Google Assistant: Google lauscht nicht mehr mit – die Auswertung der Sprachbefehle wurde gestoppt

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Mittlerweile dürfte vielen Nutzern bekannt sein, dass alle drei Betreiber der großen Sprachassistenten die Befehle der Nutzer nicht nur aufnehmen und speichern, sondern auch von Mitarbeitern abhören und analysieren lassen. Doch zumindest für europäische Google Assistant-Nutzer hat das vorerst ein Ende, denn in den kommenden drei Monaten wird Google keine Sprachaufnahmen mehr von den Mitarbeitern auswerten lassen.


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Vor wenigen Wochen wurde bekannt, dass auch bei Google mehr als 1000 Mitarbeiter die Sprachbefehle der Nutzer auswerten und damit ungefähr 0,2 Prozent aller Anfragen an den Assistenten analysiert werden. Bei der enormen Verbreitung ist das eine nicht zu unterschätzende Masse und dürfte in dem Umfang wohl dafür sorgen, dass kaum ein Nutzer davor sicher ist. Das hat für große Kritik gesorgt und hat nun erste Konsequenzen.

Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar hat nun mitgeteilt, dass Google in den kommenden drei Monaten keine Sprachbefehle mehr von europäischen Nutzern auswerten wird. Damit reagiert das Unternehmen auf einen Vorstoß des Datenschutzbeauftragten und will diese Praxis wohl überprüfen, denn Caspar hat zugleich ein Verwaltungsverfahren gegen Google gestartet. Außerdem stellt der Datenschutzbeauftragte in Frage, ob dieses Abhören mit der DSGVO vereinbar ist.

Ein Großteil der Nutzer hat erst aus den Medien von diesen umfangreichen Auswertungen erfahren, wenn überhaupt, sodass man kaum davon sprechen kann, dass die Nutzer ausreichend informiert waren. Auch Apple und Amazon könnten möglicherweise schon bald eine Pause einlegen.

Siehe auch
» Google hört mit: Die Auswertung aller Sprachbefehle muss transparenter und optional werden (Kommentar)

» Pixel 4: Google kauft notwendige Gesichter für 5 Dollar & spricht über Schwierigkeiten und Datenschutz (Video)

[futurezone]


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