Die Roboter kommen: Google-Mutter Alphabet wagt einen Neuanfang mit den Everyday Robots

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Kaum eine Zukunftsvision, egal ob aus der heutigen Zeit oder dem letzten Jahrhundert, kommt ohne Roboter aus. Kein Wunder also, dass auch der Bereich Robotik zu einem Schwerpunkt innerhalb der Google-Mutter Alphabet geworden ist. Vor einigen Wochen hat das Unternehmen ohne großes Aufsehen die Everyday Robots vorgestellt, die sich sehr schnell verbreiten und im Alltag der Menschen etablieren sollen.


Ende 2013 ist Google ganz groß in die Robotik eingestiegen und hat für mehrere Milliarden Dollar Boston Dynamics sowie mindestens sechs weitere Unternehmen übernommen, die sich mit der Forschung und dem Bau der hilfreichen Maschinen beschäftigen. Was sich Google davon versprochen hat, ist nicht bekannt, aber schon kurz nach der Umwandlung in Alphabet war klar, dass die vielen Robotik-Unternehmen im Alphabet-Universum keine große Zukunft haben werden.

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Alphabet hat vor einigen Wochen die Everyday Robots vorgestellt, die ihren Namen alle Ehre machen und schnell in den Alltag vieler Menschen einziehen sollen. Zumindest beim ersten gezeigten Modell handelt es sich weniger um einen Roboter aus den Sci-Fi-Fantasien, sondern eher um einen Industrie-artigen Roboter mit einer gewissen Ästhetik und Feinmotorik. Durch ihre flexible Bauweise und der Künstlichen Intelligenz sollen sie in vielen Bereichen eingesetzt werden können.

Das Projekt hat zwar schon vorzeigbare Roboter produziert und auch intern im Einsatz, doch bis zum Verkaufsstart wird vor allem aufgrund von Herausforderungen mit der Software noch einige Zeit vergehen. Dennoch zeigt sich, dass die Robotik in Zukunft eine wichtige Rolle innerhalb des Alphabet-Universums spielen kann und wird. Die Everyday Robots lassen sich schnell auf viele Bereiche ausweiten und Alphabet dürfte wohl vor allem Technologien liefern und mit anderen Unternehmen zusammenarbeiten wollen.

Interessant an dem ganzen Projekt ist vor allem, dass Alphabet die gesamten Bemühungen stark zurückgefahren hat und nun mit einfachsten Mitteln arbeitet: Eine Kamera, ein Arm und fertig – zumindest ist das beim ersten gezeigten Modell der Fall. Und die Roboter dürfen sogar Räder haben. Warum auch nicht?



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Alphabet ist mit den Robotern auf schnelle Erfolge aus und will sich nicht gleich zu Beginn mit dem großen Ganzen beschäftigen. Boston Dynamics, das damals als sehr aussichtsreiche Google- und später Alphabet-Tochter galt, beschäftigte sich vor allem mit der Entwicklung von menschenähnlichen Robotern – siehe obiges Fotos. Dabei beschäftigte man sich intensiv mit Problemen wie dem aufrechten Gang auf zwei Beinen, Gleichgewicht und vielen weiteren Schwierigkeiten rund um die menschliche Anatomie. Das erspart man sich nun und der Verkauf von Boston Dynamics war wohl der richtige Schritt.

Natürlich kann man sich später wieder mit solchen Robotern beschäftigen, aber zuvor muss man sich etablieren und die entsprechenden Produkte Schritt für Schritt weiterentwickeln. Am Ende muss man sich auch fragen, warum ein Roboter überhaupt menschlich sein muss – schlussendlich ist es nur ein Hilfsmittel wie jede andere Technologie im Alltag. Der Mixer, das Smartphone und das Auto sind auch nicht menschenähnlich – warum also der Roboter? Auch hier dürfte der Grund in der Science-Fiction zu suchen sein.

Warum die Robotik mit nur einem Produkt, meines Erachtens nach, zu einem Kernthema von Alphabet wird? Weil Google bzw. Alphabet die damaligen großen Pläne nicht umsetzen konnte. Die Ziele und Pläne waren zwar nicht bekannt, aber man hat nicht umsonst Milliarden von Dollar investiert, wenn es keine konkreten Vorstellungen gegeben hätte. Dass Roboter irgendwann Mal eine große Zukunft haben, auch abseits der Staubsaugerroboter, dürfte kaum jemand Bezweifeln.

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