf YouTube Shorts, die Videos können nicht länger als 8 Sekunden sein und es lässt sich nur ein Avatar anlegen, aber das Feature steht auch noch ganz am Anfang. Was den meisten YouTubern vermutlich gar nicht klar sein dürfte ist, dass sie mit jedem neuen Video die Büchse der Pandora immer weiter öffnen – bis es eines Tages zu spät ist.




YouTuber ersetzen sich selbst, verlieren ihre Identität
Das YouTube-Marketing zeichnet für diese Funktion natürlich eine rosarote Welt: YouTuber können sehr einfach Videos erstellen, ohne sich in Gefahr zu bringen, zu hohen Aufwand zu betreiben oder diverse Grenzen beachten zu müssen. Dass daraus enorm schnell eine Dynamik entstehen wird, bei der die YouTuber kaum noch bis gar nicht mehr vor der Kamera sitzen werden, erwähnt man natürlich nicht. Gerade in Social Media muss man die Konkurrenz bekanntlich ständig übertrumpfen – und das wird für Menschen ohne Spezialeffekte kaum noch möglich sein. Die Folge: Der Großteil aller Videos kann sehr schnell vollständig KI-generiert sein.

Schön für YouTuber, sie müssen kaum noch etwas tun und lediglich die Prompts eingeben, um ihre Kanäle zu füllen. Könnte man meinen. Doch sehr schnell muss man sich natürlich fragen, wofür es die YouTuber bzw. deren virtuelle Alter-Egos es dann überhaupt noch braucht. Wo ist der Unterschied zwischen einer vollständig KI-generierten Figur und einem Avatar? Treue Abonnenten und große Namen werden das YouTuber-System noch eine Weile stützen, doch danach wimmelt es dann wohl nur noch von Tilly Norwoods.

Für YouTube (Shorts) ergeben sich damit völlig neue Dimensionen an Videofluten, die mit noch mehr Werbung monetarisiert werden können. Ob der Mensch hinter den Videos in der heutigen Social Media-Welt noch wichtig ist, kann ich nicht mehr bewerten – ich bin bei diesem ganzen Wahnsinn längst ausgestiegen. Wie schnell eine solche Entwicklung voranschreitet, könnt ihr auch an meinen Blogbeiträgen sehen. Schon Ende 2023 hatte ich aufgrund der KI-Integration gefragt, was YouTuber überhaupt noch selbst machen und kam zum Schluss, dass sie sich vielleicht bald schon gar nicht mehr selbst vor die Kamera setzen müssen. Zweieinhalb Jahre später tritt dieses Szenario ein.

Mein anderer Beitrag, mit der Frage, ob die YouTube-Manipulationen zu weit gehen ist nach drei Monaten auch schon wieder in einem ganz anderen Licht zu sehen. YouTuber erstellen Avatare von sich selbst, lassen Videos von sich selbst per KI generieren und YouTube nimmt sich die Frechheit raus, Videos unbemerkt und unaufgefordert zu manipulieren. Was soll da schon schiefgehen…?

» YouTube: Google bringt 90-sekündige Werbeblocks auf Smart TVs – lassen sich nicht überspringen (Bericht)

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