Twitter: Neues Leselimit betrifft auch den GoogleBot – neues Tweets werden nicht mehr indexiert (Bericht)

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Bei Twitter werden in diesen Tagen mal wieder unpopuläre Entscheidungen umgesetzt, die erneut nicht ganz durchdacht wirken: Das neue Leselimit von gerade einmal 600 Tweets pro Tag scheint nämlich nicht nur normale Nutzer zu betreffen, sondern auch die Google Websuche. Der GoogleBot scheint ebenfalls nach 600 Tweets ausgesperrt zu werden und kann somit keine neuen Inhalte mehr indexieren.


elon musk twitter

Die Google Websuche ist für viele Webseiten eine wichtige Trafficquelle, wenn nicht sogar die wichtigste – das gilt sowohl für kleine Webseiten als auch für größere Angebote. Gut möglich, dass auch Twitter nicht wenige Besucher über die Google-Suche bekommt, die bekanntlich auch Tweets indexiert und je nach Themenbereich sehr prominent darstellt. Doch in diesen Tagen scheint auch der GoogleBot von Twitters neuer Sperre betroffen zu sein.

Schon jetzt lässt sich in den Statistiken erkennen, dass der Suchindex nicht mehr über aktuelle Tweets verfügt. Kein Wunder, denn wenn auch der GoogleBot nach nur 600 Tweets auf die Login-Seite weitergeleitet wird, ist in diesen Dimensionen schon in weniger als einer Sekunde schluss. Ältere Tweets sind davon bisher nicht betroffen, doch wenn der GoogleBot diese in Zukunft nicht mehr abrufen kann, werden auch diese auf absehbare Zeit aus dem Suchindex verschwunden.

Unklar ist allerdings, warum der GoogleBot überhaupt davon betroffen sein sollte. Denn zwischen Google und Twitter gibt es seit Jahren eine Kooperation und man sollte meinen, dass Google die Tweets über eine andere Schnittstelle erhält. Dazu rufe ich aber in Erinnerung, dass Elon Musk die Google Cloud-Rechnungen nicht zahlt und es daher gut möglich ist, dass auch Google nicht mehr zahlen will und auf die Scraping-Methode umgestiegen ist. Die Geschichte ist sicherlich noch nicht vorbei…

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[Johannes Beus @ Twitter]




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